Autor Thema: MVB-Fahrtenschreiber - MVB Ausbildungsblog  (Gelesen 12379 mal)

Offline Ditmar

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Re: MVB-Fahrtenschreiber - MVB Ausbildungsblog
« Antwort #45 am: 24. Januar 2022, 01:06:26 »
M.M.n. müßten es noch zwei B6 sein, oder habe ich was verpaßt?

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Re: MVB-Fahrtenschreiber - MVB Ausbildungsblog
« Antwort #46 am: 24. Januar 2022, 11:20:50 »
M.M.n. müßten es noch zwei B6 sein, oder habe ich was verpaßt?

Ist im Blog auch schon auf "zwei Beiwagen" korrigiert...

Offline NGT8D

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Re: MVB-Fahrtenschreiber - MVB Ausbildungsblog
« Antwort #47 am: 18. Februar 2022, 15:54:16 »
Weshalb die MVB im 15-Minuten-Takt fahren

Auch für mich ist es als Fahrgast eine Umstellung, wenn die Straßenbahn nicht mehr alle 10 Minuten an „meiner“ Haltestelle abfährt. Doch der Ferienplan im 15-Minuten-Takt ist für die MVB ein Schritt nach vorn. Ja, richtig gelesen! Denn durch die Einführung dieses Fahrplans können wir als Verkehrsbetriebe die Zuverlässigkeit für unsere Fahrgäste aufrecht erhalten, in dem Ausfälle weitestgehend vermieden werden.

Aktuell hat vermutlich jedes Unternehmen mit den Folgen der Corona-Pandemie zu tun. So fallen vermehrt Mitarbeitende durch Krankheit, Kinderbetreuung oder Quarantäne aus, Prozessabläufe müssen an die behördlichen Auflagen angepasst werden und gleichzeitig treten immer neue Veränderungen auf. Das trifft auch auf uns als Nahverkehrsunternehmen zu, weshalb es einen „Plan B“ braucht, um auf so eine besondere Situation wie die Pandemie zu reagieren.



Diesen Plan B gibt es tatsächlich nicht erst seit dem „Coronajahr“ 2020, sondern bereits seit 11 Jahren. Entwickelt wurde er 11 Jahre zuvor, während der Influenzapandemie 2009, die vielen noch unter dem Namen „Schweinegrippe“ in Erinnerung sein dürfte. Damals überlegte man sich einen Handlungsleitfaden, der genau festgelegt hat, wie zum Beispiel mit einer außergewöhnlichen Verringerung des Personalbestandes durch die Ausbreitung einer Krankheit umgegangen werden sollte. Und genau dieser Leitfaden konnte nun in angepasster Form angewendet werden. Natürlich gilt er in allen Bereichen der MVB, wenngleich sich die Auswirkungen für unsere Fahrgäste am ehesten an den Abfahrtszeiten bemerkbar machen: „Ab dem 14. Februar verkehren die Busse und Bahnen nach dem Ferienfahrplan„, konnte man als Fahrgast an den digitalen Informationstafeln lesen. Ein notwendiger Schritt zur Vermeidung von unerwarteten Ausfällen. Denn nicht nur im für unsere Kundinnen und Kunden sichtbaren Bereich ergeben sich deutliche Veränderungen, auch in den Werkstätten sind die Folgen der Pandemie spürbar.


Sascha Zimmermann


Teresa Reichert


Stefan Koster

Da beispielsweise unsere Straßenbahnen alle zwei Wochen zur Durchsicht auf die Arbeitsgrube im Betriebshof müssen, damit sie in den Fahrgastbetrieb dürfen, ist eine einsatzbereite Werkstatt sehr wichtig. Kommt nun die pandemiebedingte Personalsituation hinzu, verringert sich zum Beispiel der Fahrzeugdurchsatz. Die Bearbeitungszeiten erhöhen sich und so würden im 10-Minuten-Takt unter Umständen nicht genug Bahnen zur Verfügung stehen. Denn neben diesen „kleinen“ Arbeiten laufen auch größere Projekte parallel, wie die fristgemäße Hauptuntersuchung oder etwa der Einbau neuer Fahrzeugkomponenten.


Marvin Dietrich

So trägt der Ferienfahrplan dazu bei, unser Angebot stabil zu halten und somit für unsere Fahrgäste besser planbar zu machen. Schließlich mag niemand gern im kalten Wind stehen gelassen werden, weil der Bus oder die Bahn spontan nicht fahren kann. Und noch ein Vorteil ergibt sich aus dem reduzierten Fahrzeugbedarf: In den Ferien verkehren ausschließlich Niederflurwagen im Streckennetz.

Auf ganz bald!
Johannes

Quelle: https://www.mvb-fahrtenschreiber.de/2022/02/18/pandemiefahrplan/

Offline NGT8D

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Re: MVB-Fahrtenschreiber - MVB Ausbildungsblog
« Antwort #48 am: 04. April 2022, 16:01:18 »
Geht nicht auf die Straße: die Auslege-Rampe der Tram

An vielen Stellen im Netz der MVB öffnen sich die Fahrzeugtüren nicht vor einem Bahnsteig, sondern einfach auf der Straße. Zwar ist der barrierefreie Ausbau der Haltestellen beschlossene Sache, doch die vollständige Umsetzung wird noch eine Weile dauern.
Als Hilfsmittel wird häufig die in den Straßenbahnen mitgeführte Klapprampe genannt, um Menschen mit Rollstuhl den Zugang in die Bimmel zu erleichtern. Doch diese Rampe hat eine ganz andere Aufgabe, denn sie wurde als sogenannte Auslegerampe zur Überbrückung des Bahnsteigspaltes konzipiert. So kann sie von den Fahrerinnen und Fahrern ausgelegt werden, wenn der Abstand zwischen Wagen und Bahnsteigkante zu groß ist, oder aber der Höhenunterschied ein sicheres Zusteigen von Rollstuhlfahrenden nicht zulässt.

Im Regelfall läuft das so: In den Haltestellen mit Bahnsteig befindet sich im vorderen Bereich, also da, wo der Kopf der Tram zum Stehen kommt, ein Piktogramm im Boden. Es zeigt einen Rollstuhl und markiert die Halteposition der 2. Straßenbahntür. Dort ist die Rampe untergebracht.

Möchte nun ein Rollifahrer die Straßenbahn nutzen, stellt er sich dort auf und gibt bei der Einfahrt des Wagens der Straßenbahnfahrerin ein Handzeichen. In der Folge betätigt der Rollstuhlfahrer den „Kinderwagen“-Taster an der Tür, die daraufhin geöffnet bleibt. Unsere Fahrerin steigt nun aus, fragt nach dem Reiseziel des Kunden und legt die Spaltüberbrückung für den Zustieg aus.

Bei Haltestellen auf der Fahrbahn ist das anders. Würde dort die Spaltüberbrückung auslegen werden, wäre sie zum einen viel zu steil, zum anderen wäre eine sichere Nutzung nicht möglich, da diese gar nicht im Fahrzeugboden verriegelt. Das habe ich für euch mal an der Endstelle ausprobiert und auf Fotos festgehalten.


Passt nicht: Die Klapprampe ist nicht zum Anlegen auf der Fahrbahn konzipiert.


Von der Straße aus sind 30 cm bis zum Boden der Straßenbahn zu überwinden.


Die Verrigelung rastet nicht ein, somit ist kein sicheres Ein- und Aussteigen möglich


Ohne Verrigelung verrutscht die Rampe leicht. Im schlimmsten Fall bestünde Sturzgefahr.


Unüberwindbar: Die Rampe liegt zu steil an. Hier kann kein Rollstuhl rollen.

„Könnte man die Rampen, wie sie es in den Bussen gibt, nicht nachrüsten?“
Rein theoretisch wäre das möglich, die Details dazu erklärt Frank Rathsack, Abteilungsleiter Technik der MVB: „Bei einer solchen Nachrüstung muss eine sogenannte Kassette verbaut werden. Dafür wäre ein Umbau des Fußbodens im Türbereich notwendig. Unter Umständen wird dabei die Statik des Wagenkastens verändert, wodurch für die Zulassung ein erneuter Nachweis der statischen und dynamischen Festigkeit der Fahrzeuge erbracht werden muss. Weiterhin muss zwingend auf die Einhaltung der vorhandenen Maße geachtet werden, denn die Einstiegshöhe von 300 mm darf nicht überschritten werden.“ Was in der Theorie ganz einfach klingt, ist in der Umsetzung weitaus komplizierter. Dazu kommt, dass die Kosten für einen Umbau gedeckt sein müssen, denn allein mit den Erlösen aus dem Fahrscheinverkauf gelingt das nicht. So bleibt wie bisher nur die Nutzung der Auslegerampen an Bahnsteigen.

Gute Aussichten

In Zukunft wird es jedoch Abhilfe geben, denn die in der Beschaffung befindlichen neuen Straßenbahnen werden sogar zwei Klapprampen besitzen. So kann ein barrierearmer Zustieg sowohl an der zweiten, als auch an der vierten Tür erfolgen. Diese Bahnen werden voraussichtlich ab 2024 durch Magdeburg rollen.

Bis zum nächsten Mal!
Johannes

Quelle: https://www.mvb-fahrtenschreiber.de/2022/04/04/klapprampe_tram/

Offline NGT8D

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Re: MVB-Fahrtenschreiber - MVB Ausbildungsblog
« Antwort #49 am: 04. Mai 2022, 18:14:48 »
Was ist eine Havarie?

Hin und wieder passiert es: Ein unerwarteter Schaden an den Gleisanlagen der MVB tritt auf und umgehend rücken die Bagger vom Gleisbau an.
Doch, was ist denn da eigentlich genau los?

Steffen Großheim, Meister in der Abteilung Gleisbau, erklärt dazu: „Bei einer Havariebaustelle sprechen wir immer von einem unerwarteten Ereignis. Die Gleise, die auf der Straße verlegt sind, müssen viel aushalten: neben der Belastung durch die Straßenbahnen kommen die Fahrzeuge des Individualverkehr und die stark wechselnden Temperaturen hinzu. So ist vor allem die Dichtung zwischen den Schienen und den Betonplatten stark von den Reifen der PKW und LKW beansprucht. Ist diese kaputt, dringt Regenwasser ein, was zu Schäden am Gleis führen kann, welche zuvor nicht sichtbar waren. Zusätzlich leiten die Metallschienen den Fahrstrom der Tram, was zu Korrosion beiträgt und zum Beispiel zu Schienenbrüchen führen kann.“

In einem solchen Fall rücken die Kollegen vom Gleisbau an und inspizieren den Schaden. In den meisten Fällen sind kleine Baumaßnahmen ausreichend, um einen sicheren Betrieb gewährleisten zu können, doch hin und wieder muss das „große Besteck“ ran. Erweist sich ein Schaden größer, als zunächst angenommen, wird unter Umständen der Tausch von mehreren Metern Schiene notwendig. Die Baustelle muss also zunächst abgesichert werden. Dafür sind einerseits die Fachleute der MVB vor Ort, andererseits auch Mitarbeitende der Straßenverkehrsbehörde der Stadt. Gemeinsam wird dann die passende Maßnahme abgestimmt.

     Natürlich wird immer auf die Verhältnismäßigkeit geachtet, schließlich wollen wir ja auch, dass alles rund läuft.

Von außen oft nicht sichtbar: Der eigentliche Umfang des Schadens. Was aus der Entfernung wie ein einfacher Schienenbruch aussieht, kann im Detail betrachtet eine Folge von Angestautem Regenwasser unter den Gleisen sein. In einem solchen Fall muss also nicht nur die kaputte Schiene des Gleises getauscht werden, sondern auch gleich noch der Schotter darunter gestopft und das Gleis anschließend neu ausgerichtet werden.
Solche Arbeiten lassen sich in der Regel nur dann erledigen, wenn der Tram-Verkehr auf der betreffenden Strecke ruht. So sind mitunter am Tage kaum Arbeiten zu beobachten, während nachts wortwörtlich die Funken fliegen.
Im besten Fall kann ein Havarieschaden schon am Tag des Auftretens behoben werden, vereinzelt kann es auch länger dauern, bis wieder alles beim Alten ist.

Übrigens: Insgesamt kommt es nur sehr selten zu solchen Havarie-Baustellen, denn das gesamte Streckennetz der MVB wird jährlich genau unter die Lupe genommen. Alle großen und kleinen Beschädigungen werden in einem Katalog vermekert und nach ihrer Wichtigkeit bearbeitet, bevor eine große Sache daraus wird.

Quelle: https://www.mvb-fahrtenschreiber.de/2022/05/04/was-ist-eine-havarie/

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Re: MVB-Fahrtenschreiber - MVB Ausbildungsblog
« Antwort #50 am: 03. Juni 2022, 14:30:58 »
Einsteigen und Traumjob sichern

Kreative Ansätze der MVB gegen den Fachkräftemangel

Am 1. Juni 2022 war die Bewerberbahn https://www.mvbnet.de/bewerberbahn/ der MVB wieder im Einsatz, nachdem sie in den beiden Vorjahren eine pandemiebedingte Pause einlegen musste. Mit der Aktion wirbt die MVB um neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und macht es Interessenten dabei so einfach wie möglich: Wer will, kann gleich ein Bewerbungsgespräch absolvieren.
Mit an Bord waren die Job-Profis aus der Personalabteilung, Straßenbahn-Ausbilder und studentische Aushilfsfahrer, die unter anderem bei der Bewerberbahn-Aktion 2019 den Weg zur MVB fanden. Sie standen den Interessenten Rede und Antwort.

Schon an der ersten Haltestelle stiegen interessierte Menschen ein, um sich über die vielfältigen Jobs bei der MVB zu informieren. Auch an den folgenden Haltestellen füllte sich die Straßenbahn weiter – ein Zeichen dafür, dass ein großer Bedarf an persönlicher Beratung bestand. Neben dem Beruf Straßenbahnfahrer:in in Aushilfe wurden auch die Ausbildungsmöglichkeiten und Quereinstiege bei der MVB häufig nachgefragt.

So stieg auch Herr Kausch zu, der aktuell als Anlagenbediener arbeitet.

    „Ich bin durch die Facebook-Seite der MVB auf die Bewerberbahn aufmerksam geworden, da dachte ich mir: Schaust du mal vorbei!. Ich bin auf der Suche nach einem technischen Beruf, aber interessiere mich auch für andere Jobs. Herr Rausch hat mir eben den Alltag als Straßenbahnfahrer nähergebracht, das finde ich auch spannend. Ich habe auf jeden Fall meine Initiativbewerbung abgegeben.“


Herr Kausch stieg zu, um sich ein Bild von den technischen Berufen bei der MVB zu machen.

berichtete er nach einem längeren Gespräch mit dem Straßenbahnausbilder Steven Rausch.

Neuer Anlauf und reges Interesse

Während die Sonderfahrt vom Messegelände in Richtung Universität führte, bot sich auch die Gelegenheit, mit einer unserer Job-Profis zu sprechen. Melanie Schlüter ist Personalreferentin bei der MVB und freut sich über die Aktion: „Für die MVB ist die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt ein Grund, mit neuen Ideen auf die Menschen zuzugehen und ihnen die Arbeit bei uns zu zeigen. Mit der Bewerberbahn haben wir die Möglichkeit, Interessierte direkt anzusprechen und quasi dort „abzuholen“, wo sie es möchten. Ich bin sehr froh, dass wir nach der coronabedingten Pause nun wieder auf Tour sein können.“

Auch Nancy Kämpfer stieg in die Bewerberbahn.

    „Eigentlich wollte ich ja nur mal schauen. Gestern habe ich im Radio von der Aktion gehört und bin neugierig geworden. Im Moment bin ich aufgrund von persönlichen Veränderungen auf Jobsuche, da kam die Bewerberbahn sehr gelegen. Hier habe ich mich richtig wohl gefühlt, die Mitarbeiterin hat mich sehr ausführlich beraten. Vor allem in der Verwaltung und dem Vertrieb sehe ich meine Zukunft. Und wer weiß? Vielleicht ja bald bei der MVB! Die Bewerberbahn finde ich in jedem Fall richtig klasse. Von alleine wäre ich nicht zu den Verkehrsbetrieben gegangen, so konnte ich einfach einsteigen.“


Frau Kämpfer war neugierig und nutzte die Gelegenheit, „einfach so“ einsteigen zu können.

Chauffiert von denen, die es selbst gemacht haben:

Auf dem Fahrersitz der Bahn saßen ausschließlich Aushilfsfahrer, die in ihrer Hauptbeschäftigung studieren. Mit dem Nebenjob „Straßenbahnfahrer“ leisten sie einen großen Beitrag für die Mobilität der Menschen in Magdeburg und bessern darüber hinaus auch noch ihre Kasse auf. Das ist übrigens keine neue Erfindung, denn bereits zu Zeiten der DDR waren Aushilfen an den Fahrpedalen der Magdeburger Trams beschäftigt.
„Ich bin zuversichtlich, dass wir nach den insgesamt 32 Bewerbungsgesprächen heute unser Team schon bald mit neuen Kolleginnen und Kollegen erweitern können“ , freute sich Melanie Schlüter, die einer Bewerberin noch eine der beliebten Sonnenbrillen im MVB-Design überreichte. Diese Brillen gab es als kleines Dankeschön für alle Besucherinnen und Besucher der Bahn.


Teamwork: An Bord der Bahn waren Personalreferntinen, Straßenbahn-Ausbilder und Aushilfsfahrer


Die Aktion wurde gut angenommen. In der Tram wurden teils lange Gespräche geführt.


Frau Schlüter zog ein positives Fazit des Tages.

Bahn verpasst? Kein Problem!

Wer die Gelegenheit der Sonderfahrt nicht nutzen konnte, kann sich natürlich gern weiterhin bei der MVB bewerben. Auf der Karriere-Webseite http://www.mvbnet.de/karriere sind alle wichtigen Infos zu finden. Darüber hinaus hat man die Möglichkeit, sich direkt zu bewerben. Vor allem Aushilfsfahrerinnen und -fahrer sind jederzeit willkommen!

Quelle: https://www.mvb-fahrtenschreiber.de/2022/06/03/bewerberbahn_2022/

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Re: MVB-Fahrtenschreiber - MVB Ausbildungsblog
« Antwort #51 am: 20. Juni 2022, 22:11:36 »
Aus dem Hörsaal in die Tram: Studentenjob Straßenbahnfahrer



Du wolltest schon immer mal was Großes auf Schienen durch Magdeburg bewegen und suchst eine Herausforderung neben dem Studium oder eine neue Möglichkeit, dein Studium zu finanzieren? Dann hat die MVB ein perfektes Angebot für dich: Wir suchen wieder studentischer Aushilfsfahrer*in (m/w/d) für Straßenbahnen.

Es locken 14,33 € die Stunde und natürlich jede Menge Spaß und Abenteuer auf Magdeburgs Straßen.

Wenn du 21 Jahre alt bist, einen PKW-Führerschein hast und noch mindestens 4 Studiensemester vor dir hast, dann passt du perfekt zu uns.

Deine Arbeitszeit beträgt zwischen vier Stunden die Woche bei studentischen Mitarbeitern auf 450 Euro Basis und maximal 20 Stunden bei Werkstudenten. Deine Arbeitszeit kannst du innerhalb der gesetzlichen Rahmen frei wählen. Eine durchschnittliche Arbeitszeit von vier Stunden die Woche ist aber für zwei Jahre bindend. Natürlich darfst du aber auch mal in den Urlaub fahren 😉 . In der vorlesungsfreien Zeit kannst du frei nach Arbeitszeitgesetz arbeiten.


Tobias Buge ist studentischer Aushilfsfahrer.


Jan Schmitt ist studentischer Aushilfsfahrer.

Deine Ausbildung zum Straßenbahnfahrer startet meist im Juni während der vorlesungsfreien Zeit in unserer MVB-Fahrschule auf dem Betriebshof Sudenburg. Hier absolvierst du die Theorie. Dabei wird die StVO aufgefrischt und die BOStrab, die Betriebsordnung für Straßenbahnen, erlernt. Dies dauert etwa fünf Wochen und endet mit einer Prüfung. Danach geht es mit unserem Fahrschulwagen und unseren erfahrenen Fahrlehrer*innen auf Strecke zur praktischen Ausbildung. In 50 Fahrstunden erlernst du das Fahren eines Straßenbahntriebwagens auf der Strecke. Dadurch siehst du in dieser Zeit Magdeburg und das Liniennetz von einer ganz anderen Seite und lernst es teilweise neu kennen. So wird Magdeburg von dir ganz neu erfahren. Du lernst die unterschiedlichen Fahrzeugarten kennen und wirst auf ihnen in der Typenschulung ausgebildet. Nach bestandener Führerscheinprüfung ist es dann so weit: Du darfst das erste Mal mit Fahrgästen durch Magdeburg rollen. Aber keine Angst, die ersten 15 Arbeitsschichten wirst du von erfahrenen Lehrfahrer*innen begleitet. Diese 15 Schichten werden auch Lehrfahrten genannt.  Durch die 15 Lehrfahrten erhältst du die Personenbeförderung. Hier lernst du auch noch einige praktische Tipps zur Fahrt mit Fahrgästen kennen, eine ganz informative Zeit also. Auch das Fahren nach Plan muss noch geübt werden, bei der ersten Lehrfahrt ist niemand pünktlich 😉 und natürlich gilt Sicherheit vor Pünktlichkeit. Nach den 15 Lehrfahrten erfolgt mit unserem Betriebsleiter ein Abschlussgespräch, bei dem die Lehrfahrten ausgewertet werden und du deine Personenbeförderung erhältst.


Die MVB-Fahrschule hat ihr Domiziel auf dem Betriebshof Sudenburg.

Dann ist es so weit: Du bist ein komplett ausgebildeter Straßenbahnfahrer in Magdeburg.

Jetzt kommt unsere Zentrale Personaldisposition – ZPD – ins Spiel. Die freundlichen Kolleg*innen teilen dir deine Dienstschichten zu. Du kannst bei uns rund um die Uhr arbeiten, je nach Personalbedarf natürlich. So braucht es im Nachtdienst natürlich weniger Fahrer als im Früh-, Mittel- oder Spätdienst.

So könnte deine erste Schicht aussehen:

Die ZPD am Telefon sucht den für dich passenden Dienst heraus. Zum Beispiel einen Spätdienst.  So löst du kur vor 15 Uhr an der Haltestelle Leiterstraße Richtung Hasselbachplatz die Linie 9, Zug 2 ab. Im kurzem Ablösegespräch sagt dir die Kollegin, dass der Zug und die Strecke in Ordnung sind. Nun kannst du „deine“ Fahrgäste von A nach B bringen. Um 18.37 Uhr fährst du vom Neustädter See in den Betriebshof Nord ein. Am Einfahrtstelefon des Betriebshofs teilst du dem Betriebshofwart mit, dass dein Triebwagen 1315 keine Mängel hat.


Tobias Buge studentischer Aushilfsfahrer löst an der Haltestelle Verkehrsbetriebe ab.

So weißt dir der Wart Gleis 10 zum Abstellen des Zuges mit. Nun fährst du als Fahrgast mit der Linie 10 zurück in die Stadt, du willst ja noch eine Linie 10 Zug 3 um 20.50 Uhr an der Haltestelle Verkehrsbetriebe Richtung Bahnhof ablösen. Und da kommt er an gerollert: Wagen 1280. Ein T6A2 Altbaufahrzeug. Mit Thyristorsteuerung und einer Pedalsteuerung wie beim Auto. Damit fährst du nun einmal zum Barleber See und nach Sudenburg, um dann in den Betriebshof Nord einzufahren und auf dem Betriebshof Nord dann Feierabend zumachen. Und schon ist deine erste eigene Schicht zu Ende.

Lust bekommen? Dann bewirb dich jetzt als studentischer Aushilfsfahrer.

https://www.mvbnet.de/karriere/stellenangebote/


Ich persönlich bin selbst seit zwei Jahren studentischer Aushilfsfahrer bei den Magdeburger Verkehrsbetrieben und kann dich nur einladen in unser Team von 18 Studierenden der Otto-von-Guericke Universität und der Hochschule Magdeburg-Stendal zu kommen. Der Arbeitsalltag ist spannend und echt abwechslungsreich. Im Fahrdienst ist jeder Tag anders. Der Job ist super mit dem Studium zu vereinbaren. Durch die persönliche Diensterstellung mit der Personaldisposition lässt sich die Arbeit gut um Studium und Freizeit herum planen. Die Kommunikation zwischen den Kolleg*innen ist gut. Die Ausbildung zum Tramfahrer war die spannendste Zeit für mich in Magdeburg. Und jetzt mal unter uns: Die ganze Zeit an Magdeburgs schönen Ecken vorbei zu fahren, ist ja auch was. Mein persönlicher Favorit ist immer noch der Nachtdienst. Zu sehen, wie die Stadt zur Ruhe kommt und wieder erwacht, ist toll. Dabei verirrten Kommilitonen am Alten Markt zu zeigen, wo ihr Nachtbus  oder ihre Nachtbahn steht, macht Freude. Für mich einfach ein perfekter Studi-Job und wie ich finde der beste und Außergewöhnlichste in ganz Magdeburg.



Unser Autor und studentischer Aushilfsfahrer Florian Lüdtke.

Quelle: https://www.mvb-fahrtenschreiber.de/2022/06/19/ohne-uni-viel-bewegen-aus-dem-hoersaal-in-die-tram/

 

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