Autor Thema: Bauabschnitt 6 - Ebendorfer Chaussee bis Kannenstieg  (Gelesen 1717 mal)

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Bauabschnitt 6 - Ebendorfer Chaussee bis Kannenstieg
« am: 06. September 2019, 19:45:57 »
Der Bauabschnitt 6 der neuen 2. Nord-Süd-Verbindung: ca. 1 km lange Straßenbahnverbindung zwischen Ebendorfer Chaussee und Kannenstieg entlang der Johannes-R.-Becher-Straße. Hier werden derzeit die Versorgungsleitungen in der Straße umverlegt ...
Die Neubaustrecke schließt an der Kreuzung Ebendorfer Chaussee / Milchweg mit einem neuen Gleisviereck an.

























Quelle: https://www.facebook.com/wenzel.oschington/photos/pcb.2420008724773257/2420006111440185/?type=3&theater

Offline NGT8D

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Re: Bauabschnitt 6 - Ebendorfer Chaussee bis Kannenstieg
« Antwort #1 am: 07. Oktober 2019, 17:05:59 »
Heute: Tief im Norden 

Herzlich willkommen beim Baustellentagebuch der MVB. Schon lange stand auf meiner Liste ein Besuch im Norden Magdeburgs. Jetzt war ich vor Ort, um euch über den aktuellen Stand der Arbeiten im Kannenstieg berichten zu können.



Die MVB baut entlang der Johannes-R.-Becher-Straße eine gut einen Kilometer lange Straßenbahntrasse. Dieser Teil wird als Bauabschnitt 6 bezeichnet. Wo bisher die Busse der Linie 69 sich durchs Wohngebiet geschlängelt haben, werden zukünftig die Straßenbahnen der Linien 1 und 8 den Verkehr übernehmen. Die MVB plant, vier neue Straßenbahnhaltestellen zu bauen. Mit der Linie 1 kann man dann wie heute zur Lübecker Straße und zur Kastanienstraße fahren. Die Linie 8 soll die schnelle Verbindung zum Hauptbahnhof und in die Innenstadt über die Neubaustrecke zum Hermann-Bruse-Platz im Neustädter Feld übernehmen.

Bei Einfahrt in das Wohngebiet sieht man schon von weitem die rot-weißen Baken am Straßenrand und die Bagger, die sich durch die Straße „fressen“. Bis zum Hanns-Eisler-Platz, das Zentrum des Viertels, sind allerdings keine Einschränkungen durch die Bauarbeiten ersichtlich. In diesem Bereich soll erst später, voraussichtlich im kommenden Jahr, begonnen werden.

Vom Hanns-Eisler-Platz bis zum Buswendeplatz Kannenstieg hingegen sind die Baumaschinen im Einsatz. Im gesamten Bereich werden und wurden schon Versorgungsleitungen wie Strom- und Telefonleitungen, Gas- und Wasserrohre um verlegt. Dies ist sehr zeitaufwendig. Doch wozu das Ganze? Immerhin wird doch eine Straßenbahntrasse gebaut? Eine einfache Erklärung: Unter den Schienen sollten sich keine wichtigen Leitungen befinden bzw. sollten diese nur punktuell gequert werden. Denn im Reparaturfall oder für turnusmäßige Inspektionen müssen die Fachleute an diese auch heran kommen können. Es wäre unsinnig, wenn dafür die Schienen wieder rückgebaut werden müssten. Einige vorhandene Leitungen liegen zudem für den neuen Straßenaufbau auch nicht tief genug, sodass sie verlegt werden müssen.

Die Wege im Wohngebiet sind durch die Bauarbeiten etwas beschwerlicher geworden. Oftmals schlängelt sich der Fußweg von links nach rechts und wieder von rechts nach links an den Bauarbeitern vorbei. Abschnittsweise ist das Parken noch erlaubt.



Derzeit sind die Bauarbeiter auch dabei, den neuen Aufbau der Straße herzustellen. Randsteine und Borde sind bereits gesetzt. Mit dem Bau der Straßenbahntrasse werden nämlich auch neue Fußwege und Parktaschen angelegt.



Einen guten Eindruck, wie alles Mal aussehen soll, wenn es fertig ist, erhält man am Ende der Johannes-R.-Becher-Straße. Im Kurvenbereich sind bereits die Fußwege saniert und neue sparsame LED-Straßenlaternen gesetzt worden. Die Stolperfallen im Weg gehören damit der Vergangenheit hat. Im Randbereich sieht man schon, wo die Reise hingeht - pardon - die Straßenbahn mal langfahren soll.



Auch die Wendeschleife ist gut erkennbar. Diese hat eine ziemlich große Ausdehnung, die wiederum Sinn macht, da ein Parkplatz in der Mitte integriert werden soll. Die Fundamente für die Maste für die Oberleitung der Straßenbahn sind ebenfalls gesetzt.

Der aufmerksame Fußgänger wird es bemerkt haben: Am Rande der Straße ist am Fußweg ein barrierefreie Haltestelle für den Bus entstanden. Diese wird zurzeit noch nicht genutzt, denn die Linie 69 fährt eine Umleitung über die Helene-Weigel-Straße und über die Straße Kannenstieg.



Für den Nachtverkehr und im Falle von Schienenersatzverkehr wird diese Haltestelle jedoch benötigt. Aber erst, wenn die Johannes-R.-Becher-Straße wieder komplett freigegeben werden kann.



Und wann werden nun die Gleise verlegt? Dies ist eine häufig gestellte Frage. Die Gleise kommen fast zum Schluss, wenn alle Leitungen verlegt und der neue Aufbau der Straße vorbereitet ist. Im kommenden Jahr soll es soweit sein.

Dies soll es an dieser Stelle erst einmal gewesen sein. Allgemeine Informationen zum Netzausbau der MVB und viele Videos gibt es im Internet auf www.mvbnet.de/netzausbau

Quelle: https://136165.seu2.cleverreach.com/m/11125091/1210143-c53e7e518bf7f0d680cdc5bd7d52df17

Offline NGT8D

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Re: Bauabschnitt 6 - Ebendorfer Chaussee bis Kannenstieg
« Antwort #3 am: 06. November 2019, 14:18:06 »
Für mich hat der Artikel keinen wirklichen Neuigkeitswert. Zum einen gehe ich davon aus, dass der Anschluss, (für den dann die 1 unterbrochen und zum Neustädter See umgeleitet wird,) irgendwann in den Sommerferien gemacht wird. Es ist Urlaubszeit und es sind weniger Kinder und Autos unterwegs, zum anderen ist ein SEV im 15-Minuten-Takt sicher einfacher zu organisieren, als ein SEV im 10-Minuten-Takt. Zumal die Linie 69 in die Rechnung auch mit einbezogen werden muss. Die muss zwar nicht ersetzt werden, wohl aber umgeleitet.
Das Kreuzung nur einmal angefasst werden soll, finde ich ebenfalls richtig. (Negativbeispiel ist der Südring)
Bei der Geschwindigkeit der (und auch anderer) Bauarbeiten war für mich klar das die in den Sommerferien 2020 noch nicht so weit sind, ganz unabhängig von den Bestelltzeiten des Gleisviereck.
Die große Frage ist nun aber: Wann gibt es Baurecht für BA 5? Sollte dieses noch länger auf sich warten lassen, ist es meiner Meinung nach wichtig den Kannenstieg erstmal provisorisch anzuschließen. Ich hoffe derartige Überlegungen werden Intern bereits gemacht.

Offline Ditmar

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Re: Bauabschnitt 6 - Ebendorfer Chaussee bis Kannenstieg
« Antwort #4 am: 07. November 2019, 00:22:23 »
Letzter Absatz ist ganz meine Meinung. Die MVB wären m.M. nach gut beraten, das Gleisviereck eher auszuschreiben. Lage und Größe sind ja bekannt. Kein Mensch weiß momentan, wann das Baurecht kommt. Es hängt von den Grundstückbesitzern ab, die einen kleinen Streifen ihrer Grundstücke abgeben sollen. Früher haben wir ratzfatz enteignet (siehe Olvenstedt), das ist heute weitaus schwieriger. Wenn das Gleisdreieck da ist und liegt, könnte wenigstens der Kannenstieg schon angeschlossen werden. Nicht, daß das Gleis da genauso wieder zuwächst wie zwischen Lorenzweg und NF.