Autor Thema: Neue Trassenführung für den BA 4 ins Neustädter Feld  (Gelesen 25392 mal)

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Re: Neue Trassenführung für den BA 4 ins Neustädter Feld
« Antwort #15 am: 28. Juni 2013, 16:51:15 »
Eine zweite Innenstadtverbindung wäre da schon notwendig. Mit der neuen Führung hätte man da aber zur Not einen Beipass (wenn auch nur eingeschränkt).

Offline Tw1380

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Re: Neue Trassenführung für den BA 4 ins Neustädter Feld
« Antwort #16 am: 21. Februar 2014, 14:18:05 »
http://www.volksstimme.de/nachrichten/magdeburg/1230354_Gymnasium-in-der-Innenstadt-faellt-im-Rat-durch.html

Unter den Bedingungen dürfte wohl ein 15 Minuten-Takt der SL 8 nicht mehr ausreichen. Auch sollte über die angedachte Endstelle Hauptbahnhof noch einmal dringends nachgedacht werden. Und ... man sollte sich mit dem Bauvorhanden etwas beeilen, denn 2017 ist nicht mehr weit.
« Letzte Änderung: 21. Februar 2014, 14:21:56 von Tw1380 »

Offline NGT8D

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Re: Neue Trassenführung für den BA 4 ins Neustädter Feld
« Antwort #17 am: 10. Juli 2014, 06:13:56 »
Kolonie "Am Ring" soll für Bau einer Straßenbahntrasse abgerissen werden / Kleingärtner sammeln Unterschriften

Ein Gartenverein kämpft ums Überleben

http://www.volksstimme.de/nachrichten/magdeburg/1307608_Ein-Gartenverein-kaempft-ums-Ueberleben.html

Offline ex-magdeburger

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Re: Neue Trassenführung für den BA 4 ins Neustädter Feld
« Antwort #18 am: 10. Juli 2014, 13:23:45 »
Ich denke es wird immer Leute geben, die aus persönlicher Betroffenheit, einem lang und breit erklären können, warum dieses oder jenes Projekt quatsch ist. Ich kann das sogar nachvollziehen. Nur leben wir heute meiner Wahrnehmung nach in einem Klima in dem viele Unterschreiben um "Es denen da oben mal so richtig zu zeigen". Die würden dir alles Unterschreiben, solange es nur gegen die Politik geht. Klar muss man kritisch die Politik verfolgen, nur tun das eben viele nicht. Die haben eine grundsätzliche Anti-Haltung und machen es sich zu einfach. Ich vermute mal, das die Leute ordentlich Unterschriften zusammen bekommen, nur würde ich die Zahl nicht überbewerten. 
Klar kann ich den Unmut der Gärtner verstehen. Nur: Die Gartenvereine haben grundsätzlich Nachwuchsmangel, da sehe ich den Sinn nicht, krampfhaft alle Schrebergärten zu erhalten.

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Re: Neue Trassenführung für den BA 4 ins Neustädter Feld
« Antwort #19 am: 10. Juli 2014, 17:25:09 »
Denkt man mal an die Kleingärtner die ihre Gärten auf der Fläche des heutigen Europarings hatten, kann man sagen, viele Gärten sind auf Vorbehaltene Flächen errichtet. Da hilft auch die Unterschrift nix.

Offline NGT8D

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Re: Neue Trassenführung für den BA 4 ins Neustädter Feld
« Antwort #20 am: 12. August 2014, 06:21:32 »
Gartensparte soll Straßenbahntrasse weichen / MVB wollen Streckenverlauf nach Protest prüfen

Teilerfolg für die Gärtner "Am Ring

http://www.volksstimme.de/nachrichten/magdeburg/1324099_Teilerfolg-fuer-die-Gaertner-Am-Ring.html

Offline Stammfahrgast

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Re: Neue Trassenführung für den BA 4 ins Neustädter Feld
« Antwort #21 am: 13. Januar 2015, 22:02:49 »
In der Volksstimme vom 13. Januar wurde berichtet, dass die Fahrzeit zwischen Bruseplatz und Hbf. 11 Minuten betragen soll.
Außerdem soll überprüft werden, ob die Linie bis zum Allee-Center verlängert werden kann.
Das Genehmigungsverfahren des Streckenverlaufs soll noch in diesem Quartal erfolgen.

Offline Tw1380

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Re: Neue Trassenführung für den BA 4 ins Neustädter Feld
« Antwort #22 am: 14. Januar 2015, 08:25:59 »
... Außerdem soll überprüft werden, ob die Linie bis zum Allee-Center verlängert werden kann.
Das Genehmigungsverfahren des Streckenverlaufs soll noch in diesem Quartal erfolgen.

und ... wie weiter ab Allee-Center ? - nach Cracau, nach Brückfeld/Herrenkrug oder in Richtung Süden ?

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Re: Neue Trassenführung für den BA 4 ins Neustädter Feld
« Antwort #23 am: 14. Januar 2015, 13:44:56 »
Richtung Osten bzw.Süden halte ich für sehr unwahrscheinlich.Geplant ist ja auch erstmal bis Hbf.und die Trasse muß auch zunächst bestätigt werden.
Hätte ja eine kuriosen Vorschlag,vom Neust.Feld über Hbf.-Alter Markt zum Neust.See,einmal ums Feld drumrum ;)

Offline Tatra-Fan

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Re: Neue Trassenführung für den BA 4 ins Neustädter Feld
« Antwort #24 am: 14. Januar 2015, 14:05:02 »
Richtung Osten bzw.Süden halte ich für sehr unwahrscheinlich.Geplant ist ja auch erstmal bis Hbf.und die Trasse muß auch zunächst bestätigt werden.
Hätte ja eine kuriosen Vorschlag,vom Neust.Feld über Hbf.-Alter Markt zum Neust.See,einmal ums Feld drumrum ;)

Quasi so eine Art "Ringlinie". Interessante Idee. Ich für meinen Teil würde die 9 von Reform zum Neustädter Feld schicken, via Hasselbachplatz, Breiter Weg. Die 1 wie gewohnt zur Lerchenwuhne und die 8 zum Neustädter See

Offline Ditmar

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Re: Neue Trassenführung für den BA 4 ins Neustädter Feld
« Antwort #25 am: 14. Januar 2015, 19:43:12 »
An U oder L hatte ich auch gedacht.

Offline NGT8D

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Re: Neue Trassenführung für den BA 4 ins Neustädter Feld
« Antwort #26 am: 18. Februar 2015, 17:13:18 »
2. Nord-Süd-Verbindung der Straßenbahn: Wir laden zur Bürgerversammlung zum Bauabschnitt 4 ein

http://www.mvbnet.de/2-nord-sued-verbindung-der-straszenbahn-wir-laden-zur-buergerversammlung-zum-bauabschnitt-4-ein/

Offline NGT8D

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Re: Neue Trassenführung für den BA 4 ins Neustädter Feld
« Antwort #27 am: 24. Februar 2015, 20:02:30 »
BA 4 – Hermann-Bruse-Platz

Der Bauabschnitt 4 umfasst den Neubau einer ca. 3,5 km langen Straßenbahnverbindung zwischen Damaschkeplatz und Hermann-Bruse-Platz. Die MVB hat im Zusammenwirken mit der Stadtverwaltung die Entwurfsplanung für diesen Bauabschnitt beendet. Im März 2015 wird das Planfeststellungsverfahren eingeleitet. Der Baubeginn ist für 2017 vorgesehen, die Inbetriebnahme Mitte 2019.

Die neue Straßenbahnstrecke schließt am Damaschkeplatz mit einem betrieblich flexiblen Gleisviereck an und verläuft nördlich im Editharing, dann parallel zum Magdeburger Ring, kreuzt die Albert-Vater-Straße und führt weiter über die Kritzmannstraße zum Hermann-Bruse-Platz. Zusätzlich soll die bestehende Gleisanlage im Adelheidring modernisiert werden und eine neue Haltestelle gebaut werden.

Mit der neuen Strecke wird erstmals das große Wohngebiet Neustädter Feld mit 10.000 Einwohnern an das Straßenbahnnetz angebunden. Auch mehrere tausend Einwohner im nördlichen Stadtfeld, das Baudezernat und ein neugeplanter Schulkomplex im Lorenzweg werden von dem Bauvorhaben mit umsteigefreier Verbindung ins Stadtzentrum profitieren. Insgesamt sollen sieben Haltestellen barrierefrei gebaut werden. Ältere Fahrgäste, Rollstuhlfahrer und Fahrgäste mit Kinderwagen profitieren vom sicheren und stufenlosen Einstieg in die Straßenbahn. Elektronische Fahrplananzeigen und moderne Wartehallen runden die Ausstattung ab.

Großer Vorteil für die Fahrgäste: Vom Hermann-Bruse-Platz in die Innenstadt zum Hauptbahnhof wird die Fahrzeit nur 11 Minuten betragen. Heute benötigt man mit dem Bus ganze 25 Minuten und muss sogar umsteigen.

Die Straßenbahntrasse soll durchgehend auf besonderem Bahnkörper – wo sinnvoll möglich auch als attraktives Rasengleis – errichtet werden.

Quelle: http://www.mvbnet.de/verkehr/strassenbahnnetzerweiterung/ba-4-hermann-bruse-platz/


2. Nord-Süd-Verbindung der Straßenbahn: Neue Straßenbahnstrecke zum Hermann-Bruse-Platz vorgestellt

Auf einer Bürgerinformationsveranstaltung am Dienstag stellten Vertreter der Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbH & Co. KG (MVB), der
Stadtverwaltung und des beauftragten Planungsbüros den nächsten Bauabschnitt des Großprojekts 2. Nord-Süd-Verbindung für die
Straßenbahn in Magdeburg vor. Baustart soll 2017 sein.

Der Bauabschnitt 4 umfasst den Neubau einer ca. 3,5 km langen Straßenbahnverbindung zwischen Damaschkeplatz und
Hermann-Bruse-Platz. Die MVB hat im Zusammenwirken mit der Stadtverwaltung die Entwurfsplanung für diesen Bauabschnitt beendet.
Im März soll das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden.



Die neue Straßenbahnstrecke schließt am Damaschkeplatz an und verläuft nördlich im Editharing, dann parallel zum Magdeburger Ring,
kreuzt die Albert-Vater-Straße und führt weiter über die Kritzmannstraße zum Hermann-Bruse-Platz.

„Mit dieser neuen Strecke erhält das Neustädter Feld endlich eine Straßenbahnanbindung. Für tausende Anwohner wird damit das Reisen
mit dem ÖPNV deutlich einfacher und vor allem schneller“, freut sich Birgit Münster-Rendel, Geschäftsführerin der MVB, bei der
Präsentation des Bauvorhabens. In der Tat ist der Reisezeitgewinn enorm: Mit der heutigen Buslinie 69 benötigen Fahrgäste bis ins
Stadtzentrum und zum Hauptbahnhof etwa 25 Minuten, mit Umstieg in die Straßenbahn. „Nach Fertigstellung wird man in nur 11 Minuten ohne Umstieg bequem am Hauptbahnhof sein.“, führt Frau Münster-Rendel weiter aus.

Nicht nur das Wohngebiet Neustädter Feld mit 10.000 Einwohnern wird erstmals an das Straßenbahnnetz angeschlossen, auch mehrere tausend Einwohner im nördlichen Stadtfeld, das Baudezernat und der Schulkomplex im Lorenzweg werden von dem Bauvorhaben mit
umsteigefreier Verbindung ins Stadtzentrum profitieren. Insgesamt sollen sieben Haltestellen barrierefrei gebaut werden. Ältere
Fahrgäste, Rollstuhlfahrer und Fahrgäste mit Kinderwagen profitieren vom sicheren und stufenlosen Einstieg in die Straßenbahn.

Die Straßenbahntrasse soll durchgehend auf besonderem Bahnkörper errichtet werden. „Die Straßenbahn fährt dadurch weitestgehend
unabhängig vom sonstigen Verkehr und wird so nicht zum Beispiel durch Staus, Unfälle, Pkw oder Lieferwagen behindert. Zudem erhöht sich die Verkehrssicherheit und Reisegeschwindigkeit“, erklärt Andreas Busch, Betriebsleiter der MVB, den Grund. Dafür müssen einige
Kleingartenparzellen weichen und der Magdeburger Ring unter anderem zwischen den Anschlussstellen Damaschkeplatz und Albert-Vater-Straße um ca. 10 Meter nach Osten verschoben werden.

Mit der neuen Straßenbahnverbindung werden Neukunden gewonnen, sind sich die Verantwortlichen sicher: Durch die neue Strecke nach Norden erwartet die MVB insgesamt mehr als 3.000 Fahrgäste zusätzlich pro Tag.

Die Straßenbahn sorge zudem für eine bessere Wohnqualität in den Stadtteilen, da sie abgasfrei und geräuscharm ist und zur Reduzierung des Autoverkehrs beiträgt. Außerdem profitieren die Stadtteile von der Modernisierung der Straßenzüge im Zuge des Straßenbahnbaus.

„Die Straßenbahn ist ein enorm wichtiger Faktor in der weiteren Stadtentwicklung und wird dazu beitragen, dass sich die
Lebensqualität der Menschen vor Ort verbessert“, so Münster-Rendel weiter.

Für den Bauabschnitt 4 startet im März 2015 das Planfeststellungsverfahren. Der Bau könnte 2017 starten und wäre
Mitte 2019 beendet. Welche Linie letztendlich verkehren wird, wird derzeit zusammen mit einem Verkehrsplanungsbüro vertieft untersucht. Ziel ist eine direkte Verbindung zum Hauptbahnhof, ins Stadtzentrum und weiterführend in weitere Stadtteile. Eine konkrete
Kostenschätzung wird derzeit erstellt.

Die neue Strecke zum Hermann-Bruse-Platz stellt nur einen Teil der zusätzlichen Nord-Süd-Verbindung dar. Nach Norden soll sie durch die
Bauabschnitte 5 und 6 erweitert werden und so bis zum Kannenstieg führen. Die Entwurfsplanung für diese Bauabschnitte wird demnächst begonnen.

Die volks- und betriebswirtschaftliche Sinnhaftigkeit des Großprojekts wurde durch die „Standardisierte Bewertung“
(Bewertung der volkswirtschaftlichen Aspekte) und durch eine bestandsdatenorientierte Folgekostenrechnung (Bewertung der
betriebswirtschaftlichen Aspekte) nachgewiesen. So ist allein der volkswirtschaftliche Nutzen der 2. Nord-Süd-Verbindung fast
anderthalb mal höher als Investitions- und Betriebskosten zusammen. Der Bund und das Land Sachsen-Anhalt übernehmen deshalb 90 % der Kosten.

Quelle: http://www.mvbnet.de/2-nord-sued-verbindung-der-straszenbahn-neue-straszenbahnstrecke-zum-hermann-bruse-platz-vorgestellt/



2. Nord-Süd-Verbindung der Straßenbahn:
MVB-Chefin Birgit Münster-Rendel und MVB-Betriebsleiter Andreas Busch stehen Rede und Antwort


Magdeburg. Auf einer Bürgerinformationsveranstaltung am Dienstag stellten Vertreter der Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbH & Co. KG (MVB), der Stadtverwaltung und des beauftragten Planungsbüros den Bauabschnitt 4 des Großprojekts der 2. Nord-Süd-Verbindung der Straßenbahn vor.

Die MVB plant eine neue Straßenbahnverbindung zum Hermann-Bruse-Platz. Warum?

Birgit Münster-Rendel: Eine Menge Menschen werden von diesem Bauvorhaben profitieren. Mit der neuen Straßenbahnverbindung vom Damaschkeplatz zum Hermann-Bruse-Platz wird endlich das große Wohngebiet Neustädter Feld an das Straßenbahnnetz angeschlossen. Dort wohnen 10.000 Menschen, die heute lange Wege haben, um in die Stadt zu kommen. Für tausende Anwohner wird Dank des Straßenbahnneubaus das Reisen mit dem ÖPNV deutlich einfacher und vor allem schneller. Mit der Straßenbahn werden sie dann in nur 11 statt 25 Minuten am Hauptbahnhof sein, das ist ein riesiger Zeitgewinn.

Aber nicht nur das Neustädter Feld wird angeschlossen, auch das Baudezernat, der Schulkomplex Lorenzweg und das dicht bewohnte nördliche Stadtfeld erhalten erstmals eine direkte Verbindung in die Innenstadt und zum Hauptbahnhof.

Andreas Busch: Außerdem wird es an der Albert-Vater-Straße einen Umsteigepunkt zur Buslinie 73 geben. Die Fahrgäste können so auf kurzen Wegen die Universität, das Opernhaus und den Olvenstedter Platz erreichen.

Wer profitiert noch von dem Bauvorhaben?

Birgit Münster-Rendel: Die Straßenbahn ist ein enorm wichtiger Faktor in der weiteren Stadtentwicklung und wird dazu beitragen, dass sich die Lebensqualität der Menschen vor Ort verbessert. Mit dem Bau werden ganze Straßenzüge in den Stadtteilen modernisiert. So profitieren davon auch Fußgänger, Radfahrer und der Straßenverkehr: Alle Verkehrsarten wurden bei der Planung integriert betrachtet. Jede einzelne erhält den Verkehrsweg, der nach neusten Gesichtspunkten erforderlich ist.

Warum muss es denn unbedingt eine Straßenbahn sein? Könnte man nicht einfach eine Busverbindung schaffen?

Birgit Münster-Rendel: Sehen Sie, eine Straßenbahn ist deutlich bequemer und schneller als ein Bus. Außerdem kann sie mehr als doppelt so viele Fahrgäste befördern, als ein Bus. Weitere bedeutende Vorteile der Straßenbahn: Sie fährt vor Ort völlig abgasfrei, mit Öko-Strom CO2-neutral und ist sehr leise.

Andreas Busch: Studien haben gezeigt, dass deutlich mehr Menschen bereit sind, vom Auto in die Straßenbahn umzusteigen, als in den Bus. Das ist der so genannte Schienenbonus. Wir erwarten gut 3000 zusätzliche Fahrgäste am Tag auf dem neuen Nordast – das wäre mit Bussen nicht zu erreichen. Durch den Bau eines besonderen Bahnkörpers verkehrt die Straßenbahn nämlich weitgehend unabhängig vom sonstigen Verkehr und wird nicht durch Stau, Lieferverkehre, ein- und ausparkende Auto und so weiter behindert, im Gegensatz zum Bus. Zudem wird durch den besonderen Bahnkörper eine hohe Verkehrssicherheit und daher insgesamt eine sehr hohe Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit erreicht.

Stichwort besonderer Bahnkörper: Besondere Sorge hatten viele Bürger nach Vorstellung der Trasse um die Glacisanlagen.

Andreas Busch: Ein Eingriff in die eigentliche Parkanlage wird nicht erfolgen. Es ist lediglich ein kleiner Teil mit viel Wildwuchs betroffen: Der ungeordnete Randbereich der Glacis wird für die Straße und neue Parkplätze in Anspruch genommen. Alle Wegebeziehungen im Park bleiben ebenso erhalten.

Wie steht es um die Ausfahrt des Magdeburger Rings – dort wird es doch zu Unfällen kommen, oder?

Andreas Busch: Ich kann Sie beruhigen. Die Angst ist völlig unbegründet. Durch die Seitenlage der Gleise kann eine Kreuzung mit der Ausfahrt Stadtfeld vermieden werden. Die Villen am Editharing erhalten überdies eine eigene, verkehrsberuhigte Zufahrtsstraße zwischen Gleisen und der vorhandenen Baumreihe.

Die Glacis bleiben also erhalten. Wie sieht es mit den Kleingartenanlagen aus? Insbesondere der Verein „Am Ring“ fürchtet um seine Parzellen.

Andreas Busch: Wir haben uns gemeinsam mit der Stadtverwaltung noch einmal vertieft alle Möglichkeiten der Streckenführung angeschaut. Wir kommen dennoch in Abwägung aller Vor- und Nachteile für die Anwohner, Flora und Fauna, den Verkehrsablauf aller Verkehrsarten und die Investitionskosten zu dem Schluss, dass die Vorzugsvariante durch die Kleingartenanlagen Tillys Berge und Am Ring verläuft.

Birgit Münster-Rendel: Wir wissen um das Herzblut, dass die Gärtner in ihr Kleinod gelegt haben. Mit dem Kleingartenverband, den Kleingartenvereinen sowie den Kleingärtnern selbst werden deshalb intensive Gespräche zum Beispiel über Verlegungen in eine der vielen brachliegenden Kleingartengrundstücke in der Landeshauptstadt geführt. Darüber hinaus wird jeder, dessen Garten wir ankaufen müssen, entschädigt.

Ein weiterer Kritikpunkt, der bei Neubauprojekten immer wieder angebracht wird, ist die Lärmbelästigung. Führt die Straßenbahn zu einer Mehrbelastung der Anwohner?

Andreas Busch: Die Straßenbahn fährt auf einem Abschnitt parallel zum Magdeburger Ring hinter der bereits vorhandenen Lärmschutzwand. Anwohner werden von ihr in diesem Bereich nichts bemerken und erhalten außerdem die aktuell erforderlichen Schallschutzmaßnahmen aufgrund des Straßenverkehrs in diesem Bereich. Generell sind Schall und Erschütterung aber kein Thema: Durch die Straßenbahn sind entlang der gesamten Trasse keine Maßnahmen erforderlich – alle gesetzlichen Grenzwerte werden eingehalten.

Wie geht es jetzt weiter? Was sind die nächsten Schritte?

Birgit Münster-Rendel: Die Entwurfsplanung ist abgeschlossen. Im März werden wir das Planfeststellungsverfahren einleiten und somit das Baurecht beantragen. Läuft alles reibungslos, könnte der Bau im Jahr 2017 starten und die erste Bahn würde Mitte 2019 ins Neustädter Feld rollen.

Herzlichen Dank für das Gespräch!

Quelle: http://www.mvbnet.de/verkehr/strassenbahnnetzerweiterung/interview/
« Letzte Änderung: 24. Februar 2015, 20:09:03 von NGT8D »

Offline NGT8D

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« Letzte Änderung: 12. Mai 2015, 08:42:27 von NGT8D »

Offline Tatra-Fan

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Re: Neue Trassenführung für den BA 4 ins Neustädter Feld
« Antwort #29 am: 12. Mai 2015, 13:23:25 »
Ja das war doch klar das sowas kommt  :D