Autor Thema: Magdeburger Fahrgastverband  (Gelesen 14405 mal)

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Re: Magdeburger Fahrgastverband
« Antwort #45 am: 17. Februar 2021, 21:32:59 »
Veröffentlicht vom Fahrgastverband Magdeburg

Mehr Bahnen für mehr Abstand. Dieser Forderung schließen wir uns an und hoffen, die Stadträte stimmen im Sinne der Gesundheit der Fahrgäste dem Antrag zu. Auch bei uns sind dazu in den letzten Wochen Beschwerden von Fahrgästen dazu eingegangen. Auch der fehlende Nachtanschluss um 2:15 Uhr ab dem alten Markt stellt etliche Fahrgäste vor Probleme, vor allem dann, wenn sie pünktlich um 3:30 oder 4:00 Uhr auf Arbeit sein müssen.



Quelle: https://www.facebook.com/fahrgastverbandmd/photos/a.858598074247792/3633241273450111/

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Re: Magdeburger Fahrgastverband
« Antwort #46 am: 19. Februar 2021, 06:42:26 »
Veröffentlicht vom Fahrgastverband Magdeburg

Die MVB wurde in den letzten Jahren kaputtgespart. Die Folgen machen sich seit Jahren an allen Stellen bemerkbar: zu wenig Fahrzeuge, zu wenig Personal, das Bestandsnetz wird sträflich vernachlässigt. Für Kenner der MVB nichts Neues. Die Fahrgäste haben es hier geschrieben, auch wir haben es immer wieder thematisiert. Nur wollte es von der Stadt keiner hören. Danke an den Betriebsrat, der nun Klartext redet. Einige Aussagen hätten jedoch viel früher kommen müssen - und zwar von der Geschäftsführung der MVB an die Adresse des OB´s, des Aufsichtsrates und an die Stadträte. Magdeburg wird für (s)einen modernen ÖPNV viel Geld in die Hand nehmen müssen, auch um den Anschluss gegenüber anderen Städten nicht zu verlieren



Quelle: https://www.facebook.com/fahrgastverbandmd/photos/a.858598074247792/3635823289858576

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Re: Magdeburger Fahrgastverband
« Antwort #47 am: 19. Februar 2021, 11:24:42 »
Alle wichtigen Entscheidungen in der Stadt seit 1990 sind gegen oder zumindest ohne die Grünen gefallen. Ich kann dieses galligen Unterton gegen die Forderung nicht verstehen. Im Antrag der Grünen (https://ratsinfo.magdeburg.de/vo0050.asp?__kvonr=235422) wird nicht einmal das Wort 10-Minuten-Takt erwähnt. Es geht einzig darum Verstärker in der HVZ zu fahren. Wenn ein 10-Minuten-Takt aus nachvollziehbaren Gründen nicht geht, dann dürften zumindest Einzelfahrten möglich sein um die am stärksten ausgelasteten Fahrten zu entlasten. Das Verstärker möglich sein müssten, das erwarte ich beim derzeitigen 15-Minuten-Takt allerdings! Der Betriebsrat müsste nach meinem Verständnis nach mithelfen das umzusetzen und nicht etwa blockieren.
Zumal: Wie ich gehört habe ist die MVB derzeit in Kurzarbeit. Es kann doch nicht sein, dass die Kollegen in Kurzarbeit sind aber der Betriebsrat sich gegen Mehrarbeit für die Kollegen wehrt. Und wenn die Fahrzeugflotte der Engpass ist: Verstärker können auch problemlos mit dem Tatra gefahren werden. Die sind meines Wissens nicht draußen...

Im übrigen finde ich der Fahrgastverband hat recht. Aber wie das immer so ist: Keiner mag Klugscheißer, erst recht nicht, wenn die (fast) immer recht haben.
Ja, der Fahrgastverband nervt, aber er hat eben auch oft recht. Wie ich finde deutlich zu oft.

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Re: Magdeburger Fahrgastverband
« Antwort #48 am: 29. Juni 2021, 22:04:23 »
Live-Talk mit Magdeburgs unabhängiger Bundetagsdirektkandidatin Franka Kretschmer mit Tom Buchholz, vom Fahrgastverband Magdeburg, zu dem Thema "ÖPNV für Alle". Was muss geschehen, damit der ÖPNV fairer und umweltfreundlicher werden kann?



https://fb.watch/6rdHPXYgFN/
« Letzte Änderung: 29. Juni 2021, 22:07:20 von NGT8D »

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Re: Magdeburger Fahrgastverband
« Antwort #49 am: 30. September 2021, 21:43:34 »
Mit großer Sorge haben wir den Brief des Betriebsrates an OB und die Stadträte zur Kenntnis genommen. Die Einstellung des Straßenbahnbetriebes ab 16.10.2021 muss unbedingt verhindert werden.

Dass der Betriebsrat nun zu diesem Mittel greift und an die Öffentlichkeit geht, macht die Situation der Bus- und Bahnfahrer bei der MVB deutlich. Es wäre jedoch falsch zu glauben, es betrifft nur das Fahrpersonal. Die Belastungen beim Werkstattpersonal und in anderen Bereichen der MVB sind ähnlich hoch.

Seit Jahren lastet ein enormer Kostendruck seitens der Stadtverwaltung auf der MVB. Auch die Fahrgäste spüren das seit Jahren und müssen immer wieder Ausfälle, Verspätungen und Angebotseinschränkungen hinnehmen. Die vielen Beschwerden der Fahrgäste dazu, die uns in der Vergangenheit erreichten, unterstreichen das.

Die geschilderte Situation ist allen, die sich mit ÖPNV beschäftigen, seit Jahren so auch bekannt. Die von verschiedenen Seiten geäußerte Kritik an der unzureichenden Finanzierung der MVB und des ÖPNV in Magdeburg und den daraus resultierenden Folgen wollten jedoch weder die MVB noch die Stadtverwaltung hören. Auch Kritik von Fahrgästen zu Ausfällen, Verspätungen und Angebotseinschränkungen wurde meistens abgewiegelt.

Das Fahrpersonal der MVB ist zu allen Tages- und Nachtzeiten und bei Wind und Wetter mit Bus und Bahn für die Fahrgäste unterwegs. Dieser herausfordernden Arbeit zollen wir enormen Respekt. Den Kostendruck ausgerechnet auf dem Rücken der Fahrer auszutragen ist unverantwortlich und gefährdet zudem die Sicherheit der Fahrgäste.

Das Fahrpersonal braucht gute Arbeitsbedingungen, ausreichend Ruhe- und Pausenzeiten sowie geregelte und verlässliche Dienstpläne.
Der Fahrgastverband Magdeburg hat in der Vergangenheit mehrfach gefordert, die Planstellen beim Fahrpersonal zu erhöhen. Das muss nun schnellstens umgesetzt werden.

Die Forderung des Betriebsrates nach funktionierenden Vorrangschaltungen für Bus und Bahn unterstützen wir ausdrücklich. Damit können sowohl Fahrzeiten reduziert als auch die Wendezeiten an den Endstellen verlängert werden, was wiederum die Pausenzeiten der Fahrer erhöht.

Für Verwunderung sorgt bei uns als Fahrgastverband immer wieder, dass das Management der MVB den Spardruck ungefiltert an seine Mitarbeiter weitergibt. In einem guten Unternehmen kann man erwarten, dass die Geschäftsführung sich vor die Belegschaft stellt und den Verantwortlichen in der Verwaltung und dem Aufsichtsrat klar macht, dass die jetzigen finanziellen Zuweisungen nicht ausreichend sind, um einen sicheren, modernen und zukunftsorientierten ÖPNV zu gewährleisten.

Die MVB ist mit ihrer Devise „Mit möglichst wenig Geld möglichst viel Leistung anzubieten“, gescheitert.

Die Mehrheit der Stadträte hat in den vergangenen Jahren das Thema ÖPNV nicht ernst genommen und der MVB im städtischen Haushaltsplan nicht ausreichend finanzielle Mittel zugewiesen.

Der Fahrgastverband Magdeburg e.V. betont an dieser Stelle erneut, dass ein moderner, fahrgastfreundlicher und klimagerechter ÖPNV vor allem eine Frage des politischen Willens ist. Wir fordern Stadtrat und Verwaltung dazu auf, der MVB ausreichend finanzielle und personelle Ressourcen bereitzustellen, um diese Zukunftsaufgabe zu bewältigen.



Quelle: https://www.facebook.com/fahrgastverbandmd/photos/a.858598074247792/4281805255260373/

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Re: Magdeburger Fahrgastverband
« Antwort #50 am: 07. Oktober 2021, 21:55:43 »
Betriebsrat und Geschäftsführung einigen sich:
Straßenbahnen und Busse fahren weiter in Magdeburg




Die Straßenbahnen und Busse werden weiterhin, wie gewohnt, fahren. Der Betriebsrat der MVB hat den Dienstplänen der Fahrerinnen und Fahrer zugestimmt.

Fahrgäste in Magdeburg können sich weiterhin auf uns verlassen. Die Straßenbahnen und Busse werden wie gewohnt weiterfahren. Zu Verwirrung kam es, weil durch Medienberichte suggeriert wurde, dass ab 16. Oktober ein Stillstand drohen würde, da der Betriebsrat der MVB neue Dienstpläne nicht genehmigt hat. Grundsätzlich ist dies richtig, jedoch ist die Genehmigung oder Ablehnung von Dienstplänen ein normaler, fast alltäglicher Prozess, bei dem Geschäftsführung und Betriebsrat in gemeinsame Gespräche eintreten und nach Lösungen im Sinne der Belegschaft suchen. So ist es auch dieses Mal geschehen, sodass nun ein genehmigter neuer Dienstplan vorliegt.

Gespräch am runden Tisch des Baubeigeordneten

Grund für die Ablehnung waren verkehrliche Probleme im Stadtgebiet, resultierend vor allem aus einer Vielzahl an Baustellen und unzureichenden Bevorrechtigungen für Bahnen und Busse an Ampelkreuzungen, die zu Verspätungen und damit zu Stress bei den Fahrerinnen und Fahrern führen. „Bei einem runden Tisch beim Beigeordneten für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr Jörg Rehbaum wurden die Probleme erörtert und gemeinsam mit der Stadtverwaltung nach kurz- und mittelfristigen Lösungen gesucht. Ich bin zuversichtlich, dass wir eine Verbesserung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie auch für unsere Fahrgäste erreichen werden“, berichtet MVB-Geschäftsführerin Birgit Münster-Rendel. So sollen u. a. die Ampelschaltungen und die Baustellenkoordination verbessert werden.

MVB-Betriebsratsvorsitzender Jens Wagner zeigte sich nach dem Gespräch am runden Tisch erfreut: „Dies ist ein erster Erfolg für unserer Fahrpersonale, aber auch unserer Fahrgäste. Wir müssen nach der Corona-Krise sowie im Sinne der Verkehrswende um jeden Fahrgast kämpfen. Bessere Ampelschaltungen werden für mehr Pünktlichkeit sorgen und uns dabei helfen, mehr Menschen zum Umstieg zu bewegen. Gleichzeitig erhoffe ich mir eine Entlastung für meine Kolleginnen und Kollegen. Der Gesprächsfaden darf jetzt nicht abreißen, denn es profitieren alle davon“.

Fahrplanänderung für Linie 6

Noch nicht abschließend gelöst, ist das Verspätungsproblem auf der Straßenbahnlinie 6. Hier wirken eine Vielzahl von Faktoren auf die Pünktlichkeit ein. An vielen Kreuzungen geht wertvolle Zeit verloren, hinzu kommt eine notwendige Langsamfahrstelle im Bereich Bahnhof Herrenkrug nach einem Wasserrohrbruch. Diese führt ebenfalls zu Zeitverlust. „Die Langsamfahrstelle kann erst beseitigt werden, wenn dieser Bereich neu gebaut wird. Aktuell bereiten wir die Ausschreibung für die Bauleistung vor. Um die Pünktlichkeit zu erhöhen, wird ab 23. Oktober tagsüber nur noch jede zweite Bahn der Linie 6 in den Herrenkrug fahren. Dies kann und wird jedoch keine Dauerlösung sein“, sagt Birgit Münster-Rendel. Somit endet jede zweite Fahrt der Linie 6 bereits am Messegelände und zwischen Messegelände und Herrenkrug wird ein durchgehender 20-Minuten-Takt angeboten.

Fahrpersonale

Bei der MVB sind aktuell 292 Straßenbahnfahrerinnen und –fahrer sowie 86 Busfahrerinnen und -fahrer angestellt. Dabei stellt die MVB kontinuierlich neues Personal ein und erhöht so die Fahrpersonaldecke. So waren 2017 nur 256 Straßenbahnfahrerinnen und –fahrer und 80 Busfahrerinnen und –fahrer tätig.

Quelle: https://www.mvbnet.de/betriebsrat-und-geschaeftsfuehrung-einigen-sich-strassenbahnen-und-busse-fahren-weiter-in-magdeburg/

 

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