Autor Thema: Neubau Straßenbahnbetriebshof Nord  (Gelesen 4070 mal)

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Neubau Straßenbahnbetriebshof Nord
« am: 18. April 2019, 00:05:52 »
In den nächsten Jahren steht der Neubau des Betribshof Nord an.

Die Planfeststellungsunterlagen kan man hier einsehen:
https://www.magdeburg.de/Start/B%C3%BCrger-Stadt/Leben-in-Magdeburg/Planen-Bauen-Wohnen/index.php?La=1&object=tx,37.19214.1&kat=&kuo=2&sub=0

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Re: Neubau Straßenbahnbetriebshof Nord
« Antwort #1 am: 18. April 2019, 12:29:11 »
Wenn ich das richtig überblicke, wird der Betriebshof ein Stück (ich kann das nur schwer abschätzen - vllt. 20 Meter) nach Süden Rutschen, aber die Fläche in etwa Summe gleich bleiben. Laut Zeitplan soll das in ziemlich genau 5 Jahren fertig gestellt sein. Die Hauptwerkstatt das Letzte, was gebaut werden soll. Für mich ist daher mit einem Augenzwinkern klar: Die Hauptwerkstatt in der Herrenkrugstraße wird es auch in über 5 Jahren noch geben. ;)
Ich Tippe drauf, dass die so etwa 2029, 2030 Außer betrieb geht.

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Re: Neubau Straßenbahnbetriebshof Nord
« Antwort #2 am: 24. April 2019, 15:40:12 »
Ich habe mir die jetzt etwas eingehender angeguckt:
Was sich unter "Schadstoffsammelstelle" verbringt, ist meiner Ansicht nach, nichts anderes als ein profaner Müllplatz. Warum da so viel geplant werden muss und das einen extra Unterpunkt in der Planung bekommt (damit auf einer Stufe mit Werkstatt und Abstellhalle ist) verstehe ich nicht.
Die Grundstücke sind offenbar bereits in MVB-Hand. War das schon seit dem Bau des Betriebshofes in den 70ern so - der dann etwas größer geplant war? Oder sind die Flächen erst vor einigen Jahren gekauft wurden? Wer kann etwas zur Historie beitragen?
In den Unterlagen steht, dass die neue Wagenhalle in der Betriebspause (das verstehe ich als nachts) an das bestehende Gleisnetz angeschlossen werden soll. Wenn ich jetzt von Sonntagnacht ausgehe hat man ca. 6 Stunden Zeit. Nach aktuellem Fahrplan findet das letzte Einrücken nach Mitternacht statt, das erste Ausrücken vor um 6. Es sind also effektiv nur 5 Stunden 30 Minuten. Um es gleich vorweg zu nehmen: Ja, ich kenne die Interna nicht und ja, deswegen habe ich womöglich etwas nicht im Blick. Es wäre aber meiner Vorstellung nach praktischer, das bei Tageslicht zu machen, wenn alle Bahnen draußen sind. Gern auch an einem Werktag. Dann hätte man das Tageslicht, es gäbe mehr Zeit und es würden keine Zuschläge für Nacharbeit anfallen. Mal abgesehen, dass es sogar noch Familienfreundlicher für die Bauarbeiter wäre. Dann müssten alle noch betriebfähigen aber nicht benötigten Bahnen für den Tag in Südost (oder in der Hauptwerkstatt) abgestellt werden, da ein Tausch nicht "über Nord" nicht möglich ist. So viele werden das nicht sein. Unter umgekehrten Vorzeichen geht es doch auch, sogar mehrere Tage.
Dann ist noch eine Kleinigkeit: Mein "geheimer" Wunsch, die geographische Angliederung der Schleife Rothensee an den Betriebshof - analog dem Betriebshof Westerhüsen - wird nicht kommen, obwohl das sicher betriebliche Vorteile hätte. Vor längerem hatte ich hier in dem Zusammenhang die Frage aufgeworfen, was im Umfeld der Haltestelle Rothensee so besonderes ist, als dass es sich für diese eine Haltestelle lohnt, die Bahn alle 10 Minuten fahren zu lassen, nicht aber die 3 weiteren Haltestellen zum Barleber See. Eine (befriedigende) Antwort habe ich nicht erhalten.

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Re: Neubau Straßenbahnbetriebshof Nord
« Antwort #3 am: 07. Mai 2019, 12:58:59 »
Ich hole das nochmal hoch:
Hier https://www.magdeburg.de/Start/B%C3%BCrger-Stadt/Verwaltung-Service/Auslegungen (nach aufrufen der Seite bedarf es ein Klick auf "Planfestellungsverfahren") ist ersichtlich, das der Neubau Betriebshof Nord formal noch nicht abgeschlossen ist (wie auch der BA5). Das ist mit aus dem Eröffnungspost nicht klar gewesen. Es kann also noch Änderungen geben.

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Re: Neubau Straßenbahnbetriebshof Nord
« Antwort #4 am: 08. Dezember 2020, 15:49:07 »
https://www.magdeburg.de/index.php?ModID=7&FID=37.19214.1&object=tx%7C37.19214.1

Der Planfestellungsbeschluss liegt aus. Wenn ich das richtig überblicke, gibt es in einigen Details Änderungen im Vergleich zur bisherigen Planung - zumindest kann ich mir die blau eingefärbten Sachen nicht anders erklären.

Edit: Es eine Krux. Regelmäßig fallen mir Tippfehler erst beim zweiten draufgucken auf... ;)
« Letzte Änderung: 09. Dezember 2020, 12:25:59 von ex-magdeburger »

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Re: Neubau Straßenbahnbetriebshof Nord
« Antwort #5 am: 14. Dezember 2020, 06:24:46 »

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Re: Neubau Straßenbahnbetriebshof Nord
« Antwort #6 am: 14. Dezember 2020, 13:27:26 »
Ich bin im Artikel über die Formulierung
Zitat
Dabei entstehe erstmals in Magdeburg eine Wagenabstellhalle mit integrierten Servicearbeiten (...)
gestolpert. Kann jemand mir kurz erklären was das bedeutet und was die Wagenhalle in Nord haben wird, was Südost nicht hat? Oder hat die Volkstimme da etwas in den falschen Hals bekommen?
Wäre nicht die Werkstatt nebenan, hätte ich vermutet, dass die Wagenhalle auch eine gewisse Werkstattinfrastruktur haben wird. Aber das erscheint mir unlogisch.
« Letzte Änderung: 14. Dezember 2020, 13:30:33 von ex-magdeburger »

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Re: Neubau Straßenbahnbetriebshof Nord
« Antwort #7 am: 13. Januar 2021, 15:32:55 »
Die Magdeburger Verkehrsbetriebe bauen in mehreren Abschnitten von 2021 bis 2026 einen neuen Betriebshof Nord im Stadtteil Rothensee. Der bestehende war durch das Elbe-Hochwasser 2013 so geschädigt worden, dass nur ein Neubau in Frage kam. Während der Arbeiten wird der bestehende Betriebshof abgerissen, das Gelände angehoben und ein Straßenbahnbetriebshof mit integrierter Hauptwerkstatt neu gebaut. Auch das neue Zentrallager, ein zentrales Gebäude für die Betriebshofsteuerung und den Fahrdienst sowie der neue zentrale Abfallhof wird auf dem Gelände errichtet.

Die Baumaßnahme wird bei laufendem Betrieb durchgeführt und muss mit anderen geplanten Baumaßnahmen in Rothensee koordiniert werden.

Die Kosten belaufen sich nach aktuellem Stand auf insgesamt 110,3 Millionen Euro. Davon sind rund 50 Millionen Euro Fördermittel (Hochwasserfonds, Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz und Fördermittel gemäß des Gesetzes über den öffentlichen Personennahverkehr im Land Sachsen-Anhalt. Der verbleibende Bedarf wird über Kredite finanziert.

Quelle: https://www.magdeburg.de/index.php?ModID=255&FID=37.34378.1&object=tx%2C698.6.1

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Re: Neubau Straßenbahnbetriebshof Nord
« Antwort #8 am: 13. Januar 2021, 18:12:41 »
Es mag nur ein Detail sein, dennoch bin ich drüber gestolpert:
Die Baumaßnahme wird bei laufendem Betrieb durchgeführt und muss mit anderen geplanten Baumaßnahmen in Rothensee koordiniert werden.

Außer das der (neue) Betriebshof dann angeschlossen werden sollte, wenn die Bauarbeiten sowieso vor dem Betriebshof zugange sind, verstehe ich nicht, was koordiniert werden muss. Der Neubau des Betriebshofes findet ansonsten auf dem eigenen Gelände statt. Das es sinnvoll ist, den Betriebshof genau dann anzuschließen, wenn davor sowieso Tabularasa gemacht wird, liegt auf der Hand. Für mich liest sich das im zweiten Nachdenken wie eine vorauseilenden Begründung warum es 2026 nicht fertig ist.
Oder bedenke ich etwas nicht?

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Re: Neubau Straßenbahnbetriebshof Nord
« Antwort #9 am: 08. Februar 2021, 21:48:49 »
Der Neubau des Betriebshofes ist übrigens jetzt unter die Kategorie abgeschlossene Planfeststellungsverfahren verschoben. Sprich: Die Planung ist rechtssicher. Morgen könnten die Bagger kommen...

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Re: Neubau Straßenbahnbetriebshof Nord
« Antwort #10 am: 12. März 2021, 13:53:45 »
MVB erhält Baurecht für Neubau des Straßenbahnbetriebshofs Nord



Ein wichtiger Meilenstein für eines der bedeutendsten Zukunftsprojekte der Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbH & Co. KG (MVB) ist erreicht: Für den Neubau des Straßenbahnbetriebshofs Nord haben wir Baurecht erhalten. Der Start der Realisierung des 110 Millionen Euro-Projekts steht damit kurz bevor.

Nach Ablauf der Klagefrist steht fest, dass wir für den neuen, geplanten Straßenbahnbetriebshof Baurecht haben. „Der neue Betriebshof Nord soll den bisherigen Betriebshof inklusive Werkstätten an gleicher Stelle ersetzen. Es ist eines der größten Projekte der MVB und enorm wichtig für die Zukunft des städtischen Nahverkehrs in Magdeburg“, sagt MVB-Geschäftsführerin Birgit Münster-Rendel. Der alte Baukörper aus den 1970er-Jahren ist nicht nur zusehends in die Jahre gekommen, sondern wurde zudem beim Elbehochwasser 2013 stark beschädigt. Eine Modernisierung kam daher nicht mehr in Frage.

Im Rahmen eines Planfeststellungsverfahrens konnte das Baurecht für das Millionenprojekt erlangt werden. Gestartet war es im Herbst 2018. Andrea Scheerenberg, Leiterin der Planfeststellungsbehörde in Magdeburg war die Herrin des Verfahrens. Über 30.000 Seiten Papier und Pläne mussten gesichtet und bewertet werden. „Ein so umfangreiches Projekt in dieser kurzen Zeit zum Erfolg zu bringen ist etwas Besonderes. Dies war nur aufgrund der effektiven Zusammenarbeit aller Beteiligten sowie des guten Projektmanagements möglich“, erklärt Andrea Scheerenberg. Schwerpunkte des Planfeststellungsverfahrens waren die Berücksichtigung naturschutzrechtlicher und wasserrechtlicher Belange. Dazu wurde eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt. Darüber hinaus war in das Planfeststellungsverfahren das Baugenehmigungsverfahren integriert, in dem umfangreiche bautechnische Fragen und Brandschutzbelange zu klären waren.

Frank Rathsack, Abteilungsleiter Fahrzeugtechnik bei der MVB und Projektleiter für den Betriebshofsneubau, freut sich: „Mit dem Planfeststellungsbeschluss für den neuen Betriebshof Nord kommen wir einen entscheidenden Schritt weiter und können nun mit vorbereitenden Arbeiten für die zukünftigen Baukörper beginnen. Einen herzlichen Dank an die Behörde und insbesondere an Andrea Scheerenberg für die gute und konstruktive Zusammenarbeit.“



Das Bauprojekt

Der neue Betriebshof wird auf dem MVB-Gelände im Stadtteil Rothensee entstehen. Um den Bau vor künftigen Hochwassern zu schützen, muss das gesamte Gelände um durchschnittlich zwei Meter aufgeschüttet werden. Neben dieser, wartet das Projekt mit einer weiteren Herausforderung auf: Der Bau unter laufendem Straßenbahnbetrieb. Während der Neubau entsteht, muss der alte Betriebshof weiterhin genutzt werden können, da hier zwei Drittel aller Magdeburger Straßenbahnen beheimatet sind.


Werkstattgebäude des neuen Betriebshofes Nord


Werkstatt im neuen Betriebshof Nord


Abstellhalle im neuen Betriebshof Nord

Nicht nur eine neue Abstellhalle für die Straßenbahnflotte entsteht. Auch die neue zentrale Hauptwerkstatt wird elementarer Bestandteil des neuen Betriebshofs sein und die bisher in Magdeburg – Sudenburg und Magdeburg – Brückfeld beheimaten Arbeitsfelder an einem Standort integrieren. Auch das MVB-Zentrallager wird zum neuen Betriebshof gehören.
Im Rahmen des Neubaus entstehen weiterhin ein zentrales Gebäude für die Betriebshofsteuerung und den Fahrdienst sowie ein neuer Abfallhof mit Trennsammelstelle.

Der neue Betriebshof Nord wird Heimat für 59 Niederflurstraßenbahnen sein. Die Hauptwerkstatt ist für die Gesamtkapazität von 117 Fahrzeugen ausgelegt.

Wir gehen aktuell von einer Gesamtinvestitionssumme von mind. 110 Millionen Euro aus. Mehr als 50 Millionen Euro werden dabei über verschiedene Fördertöpfe des Bundes und des Landes Sachsen-Anhalt finanziert.

Die einzelnen Leistungen zum Bau des Betriebshofs müssen europaweit ausgeschrieben werden. „Zwar ist der Neubau ein millionenschweres Projekt, jedoch werden wir die verschiedenen Leistungen kleinteilig in ca. 80 Vergabelosen ausschreiben, damit sich auch mittelständische Unternehmen daran beteiligen können“, erläutert Frank Rathsack und fährt fort: „Es ist uns ein besonderes Anliegen, die regionale Wertschöpfung zu fördern und somit viele Arbeitsplätze in der Region langfristig zu sichern.“ Der Betriebshofneubau biete damit eine besondere Chance, so der Projektleiter.

Der weitere Zeitplan

Im ersten Quartal 2021 wurde bereits mit der Baufeldfreimachung auf dem MVB-Gelände in Rothensee begonnen. Der Baustart für die neue Abstellhalle ist in der zweiten Jahreshälfte 2021 geplant. Insgesamt wird sich der Bau über mehreren Phasen bis weit in das Jahr 2026 erstrecken. Restarbeiten sollen 2027 abgeschlossen werden.

Quelle: https://www.mvbnet.de/mvb-erhaelt-baurecht-fuer-neubau-des-strassenbahnbetriebshofs-nord/

Offline ex-magdeburger

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Re: Neubau Straßenbahnbetriebshof Nord
« Antwort #11 am: 12. März 2021, 16:13:17 »
Der neue Betriebshof Nord wird Heimat für 59 Niederflurstraßenbahnen sein. Die Hauptwerkstatt ist für die Gesamtkapazität von 117 Fahrzeugen ausgelegt.

Im erstem Moment dachte ich, dass wäre eine üppige Kapazität der neuen Hauptwerkstatt. Auf den zweiten Blick ist es gar nicht mehr so üppig: Wenn ich von zukünftig 93 Niederflurbahnen ausgehe, bin ich schon mit den Arbeitswagen und den Historischen bei insgesamt 124 Wagen, wenn ich mich nicht verzählt habe (ich habe auch die Lore mitgezählt). Wobei ich nicht weiß ob z.B. zwei T4D-Arbeitwagen die gleiche Kapazität "fressen" wie eine Niederflurbahn.

P.S: Schön, dass es bald losgeht.
« Letzte Änderung: 12. März 2021, 16:38:27 von ex-magdeburger »

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Re: Neubau Straßenbahnbetriebshof Nord
« Antwort #12 am: 13. März 2021, 12:00:40 »
Der neue Betriebshof Nord wird Heimat für 59 Niederflurstraßenbahnen sein. Die Hauptwerkstatt ist für die Gesamtkapazität von 117 Fahrzeugen ausgelegt.

Im erstem Moment dachte ich, dass wäre eine üppige Kapazität der neuen Hauptwerkstatt. Auf den zweiten Blick ist es gar nicht mehr so üppig: Wenn ich von zukünftig 93 Niederflurbahnen ausgehe, bin ich schon mit den Arbeitswagen und den Historischen bei insgesamt 124 Wagen, wenn ich mich nicht verzählt habe (ich habe auch die Lore mitgezählt). Wobei ich nicht weiß ob z.B. zwei T4D-Arbeitwagen die gleiche Kapazität "fressen" wie eine Niederflurbahn.

P.S: Schön, dass es bald losgeht.

124 Fahrzeuge? Welche hast du dort denn mitgezählt? Die Fahrzeuge der IG-Nah werden mit Sicherheit nicht auf dem neuen Betriebshof beheimatet/abgestellt werden. Fahrzeuge wie bspw ATW 702 fallen ja raus.
Und in Nord sind ja an (A)TW nur 701, 703+704, 708, 713, ein Schneepflug und der ATW mit Arbeitslore beheimatet. Also komm ich auf round about 100 Fahrzeuge, welche dort stationiert sind

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Re: Neubau Straßenbahnbetriebshof Nord
« Antwort #13 am: 13. März 2021, 17:20:55 »
124 Fahrzeuge? Welche hast du dort denn mitgezählt? Die Fahrzeuge der IG-Nah werden mit Sicherheit nicht auf dem neuen Betriebshof beheimatet/abgestellt werden. Fahrzeuge wie bspw ATW 702 fallen ja raus.
Und in Nord sind ja an (A)TW nur 701, 703+704, 708, 713, ein Schneepflug und der ATW mit Arbeitslore beheimatet. Also komm ich auf round about 100 Fahrzeuge, welche dort stationiert sind.

Für die Hauptuntersuchung ist es unerheblich wo die Bahnen normalerweise stationiert sind. Zumindest wenn ich davon ausgehe, dass später die HU ausschließlich in Nord stattfindet. Daher habe ich alle historische und alle Arbeitswagen mitgezählt.

Offline oskar2107

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Re: Neubau Straßenbahnbetriebshof Nord
« Antwort #14 am: 16. März 2021, 12:26:25 »
124 Fahrzeuge? Welche hast du dort denn mitgezählt? Die Fahrzeuge der IG-Nah werden mit Sicherheit nicht auf dem neuen Betriebshof beheimatet/abgestellt werden. Fahrzeuge wie bspw ATW 702 fallen ja raus.
Und in Nord sind ja an (A)TW nur 701, 703+704, 708, 713, ein Schneepflug und der ATW mit Arbeitslore beheimatet. Also komm ich auf round about 100 Fahrzeuge, welche dort stationiert sind.

Für die Hauptuntersuchung ist es unerheblich wo die Bahnen normalerweise stationiert sind. Zumindest wenn ich davon ausgehe, dass später die HU ausschließlich in Nord stattfindet. Daher habe ich alle historische und alle Arbeitswagen mitgezählt.

Das stimmt schon..aber die Hauptuntersuchungen finden ja nicht alle gleichzeitig statt bzw die neuen Fahrzeuge haben dort dann nicht solch lange Standzeit wie die erste Serie NGT aktuell. Von daher seh ich das ganz entspannt. Schlimmer als die Situation jetzt in Brückfeld kann es ja nicht werden😉

Offline NGT8D

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Re: Neubau Straßenbahnbetriebshof Nord
« Antwort #15 am: 06. September 2021, 17:09:35 »
Spatenstich: Neubau des Straßenbahnbetriebshof Nord beginnt

Startschuss für eines der bedeutendsten Zukunftsprojekte der Magdeburger Verkehrsbetriebe: Mit dem offiziellen ersten Spatenstich für den Neubau des Straßenbahnbetriebshofs Nord ist der Bau gestartet. Bis 2026 wird neben einer Abstellhalle auch eine neue moderne Werkstatt für die Straßenbahnfahrzeugflotte der MVB entstehen.



Der etwas in die Jahre gekommene Straßenbahnbetriebshof in Rothensee wird durch einen modernen Neubau ersetzt. Den Startschuss für den Bau gaben am 6. September der Verkehrsminister des Landes Sachsen-Anhalt, Thomas Webel, Magdeburgs Oberbürgermeister, Dr. Lutz Trümper, sowie der Aufsichtsratsvorsitzende der MVB, Klaus Zimmermann, gemeinsam mit der Geschäftsführerin der MVB, Birgit Münster-Rendel.

    „Mit dem Neubau wird der städtische ÖPNV in Magdeburg gestärkt. Zu einem attraktiven Nahverkehr, der für alle Bürgerinnen und Bürger da ist, gehören nicht nur moderne Fahrzeuge, sondern auch moderne Anlagen, in denen diese gewartet und instandgehalten werden können. Das Land Sachsen-Anhalt unterstützt daher mit Fördermitteln den wichtigen Neubau“, sagt Verkehrsminister Thomas Webel.

Der alte Bau aus den 1970er-Jahren ist zusehends in die Jahre gekommen und wurde zudem beim Elbehochwasser 2013 stark beschädigt. Eine Modernisierung war daher nicht tragbar.

Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper erinnerte an die Hochwasserkatastrophe von 2013, die das Projekt maßgeblich beeinflusste:

    „Die Pläne für den Neubau wurden durch das Elbehochwasser bestimmt, da die zunächst beabsichtigte Modernisierung nicht mehr umgesetzt werden konnte. Mit dem nun begonnenen Neubau entsteht einer der modernsten Straßenbahnbetriebshöfe in Europa im Magdeburger Industrie- und Gewerbegebiet Rothensee. Der neue Betriebshof wird hochwassersicher gebaut und damit künftigen Naturereignissen gewachsen sein.“

Der Aufsichtsratsvorsitzende der MVB, Klaus Zimmermann, hob beim Spatenstich vor allem die verbesserten Arbeitsbedingungen hervor:

    „Dank des Neubaus werden viele Neuerungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort Einzug halten, die das Arbeiten erleichtern werden. Die neue Hauptwerkstatt wird die Instandhaltung der Fahrzeugflotte auch in der Zukunft absichern und ist sowohl auf die Bestandsfahrzeuge als auch auf die neue Straßenbahngeneration abgestimmt“.

    Die Geschäftsführerin der MVB, Birgit Münster-Rendel ergänzt: „Der neue Betriebshof Nord wird den bisherigen Betriebshof inklusive Werkstätten an gleicher Stelle ersetzen. Es ist eines der größten Projekte der MVB und enorm wichtig für die Zukunft des städtischen Nahverkehrs in Magdeburg.“


Geschäftsführerin der MVB Birgit Münster-Rendel präsentiert virtuell den neuen Betriebshof in Rothensee. © Peter Gercke


v.l.n.r.: Verkehrsminster Thomas Webel, Abteilungsleiter Fahrzeugtechnik MVB Frank Rathsack, Geschäftsführerin MVB Birgit Münster-Rendel, Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper und Bürgermeister Klaus Zimmermann beantworten die Fragen der Pressevertreter*innen. © Peter Gercke


Bild zeigt das Areal des neuen Betriebshof Nord der MVB © Peter Gercke

Straßenbahnbetriebshof Nord – Das Bauprojekt

Der neue Betriebshof entsteht auf dem Gelände der Magdeburger Verkehrsbetriebe im Stadtteil Rothensee. Um den Bau vor künftigen Hochwassern zu schützen, wird das gesamte Baugelände um durchschnittlich zwei Meter aufgeschüttet. Eine besondere Herausforderung während der Bauzeit ist der laufende Straßenbahnbetrieb. Das heißt, dass während des Neubaus der alte Betriebshof weiterhin genutzt wird, da hier zwei Drittel aller Magdeburger Straßenbahnen untergebracht sind.

Neben der neuen Abstellhalle als Witterungsschutz fürdie Straßenbahnflotte entsteht auch eine neue zentrale Hauptwerkstatt. Dieser elementare Bestandteil des neuen Betriebshofs ist bisher als gesplittetes Arbeitsfeld in Magdeburg-Sudenburg und Magdeburg-Brückfeld beheimatet. Ein weiteres zentrales Gebäude für die Betriebshofsteuerung und den Fahrdienst, das Zentrallager sowie ein neuer Abfallhof komplettieren das neue Betriebsgelände.

59 Niederflurstraßenbahnen werden im neuen Betriebshof Nord beheimatet sein. Die Hauptwerkstatt ist für die Gesamtkapazität von 117 Fahrzeugen ausgelegt.

Die Gesamtinvestitionssumme von etwa 110 Millionen Euro wird durch den Bund mit 24 Millionen Euro aus dem Hochwasserfonds Aufbauhilfe gefördert. Das Land Sachsen-Anhalt steuert weitere 16,5 Millionen Euro Fördermittel bei und die Landeshauptstadt Magdeburg als Aufgabenträger für den ÖPNV gibt ebenfalls 10 Millionen Euro Fördermittel dazu.

Die einzelnen Leistungen zum Bau des Betriebshofs werden europaweit ausgeschrieben.

    „Zwar ist der Neubau ein millionenschweres Projekt, jedoch werden wir die verschiedenen Leistungen kleinteilig in etwa 80 Vergabelosen ausschreiben, damit sich auch mittelständische Unternehmen daran beteiligen können. Es ist uns ein besonderes Anliegen, die regionale Wertschöpfung zu fördern und somit viele Arbeitsplätze in der Region langfristig zu sichern“, erläutert Projektleiter Frank Rathsack, die besondere Chance für regionale Unternehmen.

Quelle: https://www.magdeburg.de/index.php?ModID=255&FID=37.40584.1&object=tx%2C698.6.1

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Re: Neubau Straßenbahnbetriebshof Nord
« Antwort #16 am: 06. September 2021, 17:15:00 »
Spatenstich für Großprojekt der MVB:
Neubau des Straßenbahnbetriebshofs Nord beginnt




Startschuss für eines der bedeutendsten Zukunftsprojekte der Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbH & Co. KG (MVB): Mit dem offiziellen Spatenstich für den Neubau des Straßenbahnbetriebshofs Nord haben wir den Bau gestartet. Eine Abstellhalle, eine neue moderne Werkstatt für die Straßenbahnfahrzeugflotte inklusive Verwaltungs- und Fahrdienstgebäude, ein zentraler Recyclinghof sowie umfangreiche Verkehrsanlagen werden am August-Bebel-Damm bis 2026 entstehen.

Der in die Jahre gekommene Straßenbahnbetriebshof in Rothensee wird durch einen modernen Neubau ersetzt. Den Startschuss für den Bau gaben Thomas Webel, Verkehrsminister des Landes Sachsen-Anhalt, der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Magdeburg, Dr. Lutz Trümper, sowie der Aufsichtsratsvorsitzende der MVB, Klaus Zimmermann, gemeinsam mit MVB-Geschäftsführerin Birgit Münster-Rendel am heutigen Montag, den 6. September 2021.

„Der neue Betriebshof Nord wird den bisherigen Betriebshof inklusive Werkstätten an gleicher Stelle ersetzen. Es ist eines der größten Projekte der MVB und enorm wichtig für die Zukunft des städtischen Nahverkehrs in Magdeburg“, sagt MVB-Geschäftsführerin Birgit Münster-Rendel. Der alte Baukörper aus den 1970er-Jahren ist nicht nur zusehends veraltet, sondern wurde zudem auch noch beim Elbehochwasser 2013 stark beschädigt. Eine Modernisierung kam daher nicht mehr in Frage.

„Mit dem Neubau wird der städtische ÖPNV in Magdeburg gestärkt. Zu einem attraktiven Nahverkehr, der für alle Bürgerinnen und Bürger da ist, gehören nicht nur moderne Fahrzeuge, sondern auch moderne Anlagen, in denen diese gewartet, repariert und instandgehalten werden können. Das Land Sachsen-Anhalt unterstützt daher mit Fördermitteln diesen wichtigen Neubau“, sagt Verkehrsminister Thomas Webel.

Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper erinnerte an die Hochwasserkatastrophe von 2013, die das Projekt maßgeblich beeinflusste: „Die Pläne für den Neubau wurden durch das Elbehochwasser bestimmt, da die zunächst beabsichtigte Modernisierung nicht mehr umgesetzt werden konnte. Mit dem nun begonnenen Neubau entsteht einer der modernsten Straßenbahnbetriebshöfe in Europa im Magdeburger Industrie- und Gewerbegebiet Rothensee. Der neue Betriebshof wird hochwassersicher gebaut und damit künftigen Naturereignissen gewachsen sein.“


Luftaufnahme Betriebshof Nord


Visualisierung des neuen Betriebshofs Nord

Der Aufsichtsratsvorsitzende der MVB, Klaus Zimmermann, hob beim Spatenstich vor allem die verbesserten Arbeitsbedingungen hervor: „Dank des Neubaus werden viele Neuerungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort Einzug halten, die das Arbeiten erleichtern werden. Die neue Hauptwerkstatt wird die Instandhaltung der Fahrzeugflotte auch in der Zukunft absichern und ist sowohl auf die Bestandsfahrzeuge als auch auf die neue Straßenbahngeneration abgestimmt“.

Das Bauprojekt

Der neue Betriebshof wird auf dem MVB-Gelände im Stadtteil Rothensee entstehen. Um den Bau vor künftigen Hochwassern zu schützen, muss das gesamte Gelände um durchschnittlich zwei Meter angehoben werden. Neben diesem Aufwand wartet das Projekt mit einer weiteren Herausforderung auf: Der Bau muss und wird unter Aufrechterhaltung des Straßenbahn- und Werkstattbetriebs stattfinden. Während also der Neubau phasenweise entsteht, muss der alte Betriebshof weiterhin genutzt werden können, da hier zwei Drittel aller Magdeburger Straßenbahnen beheimatet sind.

Nicht nur eine neue Abstellhalle, die die Straßenbahnflotte vor jeder Witterung schützt und in der der nachts Servicearbeiten wie z. B. die Fahrzeuginnenreinigung stattfinden, entsteht, auch die neue zentrale Hauptwerkstatt wird ein elementarer Bestandteil des neuen Betriebshofs sein und die bisher in Magdeburg-Sudenburg und Magdeburg-Brückfeld beheimaten Arbeitsfelder an einem einzigen Standort integrieren. Weiterhin gehört ein neues Zentrallager inklusive MVB-Logistikzentrum zum neuen Betriebshof.
Im Rahmen des Neubaus entstehen weiterhin ein zentrales Gebäude für die Betriebshofsteuerung und den Fahrdienst sowie ein neuer Abfallhof mit Trennsammelstelle.


Werkstattgebäude des neuen Betriebshofes Nord


Werkstatt im neuen Betriebshof Nord


Abstellhalle im neuen Betriebshof Nord


Betriebshofwartgebäude


Reststoffsammelstelle

Der neue Betriebshof Nord wird Heimat für 59 Niederflurstraßenbahnen sein. Die Hauptwerkstatt ist für die Gesamtkapazität von 117 Fahrzeugen ausgelegt.

Die Gesamtinvestitionssumme liegt bei 110 Millionen Euro. Der Bund fördert den Neubau mit 24 Millionen Euro aus dem Hochwasserfonds Aufbauhilfe. Das Land Sachsen-Anhalt steuert 16,5 Millionen Euro Fördermittel bei und die Landeshauptstadt Magdeburg als Aufgabenträger für den ÖPNV gibt ebenfalls 10 Millionen Euro Fördermittel dazu.

Die einzelnen Leistungen zum Bau des Betriebshofs müssen europaweit ausgeschrieben werden. „Zwar ist der Neubau ein millionenschweres Projekt, jedoch werden wir die verschiedenen Leistungen kleinteilig in ca. 80 Vergabelosen ausschreiben, damit sich auch mittelständische Unternehmen daran beteiligen können“, erläutert Frank Rathsack und fährt fort: „Es ist uns ein besonderes Anliegen, die regionale Wertschöpfung zu fördern und somit viele Arbeitsplätze in der Region langfristig zu sichern.“ Der Betriebshofneubau biete damit eine besondere Chance, so der Projektleiter.

Der weitere Zeitplan

Mit der Baufeldfreimachung wurde bereits im Frühjahr begonnen. Nun beginnt der Bau der neuen Abstellhalle. Dafür muss das Gelände um zwei Meter aufgeschüttet werden. Insgesamt wird sich der Bau über mehreren Phasen bis weit in das Jahr 2026 erstrecken. Restarbeiten sollen 2027 abgeschlossen werden. Wir realisieren somit zeitgleich die Beschaffung neuer Fahrzeuggenerationen inklusive umfangreicher Streckenneubauten und die Errichtung einer neuen hochmodernen Betriebswerkstatt.

Die 2. Nord-Süd-Verbindung für die Straßenbahn in Magdeburg wird gefördert vom Land Sachsen-Anhalt:

Quelle: https://www.mvbnet.de/betriebshof-nord/

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Re: Neubau Straßenbahnbetriebshof Nord
« Antwort #17 am: 06. September 2021, 17:28:02 »
Der NEUE Betriebshof Nord in Magdeburg


 

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