Autor Thema: Pettenkoferbrücke  (Gelesen 365 mal)

Offline ex-magdeburger

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Pettenkoferbrücke
« am: 18. November 2019, 12:57:08 »
Wünsche für Pettenkoferbrücke in Magdeburg

https://www.volksstimme.de/lokal/magdeburg/brueckenbau-wuensche-fuer-pettenkoferbruecke-in-magdeburg

Zwei Gedanken sind mir gekommen:
- Im Artikel steht, dass die Brücke Baujahr 1987 ist. Wie war der Betriebshof Nord angebunden als die Brücke gebaut wurde? Bzw. wie groß war damals der Sperrzeitraum? Mehr als ein verlängertes Wochenende kann ich mir nicht vorstellen.

- Außerdem wird gefordert wird dass der Verkehr immer Rollen soll. Also könnte eine Behelfsbrücke gebaut werden, über die dann der Verkehr läuft, sobald die eigentliche Brücke angefasst wird. Anders als bei der Sülzebrücke in Salbke ist dort genug platz für eine Behelfsbrücke neben der Bestandsbücke.

Offline Dackelmörder

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Re: Pettenkoferbrücke
« Antwort #1 am: 18. November 2019, 17:39:08 »
Mit dem verlängertem Wochenende als Sperrzeitraum in den 80ern liegst Du aber definitiv daneben. Ich müsste nachschlagen, habe die Daten eben nicht zur Hand. Fakt war aber:
1.) der Betriebshof Nord war zur Innenstadt hin NICHT ans Netz angeschlossen!
2.) im Norden pendelte die Linie 1 zwischen Havelstrasse und Barleber See. Hierfür wurde in Fahrtrichtung Stadt, zwischen den jetzigen Haltestellen Havelstrasse und Hp.Eichenweiler eine provisorische Wendeschleife errichtet, in welcher die Züge im Uhrzeigersinn wendeten.
3.) stadtseitig gab es am Fraunhoferplatz ein provisorisches Wendedreieck. Hier endeten die Linien 10 und 13 aus Richtung Stadt kommend.
4.) der Bereich zwischen Fraunhoferplatz und Schleife Havelstrasse konnte von den Fahrgästen nur zu Fuß passiert werden.
5.) die benötigten Strassenbahnzüge vom Betriebshof Nord für das stadtseitige Netz, wurden Nachts in der Hohepfortestrasse in beiden Richtungen abgestellt. Die Linie 2 wurde ab 18 Uhr in beiden Richtungen über Agnetenstrasse und Lüneburger Strasse umgeleitet.

Soviel meine ersten Ausführungen zu dem Thema. Wenn Interesse besteht, kann ich gern in meine alten Unterlagen schauen, wie lang der Sperrzeitraum seinerzeit dauerte.

Grüsse
« Letzte Änderung: 18. November 2019, 17:44:29 von Dackelmörder »

Offline ex-magdeburger

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Re: Pettenkoferbrücke
« Antwort #2 am: 18. November 2019, 18:16:18 »
Aufgrund meines Lebensalters konnte ich nur spekulieren, Verzeihung. 

Es gibt ja auch Bilder von der "Fahrzeugparade" am Nordpark...
Ich habe das aber nicht mit er Brücke in Verbindung gebracht.

Mich würde Tatsächlich interessieren, wie das damals ablief. Aber lass dir Zeit mit dem raussuchen.

Offline Dackelmörder

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Re: Pettenkoferbrücke
« Antwort #3 am: 18. November 2019, 19:42:44 »
Man muss nur sein Chaos sortiert halten, dann findet sich auch spontan alles an. Die Sperrung der Brücke dauerte vom 15.07.1985 bis 06.10.1986. Am Vorabend des "Republikgeburtstages" war, wenn mich die Erinnerung nicht trügt, ein Großzug geführt vom Tw.1120 der Eröffnungszug für die neue Pettenkoferbrücke. Diese wurde für einen eingleisigen Betrieb freigegeben. Ab dem 13.06.1987 wurde das fehlende zweite Brückenteil eingeschoben. Dafür musste der Strassenbahnbetrieb nochmals für einige wenige Wochen gesperrt werden. Hier fehlt mir aber das Datum für den endgültigen Bauabschluss.

Grüsse

Offline ds10

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Re: Pettenkoferbrücke
« Antwort #4 am: 18. November 2019, 19:54:22 »
- Außerdem wird gefordert wird dass der Verkehr immer Rollen soll. Also könnte eine Behelfsbrücke gebaut werden, über die dann der Verkehr läuft, sobald die eigentliche Brücke angefasst wird.
Es wäre aber auch denkbar sofort eine neue Brücke für eine Fahrspur neben den bestehenden Brücken zu bauen, diese dann anzuschließen und danach die mittlere Brücke abzureißen und dort dann die neue für die zweite Fahrspur zu bauen. Dann wäre im Anschluss die Brücke um einige Meter (vermutlich Richtung Norden) verschoben, aber man würde sich den Bau einer Behelfsbrücke sparen, der ja auch mit deutlichen Mehrkosten verbunden wäre.

Offline tram2012

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Re: Pettenkoferbrücke
« Antwort #5 am: 18. November 2019, 20:42:12 »
Da es sich um zwei Überbauten handelt, kann einer abgerissen werden. Über den anderen läuft einspurig der Kfz-Verkehr und eingleisig die Straßenbahn. Dann Tausch und gleiches Prozedere. ;)

Offline Stammfahrgast

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Re: Pettenkoferbrücke
« Antwort #6 am: 18. November 2019, 21:13:57 »
Hier die Drucksache: http://ratsinfo.magdeburg.de/vo0050.asp?__kvonr=232188
Das Thema wird Anfang Dezember im Stadtrat behandelt.

Offline ex-magdeburger

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Re: Pettenkoferbrücke
« Antwort #7 am: 19. November 2019, 01:13:17 »
Was mir aber gerade im Zusammenhang mit dem ÖPNV fehlt: Die Mobilitätseingeschränkte Erreichbarkeit des Bahnsteigs. Wobei ich gestehen muss, dass ich einen Fahrstuhl als nicht sinnvoll betrachte. Also am Rande eines Industriegebietes erscheint mir das zumindest nicht die beste Wahl. Bliebe eine Rampe. Die müsste relativ lang sein, aber mir erscheint, das vom Platz auf der Südseite durchaus möglich. Die Brücke müsste dann natürlich so gestaltet sein, dass die Rampe ihren Anfang unter der Brücke nimmt. Und die Rampe an sich muss natürlich vollständig von der Oberleitung abgeschirmt sein.
Wenn ich Google Maps vertraue steht da ein Oberleitungsmast im Weg. Da aber 30 Meter weiter keiner im Weg steht (obwohl außen dort auch Masten stehen), würde ich behaupten der Mast wäre kein unüberwindbares Hindernis.
Wenn ich dem Tool zur Berechnung von Rampen glauben darf, dürfte die Rampe bei 5 Metern Höhenunterschied zum Bahnsteig etwa 100 Meter lang sein (Podeste mit eingerechnet), also nach etwa 50 Metern würde die Rampe kehrt machen. Ich finde das wäre durchaus eine Überlegung wert.
Oder bedenke ich etwas nicht? Sollte dies der Fall sein, zerreißt mich bitte nicht in der Luft, sondern versucht es mir sachlich zu erklären.