Autor Thema: MVB auf den Winter gut vorbereitet ???  (Gelesen 8605 mal)

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Re: MVB auf den Winter gut vorbereitet ???
« Antwort #61 am: 17. Februar 2021, 14:45:38 »
Ich erlaube mir meine Anmerkungen aus dem Gelben Forum hier einzustellen (leicht modifiziert, da ich die Punkte der Debatte mit einarbeite, außerdem muss ich hier nicht erwähnen das ich mich auf Magdeburg beziehe, da das sich aus der Logik des Forums ergibt. Außerdem konnte ich ein paar Rechtschreibfehler auch noch verbessern :) ):

  • Ob ein früheres einsetzen der beiden Räumstraßenbahnen so viel gebracht hätte, wenn das Problem Schneeverwehungen sind, bin ich mir nicht so sicher. Ich erlaube mir die Aussage der Fahrerin durchaus anzuzweifeln.
  • Der Innsbrucker Bürgermeister sagte, das ÖPNV oberste Priorität haben muss. Genau das war bei uns ein Teil des Problems: Teilweise war es so, dass der Schnee von der Straße aufs Gleis geschoben wurde. Der ÖPNV hat seitens der Stadtverwaltung nicht die Priorität die ich mir wünschen würde. Das zeigt sich nicht nur beim Winterdienst.
  • Das bemängelt wird, dass keine Nebenstraßen geräumt wurde, ist eine typisch deutsche Haltung. Wenn alle Fußwege, Radwege und Haltestellen, für die die Stadt zuständig ist geräumt sind, kann man den Anfangen die Nebenstraßen zu räumen. Aber auch erst dann. Eine Aussage "Wir räumen die Radwege nicht, die Leute sollen bei dem Wetter doch bitteschön nicht mit dem Rad fahren", wie sie konkret in Magdeburg getätigt wurde finde ich unangemessen. Auch wenn ich selbst, bei den Temperaturen nicht aufs Rad steige...
    Ich finde Radverkehr ist Partner des ÖPNV, nicht Gegner, daher habe ich kein Problem damit, wenn die Radfahrer auch zu ihrem Recht kommen, sorfern sie sich denn bei Minusgraden raus trauen.
  • Das der Chef der Winterdienstfahrzeugelobby sagt, die Städte kaufen zu wenig Winterdienstfahrzeuge, ist jetzt keine Erkenntnis, die mich vom Hocker haut.
  • Das man im Vorfeld Züge absagt, verbuche ich unter dem Sprichwort "Wie man's macht man macht es verkehrt." Bei in der Pampa liegengeblieben Zügen, gäbe es auch negative Berichterstattung. Wahrscheinlich sogar in noch größerem Umfang.
  • Das erstmals die alten Stecken räumt, auf denen auch Regionalzüge fahren finde ich richtig. Es wird bei einem plötzlichen Wintereinbruch immer eine Priorisierung geben müssen.
  • Die bei den Aufnahmen vom Schneepflug auf der SFS (wie gesagt, ich finde es richtig, dass die nicht ganz oben in der Prioritätenliste ist) ist sowohl hinten als auch vorn kein Schnee. Daher hätte man sich die polemische Frage warum der nicht schon vorher gefahren ist, sparen können.
  • Der Bericht nennt als Positivbeispiel Länder grundsätzlich strengere Winter/mehr Schnee oder beides haben. Natürlich läuft es da besser, weil die auch einfach mehr Routine haben. Meine persönliche Erinnerung an den Winter 2009/2010 ist nur noch minimal vorhanden, wenn überhaupt. Das mag natürlich bei Unternehmen anders sein, dennoch macht es aber schon etwas aus, ob man einmal in 10 Jahren oder 10x in einem Jahr 40 cm Neuschnee hat. Eine Routine kann bei ersterem kaum bis gar nicht entstehen.
  • Mag sein, dass die DR in der DDR 20000 Leute im Winterdienst hatte, aber auch die konnten 1978 nichts ausrichten, darauf wurde nicht mal mit einem Halbsatz erinnert.
Fazit: Mir ist da zu viel zu viel Polemik in dem Bericht.

Ich bin mir sogar sicher das es durchaus Verbesserungspotenzial - im Winterdienst für Schienengebundene Verkehrsmittel - gibt. Der Bericht hat mich aber mal so gar nicht abgeholt...

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Re: MVB auf den Winter gut vorbereitet ???
« Antwort #62 am: 17. Februar 2021, 16:53:43 »
Straßenbahnlinien 2, 5 und 9 verkehren wieder in der Innenstadt

Seit 3.30 Uhr rollt der Straßenbahnverkehr wieder im Normalzustand. Der Breite Weg Südabschnitt ist wieder befahrbar. Die Straßenbahnlinien 2, 5, und 9 können in der Innenstadt wieder wie gewohnt fahren.

Im Nachtverkehr wird ab der Nacht von Donnerstag zu Freitag die Nachtlinie N2 wieder als Bus verkehren. Die Linien N1 und N8 sind planmäßig als Straßenbahn unterwegs.

Pandemiebedingt gilt im gesamten Netz bis mindestens 26. Februar der Ferienfahrplan. Im Nachtverkehr wird ein Stundentakt, mit Ausnahme der 2-Uhr-Stunde, angeboten.



Quelle: https://136165.seu2.cleverreach.com/m/12542523/1488156-0e0c8b4c14174067abc42e57a3ad7bdb6fb007e683fbcd7b7fe54a8abbf50c580f7cc6f55d924eeb527244de07c2d5eb

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Re: MVB auf den Winter gut vorbereitet ???
« Antwort #63 am: 31. Mai 2021, 05:38:29 »
Winterchaos Straßenbahn Magdeburg Teil 1


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Re: MVB auf den Winter gut vorbereitet ???
« Antwort #64 am: 06. Juni 2021, 18:16:27 »
Winterchaos Straßenbahn Magdeburg Teil 2


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Re: MVB auf den Winter gut vorbereitet ???
« Antwort #65 am: 15. November 2021, 16:03:08 »
Stadt und MVB: Gemeinsame Übung in Vorbereitung auf den Winter: Schneepflüge im Einsatz



Der Winterdienst der Landeshauptstadt Magdeburg und der Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbH & Co. KG (MVB) ist für die kommende Winterperiode gerüstet. Mehrere Schneepflüge und Spezialfahrzeuge sollen für freie Straßen und Schienen sorgen. Bei einer Übung wurde die gemeinsame Räumung erprobt.

Für die Beräumung von Schnee und Eis sehen sich Landeshauptstadt und Verkehrsbetriebe gut gerüstet. Aus den Erfahrungen der außergewöhnlichen Wintersituation im Februar 2021 hat man aber gelernt: „Im Nachgang haben wir gesehen, an welchen Stellschrauben wir drehen müssen, um die Beräumung der Straßen effizienter zu gestalten“, sagt Andreas Stegemann, Leiter des städtischen Winterdienstes. Das Hauptstraßennetz soll künftig gemeinsam im Verband durch Landeshauptstadt und MVB geräumt werden. Die schienengebundenen Schneepflüge der MVB und die Schneepflüge der Stadt fahren dann gemeinsam nebeneinander, um den Schnee von Schiene und Straße zu räumen. „So wollen wir vermeiden, dass wir uns gegenseitig die Arbeit erschweren und der Schnee nur hin- und hergeschoben wird“, erklärt Michael Fürste, Betriebsleiter der MVB.
Das neue Räumkonzept wurde am Freitag bei einem gemeinsamen Termin in Rothensee erprobt. Mit der praktischen Übung sollen vor allem Erfahrungen gesammelt werden.

Hintergründe zum Winterdienst

Die Landeshauptstadt Magdeburg und die beauftragten Fremdfirmen sorgen bei Schnee und Eis mit insgesamt 20 großen Räum- und Streufahrzeugen für die Befahrbarkeit des Hauptstraßennetzes und die Erreichbarkeit wichtiger öffentlicher Einrichtungen, wie Schulen und Kindertagesstätten. „Bei starken und anhaltenden Schneefällen müssen wir uns zunächst auf den gesetzlich geforderten Winterdienst auf verkehrswichtigen Straßen, wie Haupt-, Europa- und Bundesstraßen sowie den öffentlichen Personennahverkehr konzentrieren. Der Winterdienst auf nachrangigen Straßen kann erst geleistet werden, wenn es die Kapazitäten zulassen“, so der Leiter des städtischen Winterdienstes Andreas Stegemann.

Das Hauptaugenmerk der MVB liegt auf der Betriebsfähigkeit des Straßenbahnnetzes. Insgesamt 138 km Gleise müssen schneefrei gehalten werden. Dazu stehen zwei schienengebundene Schneepflüge bereit, die über hydraulische Räumschilder verfügen. Dazu wurden in den eigenen Werkstätten ehemalige Tatra-Bahnen umgebaut.  
„Speziell geschulte Kolleginnen und Kollegen steuern in Zweier-Teams diese Wagen“, erklärt MVB-Betriebsleiter Michael Fürste. Insgesamt 40 Mitarbeitende sind dafür eingewiesen. Sie steuern aber auch weitere Fahrzeuge.







Um ein Einfrieren der Oberleitungen zu verhindern, ist eine Spezialstraßenbahn vorgesehen. Sie verfügt über einen speziellen Stromabnehmer, der die Oberleitung mit einem Glycerin-Gemisch einschmieren kann und so ein Einfrieren verhindern soll. Dies funktioniert jedoch nur bei Trockenheit, bei starkem Niederschlag wird das Gemisch abgewaschen. Zusätzlich sind zwei sogenannte „Freifahrttraktionen“ einsatzfähig. Das sind zwei Zuggarnituren, ebenfalls der Bauart Tatra zugehörig, die durch das Befahren des Streckennetzes einen sicheren Betrieb gewährleisten sollen. Sollte die Oberleitung trotz der Vorkehrungen mit einem Eispanzer ummantelt sein, so können diese Wagen mit einer Kratzleiste ausgerüstet werden.

Vollautomatisch läuft hingegen die Bereinigung der Straßenbahnweichen. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt schalten sich vorsorglich die 279 verbauten Weichenheizungen ein, um die Funktionsfähigkeit der Weichen auch bei Schnee und Glätte gewährleisten zu können.

Nicht minder wichtig ist auch die Beräumung und Zugänglichkeit der Haltestellen, damit Fahrgäste sicher in Bus und Bahn ein- und aussteigen können. „Wir müssen die Sicherheit an über 300 Haltestellen gewährleisten. Dazu sind wir mit unseren eigenen Mitarbeitern und mit der Unterstützung von Fremdfirmen im Einsatz“, so Michael Fürste. Über 50 Mitarbeitende der MVB beräumen die Haltestellen, dazu kommen weitere Arbeitskräfte von insgesamt drei Fremdfirmen. 40 Tonnen Streugut hat die MVB für diese Winterperiode eingelagert.

Die städtischen Streusalzreserven sind bereits entsprechend der Verkehrssicherungspflicht aufgefüllt worden und ungleich höher. Zur Verfügung stehen insgesamt 2.300 Tonnen Salz für die Straßen und 400 Tonnen Splitt zum Abstumpfen jener Gehwege, für die die Stadt verantwortlich ist. Je nach Witterungsverhältnissen können bei Bedarf die Reserven auch noch aufgestockt werden. Bei besonderen Ereignissen oder extremen Wetterbedingungen wird die Koordinierungsgruppe Winterdienst einberufen, die besondere Maßnahmen, zum Beispiel die Schneeabfuhr aus dem Stadtzentrum oder den zusätzlichen Einsatz von kleiner Winterdiensttechnik in Nebenstraßen, festlegt.

Der letzte Winter zeigte, dass trotz aller Vorkehrungen und Vorhaltung entsprechender Technik nicht immer ein Straßenbahnbetrieb gewährleistet werden konnte. „Wir versichern, dass wir alles in unserer Machtstehende tun, um den Verkehr aufrechterhalten zu können. Jede Frau und jeder Mann sind dafür im Einsatz. Bei außergewöhnlichen Winterereignissen wie im Februar 2021, können wir aber auch an Grenzen stoßen“, erklärt Michael Fürste.

Quelle: https://www.mvbnet.de/stadt-und-mvb-gemeinsame-uebung-in-vorbereitung-auf-den-winter-schneepfluege-im-einsatz/

 

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