Autor Thema: Preiserhöhung zum 1. Januar 2021  (Gelesen 2971 mal)

Online NGT8D

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Re: Preiserhöhung zum 1. Januar 2021
« Antwort #1 am: 16. August 2020, 11:01:28 »
Zum Januar kommt das 24-Stunden-Ticket

Eine gute Sache für Übernachtungsgäste in Magdeburg!

Offline Brumser

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Re: Preiserhöhung zum 1. Januar 2021
« Antwort #2 am: 16. August 2020, 13:41:43 »
Finde ich richtig gut. Davon können sich viele andere Verkehrsverbünde mal eine Scheibe abschneiden.

Offline ex-magdeburger

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Re: Preiserhöhung zum 1. Januar 2021
« Antwort #3 am: 17. August 2020, 12:18:09 »
Außerdem gefällt mir, dass die Preiserhöhung nur moderat ist.

Offline Brumser

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Re: Preiserhöhung zum 1. Januar 2021
« Antwort #4 am: 18. August 2020, 19:54:15 »
Ja aber auch die Preiserhöhung wird wieder genug Nörgler auf dem Plan rufen, besonders in MD. Gehört irgendwie zum "Volkssport" dazu.

Durch meinen Job bin ich in vielen Regionen unterwegs, auch der GVH ( Großraum Hannover ), der VRB ( Verbundstarif Großraum Braunschweig ) oder der HVV ( Hamburger Verkehrsverbund ) erhöhen jährlich die Preise ( was auch verständlich ist ) aber dort wird es nie in den Medien so breit getreten wie in MD.

Offline ingomd

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Re: Preiserhöhung zum 1. Januar 2021
« Antwort #5 am: 23. August 2020, 23:38:52 »
Und nicht zu vergessen die neue übertragbare Premiumabokarte für etwas über 53€.Ermöglicht an allen Samstagen,Sonntagen und Feiertagen das verbundweite Reisen in allen Tarifzonen, auch wenn in der übrigen Zeit nur MD 010 drauf ist.

Online NGT8D

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Re: Preiserhöhung zum 1. Januar 2021
« Antwort #6 am: 04. November 2020, 19:03:48 »
#GemeinsamMobil // Neue Fahrkarten ab 1. Januar 2021 für Familien, Schülerinnen und Schüler und den Freizeitverkehr

Liebe Fahrgäste,

im Zuge der im Juli 2020 beschlossene Mehrwertsteuerabsenkung der Bundesregierung haben wir Sie darüber informiert, dass wir, um die Absenkung so gerecht wie möglich an die Kunden weiter zu geben, die für den 1. August 2020 geplante Tarifmaßnahme auf den 1. Januar 2021 verschieben. Damit verbunden war neben der Preisanpassung auch die Einführung von neuen Tarifprodukten, was wir nun zum 1. Januar 2021 nachholen.

Bei der Entwicklung dieser neuen Fahrkarten haben wir uns an den Bedürfnissen unserer Fahrgastgruppen sowie an gesellschaftlichen Trends orientiert.  Unser Ziel besteht darin, jedem Kunden ein Angebot zu bieten, das auf seine individuellen Bedürfnisse zugeschnitten ist.
Unter der Botschaft „Mehr Mobilität, Mehr Freizeit und Mehr Abo“ erwarten Sie eine verbundweite Flatrate für Schülerinnen und Schüler für nur 20 Euro im Monat, eine erweiterte Abo-Monatskarte, die vor allem für Familien und Berufstätige interessant ist sowie eine 24-Stundenkarte.

Premium Abo-Monatskarte: Mehr Flexibilität und verbundweite Gültigkeit

Wer seine übertragbare Abo-Monatskarte bisher nur zur Weitergabe an eine andere Person nutzte oder nur geringfügig nach 19 Uhr die Familie mitnahm, kann sich nun freuen, denn im kommenden Jahr wird die übertragbare Abo-Monatskarte durch die neue Premium Abo-Monatskarte ersetzt. Mit dieser können nicht nur Sie, sondern Ihre ganze Familie an Wochenenden und an Feiertagen in der Landeshauptstadt Magdeburg, dem Salzlandkreis, dem Landkreis Börde und dem Landkreis Jerichower Land unterwegs sein. Dazu kommen eine kostenlose Fahrrad- und Hundemitnahme sowie die bekannte Übertragbarkeit auf eine andere Person.

Auch für Personen mit einer persönlichen Abo-Monatskarte ist die neue Premium Abo-Monatskarte eine Überlegung wert. Wenn Sie bereits im Besitz einer persönlichen Abo-Monatskarte der Preisstufe MD sind, können Sie für nur 7,99 Euro mehr im Monat folgende Leistungen zusätzlich in Anspruch nehmen:

-    Rund um die Uhr Übertragbarkeit auf andere Personen
-    Mitnahme von einem Erwachsenen und bis 3 Kindern (gem. Tarifbestimmungen): montags-freitags ab 19 Uhr bis 4 Uhr des Folgetages,
-    an Wochenenden und Feiertagen ganztägig
-    Verbundweite Gültigkeit an Wochenenden und Feiertagen
-    Kostenlose Fahrrad- und Hundemitnahme
-    Kostenlose Mitnahme von Fahrzeugen und Nutztieren auf den Magdeburger Fähren (gem. Tarifbestimmungen)
-    Vergünstigungen bei teilAuto

Premium Jobticket: Zur Arbeit und zurück? Von wegen!

Der Arbeitsmarkt befindet sich im Wandel. Vom Arbeitgebermarkt entwickelt er sich zu einem Arbeitnehmermarkt, auf dem sich die Arbeitgeber immer stärker bemühen müssen, Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten. Mobilitätsangebote sind immer häufiger Bestandteil von Arbeitsverträgen.
Durch Kooperationsverträge zwischen Verkehrsunternehmen und Arbeitgebern erhalten Berufstätige einen vergünstigten Zugang zu einem marego-Jobticket. Wie bei einer regulären persönlichen marego-Abo-Monatskarte gibt es auch hier die Möglichkeit, die Premiumvorzüge mit einer zeitlichen Einschränkung der Übertragbarkeit, durch ein Premium Jobticket zu erhalten. Damit können Sie Ihr marego-Jobticket nicht nur für ihren Arbeitsweg, sondern auch für andere Vorhaben nutzen.

marego-Schülerfreizeitkarte: Unbegrenztes Fahren nach der Schule

Schulschluss und Lust etwas zu unternehmen? Schülerinnen und Schüler können beim Kauf der neuen marego-Schülerfreizeitkarte den ganzen Monat lang alle Linien in der Landeshauptstadt Magdeburg, dem Salzlandkreis, dem Landkreis Börde und dem Landkreis Jerichower Land nutzen. Selbst Helmstedt und Wolfsburg werden mit dem Ticket erreicht. Die marego-Schülerfreizeitkarte ist dabei nicht nur an Schultagen ab 14 Uhr bis 5:30 Uhr des Folgetages im gesamten Verbundgebiet, sondern auch an Feiertagen und in den Schulferien ganztägig gültig. Für nur 20 Euro im Monat bedeutet das viel fahren für wenig (Taschen-)Geld.

Junge Leute können eine Schülerfreizeitkarte nutzen, wenn sie:

-    Zwischen 6 bis einschließlich 14 Jahren sind, oder
-    Vollzeitschüler, aber keine Azubis, Studierende oder Schüler von Abendschulen sind, und
-    als Nachweis eine marego-Berechtigungskarte oder einen Schülerausweis mit Lichtbild besitzen.

24-Stundenkarte: Bequeme Lösung auch für tagesübergreifende Freizeitvorhaben

Aufgrund der häufigen Nachfrage haben wir die bisherige Tageskarte und die Tageskarte ermäßigt weiterentwickelt. Diese Fahrkarten heißen ab Januar 24-Stundenkarte und 24-Stundenkarte Kind. Sie sind für alle Fahrgäste, egal ob Sie als Tourist, Geschäftsperson oder spontan unterwegs sein wollen, genau das richtige Angebot, denn sie ist nun ab Entwertung 24 Stunden gültig und verschafft Ihnen mehr Flexibilität und Planungssicherheit für Ihre nächste Reise.
 
Was sich noch ab dem 1. Januar 2021 ändert

 

Fahrkarten mit der Bezeichnung “ermäßigt“
Ermäßigte Einzelfahrten, ermäßigte Anschlussfahrten sowie die ermäßigten 4er-Karten werden umbenannt in: Einzelfahrt Kind, Anschlussfahrt Kind und in 4er-Karte Kind. Der Begriff „ermäßigt“ wird für diese Fahrkartenarten nicht mehr eingesetzt. Für Monats- und Wochenkarten wird weiterhin der Begriff „ermäßigte“ Fahrkarte genutzt. Fahrkarten mit Zusatz „Kind“ gelten nur für Kindern von 6 bis einschließlich 14 Jahren sowie für die Hundemitnahme und/oder Gepäckmitnahme.

Mitnahme von E-Tretroller
In den Beförderungsbedingungen Teil B werden die Linienführungen sowie die Mitnahmeregelung für Elektrokleinstfahrzeuge angepasst. Der Typ Segway ist von der Beförderung ausgeschlossen. Zusammengeklappte Elektrokleinstfahrzeuge werden kostenlos befördert. Nicht zusammengeklappte Elektrokleinstfahrzeuge werden wie Fahrräder behandelt.

Einführung der Fahrradkarte MD*
Für die Mitnahme von Fahrrädern in den Verkehrsmitteln der Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbH § Co. KG (MVB) wird zum 01. Januar 2021 die „Fahrradkarte MD*“ eingeführt. Das bedeutet, dass ein Fahrrad nur mit der gültigen „Fahrradkarte MD*“ mitgenommen werden darf. Zeitkartenbesitzer sind von dieser Regel ausgenommen, da für sie die Fahrradmitnahme kostenlos ist. Die Fahrradkarte MD* ist gültig wie die Fahrkarte der Person, die das Fahrrad mitnimmt. Die zeitlich eingeschränkte Mitnahme von Fahrrädern bei der MVB bleibt weiterhin bestehen.

Verbesserte Nutzungsregeln für Schulklassenfahrten
Schulklassen, die mit mehr als 16 gemeinsam Reisenden unterwegs sein wollen, müssen ihr Fahrt spätestens 10 Werktage vor Fahrtantritt bei uns anmelden. Die rechtzeitige Anmeldung wird mit einer Mitnahmegarantie und einer personengenauen Abrechnung belohnt. Schulklassen, die mit weniger als 16 gemeinsam Reisenden unterwegs sind, haben die Möglichkeit, mit der Minigruppen-Tageskarte zu reisen. Eine Minigruppen-Tagesgarte gilt immer für bis max. 5 Personen und muss personalisiert werden. Für die Nutzung von Minigruppen-Tageskarten im Klassenverband dürfen Schulen ab Januar diese mit dem Schulstempel versehen.
Der Verbund hat sich entschieden die Regelungen für die Nutzung der Minigruppen-Tageskarten durch Schulklassen noch weiter zu vereinfachen. Neben den schon existierenden Regelungen wird es auch ausreichend sein, wenn auf jeder Minigruppen-Tageskarte der Schulname und die Schüleranzahl eingetragen werden.


Ausgewogene Preisanpassung

Ab 1. Januar 2021 werden Preise der bestehenden Fahrkarten angepasst. Die Anpassungen finden nicht in allen Preisstufen und nicht bei allen Fahrkarten statt.  Die neuen Preise sind der weiter unten dargestellten Preistabelle zu entnehmen.
Fahrkarten, deren Preise angepasst werden, dürfen noch bis zu 3 Monate nach Beginn der Änderungen (31. März 2021) abgefahren werden.

Übrigens: Da der marego im Dezember 2020 sein 10-jähriges Bestehen feiert, können sich alle Fahrgäste schon jetzt auf weitere nützliche Tarifangebote und Sonderaktionen für das Jahr 2021 freuen. Weitere Informationen erhalten Sie am 12. Dezember 2020.

Quelle: https://marego-verbund.de/aktuelles/detail/gemeinsammobil-neue-fahrkarten-ab-1-januar-2021-fuer-familien-schuelerinnen-und-schueler-und-dem-freizeitverkehr

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Re: Preiserhöhung zum 1. Januar 2021
« Antwort #7 am: 29. Dezember 2020, 06:25:56 »
Ab dem 1. Januar 2021 gelten im ÖPNV im Raum Magdeburg neue Preise

https://www.volksstimme.de/lokal/magdeburg/bus-und-bahn-neue-tickets-und-preisanstieg-in-magdeburg

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Re: Preiserhöhung zum 1. Januar 2021
« Antwort #8 am: 12. Januar 2021, 19:04:30 »
Veröffentlicht vom Fahrgastverband Magdeburg

Fahrpreiserhöhungen bei MVB/ Marego sind in der jetzigen Situation absurd

Der Fahrgastverband Magdeburg e.V. bezeichnet die Fahrpreiserhöhung von MVB und marego zum 01.01.2021 mitten im Corona-Lockdown als völlig absurde Maßnahme. Eine eigentlich erforderliche Reaktion auf die dramatisch gesunkenen Fahrgastzahlen bleibt aus. Im Gegenteil. „Außer den jährlichen ritualhaften Preiserhöhungen haben marego und MVB ihren Fahrgästen - und vor allem denen, die es (wieder) werden könnten - nichts zu bieten.“ sagt Marco Hennings, stellvertretender Vorsitzender. „Anstatt den derzeit ohnehin verunsicherten Fahrgästen des ÖPNV positive Signale und Anreize zur Nutzung von Bus und Bahn zu senden, werden sie durch die Fahrpreiserhöhung noch zusätzlich abgeschreckt“ so Hennings weiter.

Die Folge: immer weniger Fahrgäste müssen immer höhere Fahrpreise bezahlen. Schon in der Vergangenheit und weit vor der Corona-Pandemie haben durch den Rückgang der Fahrgastzahlen die Fahrpreiserhöhungen bei der MVB nicht zu den erhofften Steigerungen bei den Erlösen aus Fahrscheinverkäufen geführt, teilweise sogar  zu einem Rückgang. (Siehe Anlage)
Gerade jetzt in der aktuellen Situation sollte es darum gehen, Fahrgäste die durch Corona-Pandemie ausgestiegen sind, zurückzugewinnen und außerdem noch sehr viel mehr Menschen dazu bewegen, ihr Auto stehen zu lassen. Auch vor diesem Hintergrund erscheint die für den 01.08.2021 geplante und beschlossene Fahrpreiserhöhung als weiteres Stück aus dem Tollhaus.

Vor allem Haushalte, die jeden Euro dreimal umdrehen müssen und sich kein eigenes Auto leisten können, sind auf die MVB angewiesen. Ausgerechnet diese Menschen sind nun auch am meisten von den Fahrpreiserhöhungen betroffen. Aus diesem Grund sind die jetzigen Fahrpreiserhöhungen unsozial. Zudem sind in Magdeburg im bundesweiten Vergleich die ermäßigten Fahrscheine für Kinder und Jugendliche sehr teuer. Gerade deswegen wäre das kostenlose Schülerticket sehr wichtig.
„Einmal mehr scheinen marego und MVB Ideen und Mut zu fehlen, um flexibel auf sich ändernde Gewohnheiten der Fahrgäste zu reagieren. Angebote für Berufspendler, die derzeit oder auch in Zukunft vorwiegend im Homeoffice arbeiten und nur noch an wenigen Tagen im Monat in die Firma müssen, sucht man vergebens.“ sagt Detlef Fred Lasse, stellvertretender Vorsitzender.
Auch die jetzige Wiedereinführung der Mitnahmeregelungen auf den Abo-Karten werden die meisten Fahrgäste nicht überzeugen, wurden diese doch in der Vergangenheit abgeschafft und nun mit einem satten Aufschlag wieder eingeführt. Eine satte Preiserhöhung durch die Hintertür. Einzig die Verbundweite Nutzung der Premium Abo-Monatskarte am Wochenende inkl. Mitnahmeregelungen ist ein wirklich neuer Mehrwert für die Fahrgäste, den sich MVB und Marego aber auch mit einem ordentlichen Aufschlag bezahlen lassen.“ so Lasse weiter.

Die Preiserhöhungen stehen zudem im Widerspruch zu vielen Angebotseinschränkungen, Umleitungen und Baustellen bei der MVB, auch unabhängig von der Corona-Pandemie.

So verkehren vier der Neun Magdeburger Straßenbahnlinien nicht mit einem Vollangebot im 10- Minuten-Takt.
Linie 3: verkehrt nur noch im 20-Minuten-Takt, am Wochenende außer Betrieb. 
Linie 5: verkehrt ohnehin nur im 20-Minuten-Takt, Verstärkerfahrten im Berufsverkehr wurden in den letzten Jahren gestrichen
Linie 8: bis auf wenige Einzelfahrten außer Betrieb
Linie 10: auch Jahre nach dem Hochwasser zwischen Rothensee und Barleber See immer noch kein 10- Minuten-Takt.
Auch auf den Buslinien 69 und 71 fehlen bis heute die Verstärkerfahrten im Berufsverkehr.

Wie erklärt man den Menschen aus Westerhüsen, Salbke, Fermersleben und Buckau, die seit Mitte Dezember nun für das nächste dreiviertel Jahr durch die lange Umleitung über den Sürding ca. 10 Minuten länger zum Hasselbachplatz fahren müssen, die Fahrpreiserhöhung?

Wie den Fahrgästen in Stadtfeld, die durch die Sperrung der Großen Diesdorfer Umwege und öfteres Umsteigen in Kauf nehmen müssen?

„Den Fahrgästen wurde in den letzten Jahren durch permanente Baumaßnahmen und Großbaustellen viel zugemutet. Ein Entgegenkommen der MVB gab es bisher jedoch nicht, weder bei der Verlängerung der Gültigkeitsdauer der Einzelfahrscheine auf 90 Minuten noch bei anderen Dingen, wie dem Wegfall des Richtungsbezuges bei Einzelfahrten“ sagt Tom Bruchholz, Vorsitzender des Fahrgastverbandes Magdeburg e.V.

Zahlen MVB 2015-2019 - Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr 02-2020



Quelle:
« Letzte Änderung: 12. Januar 2021, 19:12:01 von NGT8D »

Offline Brumser

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Re: Preiserhöhung zum 1. Januar 2021
« Antwort #9 am: 16. Januar 2021, 13:38:41 »
Sorry aber dieser Fahrgastverband hat auch den völligen Sinn zur Realität verloren. Die Kostensteigerungen sind doch extrem human. Die sollen sich mal errechnen lassen was die ganzen Corona Reinigungsmaßnahmen den Unternehmen kosten. Zusätzlich sollten sie auch mal die erhöhten Fix Kosten sehen. Strom, Personal und auch der neue CO2 Zuschlag. Aber dafür sind sie halt Betriebswirtschaftlich nicht in der Lage.

Offline ex-magdeburger

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Re: Preiserhöhung zum 1. Januar 2021
« Antwort #10 am: 16. Januar 2021, 23:33:09 »
Ich finde man muss differenzieren:

1) Ja, die Verlautbarungen des Fahrgastverbandes sind mir zu polemisch. Nur: Ohne Polemik dringt man oft nicht durch. Besonders nicht in einer Stadt wie Magdeburg, die ich als sehr nörgelig wahrnehme.
2) Zwar sind die Fahrpreis"anpassungen" in meinem Erwartungswert... (ich wählte vor Monaten den Begriff moderat)
3) ...Allerdings habe ich vor einiger Zeit eine Statistik gelesen, das in einem definierten Zeitraum (ich meine es handeltete sich um die Zeit von 2000 bis 2019) die Fahrpreise im ÖPNV Deutschlandweit deutlich mehr angestiegen sind als die Benzinpreise und auch die Inflation. So ist der Einzelfahrscheinen jetzt um 4,5% gestiegen. Da sind wir erst, wenn wir die Inflationsraten von 2017, 2018 und 2019 zusammenrechnen. Ich weiß leider nicht nicht, wann in Magdeburg das letzte mal ein Einzelticket erhöht wurde, wenn es 2017 war würde das passen. 2018 schon nicht mehr.
Nur weil die Preiserhöhungen nicht ganz so üppig sind, wie ich es erwarte (weil ich aus den vergangenen 20 Jahren nicht anders kenne), muss das nicht richtig sein.
4) Die städtischen Zuwendungen sind über einen längeren Zeitraum abgeschmolzen wurden. (Grüße gehen raus an OB Trümper und Finanzdezernent + MVB-Aufsichtsratschef Zimmermann...) Das die MVB aktuell mehr bekommt, ist einzig und allein den Bauprojekten zu verdanken. Es ist auch an der Stadt zu sagen, das man keine Erhöhung möchte. In Leipzig hat das vor ein oder zwei Jahren ja auch geklappt. Da von Seiten des Stadtrates gern Marego und die anderen Verkehrsunternehmen vorgeschoben werden (man müsse diese dann auch bezahlen und nicht nur die MVB): Die Vorzeichen sind in Leipzig auch nicht anders und da hat man es trotzdem gemacht. Letzten Endes sind Fahrpreiserhöhungen auch immer politische Entscheidungen, die Kommunalpolitik duckt sich aber - nicht nur in Magdeburg - zu gern weg und schiebt den schwarzen Peter an die Unternehmen/Verbünde weiter.
5) Die Fakten zum Angebot stimmen durchaus. Wobei: Zu bestimmten Zeiten ist die 5 zum Herrenkrug gefahren um die Fachhochschule anzubinden, dieses Detail wurde gar nicht erwähnt... Der Takt auf den Buslinien wurde seinerzeit wegen "einer hohen Zahl Langzeiterkrankter" reduziert. Die MVB hüllt da mittlerweile gern den Mantel des Schweigens drüber, ohne Fahrgastverband hätte ich das bestimmt auch schon wieder vergessen. Mal abgesehen davon das ich eine Taktreduzierung kurz und mittelfristig akzeptiere, nicht aber über Jahre hinweg...
6) Was mich tatsächlich nervt ist das rumgeweine von/aus/über Südost. Klar, die Baustellen könnten schneller gehen (was ich natürlich von meiner Couch immer leicht schreiben kann...), allerdings muss es Bauarbeiten geben. Ein Magdeburg Jahrelang ohne Baustellen würde bei mir großes Unbehagen hervorrufen.

Zusammengefasst: Der Fahrgastverband poltert sicher. Nur: Er hat alles in allem Recht.

 

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