Autor Thema: Rückblick 2010er und Ausblick 2020er  (Gelesen 609 mal)

Offline Stammfahrgast

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Rückblick 2010er und Ausblick 2020er
« am: 27. Dezember 2019, 21:02:44 »
In einigen Tagen ist es soweit: Ein Jahrzent voller positiver und negativer Ereignisse geht zu Ende und die (goldenen?) 20er beginnen.
Ich möchte deshalb einmal die Gelegenheit dazu nutzen auf die letzten und die kommenden 10 Jahre zu blicken.

Es geht los mit einem kleinen Rückblick. Meine Aufzählungen sind nicht vollständig, ich habe eine kleine Auswahl der bedeutsamsten Ereignisse getroffen.

2010: Einführung des Marego-Tarifs
2011: diesen Forum wird gestartet, Vorstellung der Berliner B6A2
2012: Inbetriebnahme BA3 Reform
2013: Abschied Tatra T4 (T6), Hochwasser 2013, Lieferung der 4. Liederserie NGT8D
2015: Inbetriebnahme des ITCS, Echtzeitinfos sind jetzt auch per App verfügbar, diverse Haltestellen bekamen in diesem Jahrzehnt neue Anzeigen
ab 2015: Start Tunnelbau, erste große Liniennetzumstellung, nur noch zwei Linien über Damaschkeplatz (mit mehren Sperrpausen von teilweise mehreren Wochen oder sogar Monaten mit Baustellenlinie 41 von Olvenstedt bis zum Herrenkrug),  Tagesnetz jetzt bis 23 Uhr, Neues Nachtnetz
ab 2017: weitere große Liniennetzumstellung, jahrelange Vollsperrung Damaschkeplatz
2018: Imbetriebnahme BA 2 Wiener Straße

Mein Highlight war die Eröffnung der Strecke nach Reform im Jahre 2012, gefolgt von der Einführung des ITCS mit Echtzeitinfos an den Haltestellen und per App. Mein "Negativ-Highlight" war das Hochwasser 2013, dessen Folgen heute teilweise noch zu spüren sind gefolgt von den Umleitungen aufgrund der Tunnelbaustelle

Was war euer positivestes und negativstes Highlight in den 2010er Jahren?
Fehlen euch wichtige Ereignisse in meiner Aufzählung?



vorraussichtliche Ereignisse in der erste Hälfte des neuen Jahrzehts:
Freigabe Tunnelbaustelle vorraussichtlich Mitte 2020 für Straßenbahn und 2022 für Individualverkehr
Eröffnung BA 4,5,6,7 der 2. Nord-Süd-Verbindung
damit einhergehend Einführung Liniennetz 2020+
Bau der Strombrückenverlängerung mit erheblichen Einschränkungen für die Linien 4 und 6
Erneuerung Gleisviereck am Hasselbachplatz
Endgültiger Abschiede T6 aus dem regulären Liniendienst
neue Straßenbahngeneration "NGT10D" mit 38 Meter langen Fahrzeugen
Neubau Betriebshof Nord

meine Hoffnungen und Wünsche für die zweite Hälfte des neuen Jahrzehnts:
-Streckenverlängerung der Straßenbahn von Sudenburg nach Ottersleben,
-neue Verkehrspolitik mit neuen Finanzierungsmodellen (365€ Ticket, Bürgerticket oder ähnliches)

Was sind eure Wünsche für die kommenden zenh Jahre?

Offline ex-magdeburger

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Re: Rückblick 2010er und Ausblick 2020er
« Antwort #1 am: 27. Dezember 2019, 23:55:29 »
Zunächst einmal zwei Anmerkungen:
Die Auswirkungen des Hochwasser in Mitteleuropa 2013, haben heute keine Auswirkungen mehr: Mittlerweile fährt die 10 nur alle 20 Minuten nördlich von Neue Neustadt, weil es Zuwenig Bahnen gibt. Die Infrastruktur gibt es mittlerweile wieder her. Es gab dahingehend einen fließenden Übergang...

Der Strombrückenbau wird auch Auswirkungen auf die 5 haben: Wenn die 6 umgeleitet wird, wird die 5 solange sicherlich ihren Nordast einbüßen.

Positives Highlight: Baubeginn der Bauabschnitte 2, 2a, 3, 4, 6 und 7 (bei 2a und 3 war es doch 2010, oder vertue ich mich jetzt?). Fertigstellung der Abschnitt 2, 2a und 3.

Negatives Highlight: Regelmäßige und zum Teil massive Ausfälle - offiziell wegen hohem Krankenstand - in den Jahren 2015 bis 2018.

Meine Wünsche:

- Ohne große Debatte zwei Kleinigkeiten:
1) Ausdehnung der "Nur-MVB-Sonderangebote", namentlich das Semesterticket und der verschiedenen Kombitickets auf die Tarifzone 010.
2) Zusätzlicher Nachtanschluss in der zusätzlichen Stunde zur Zeitumstellung Ende Oktober.

Des Weiteren:
- Zügiger Baubeginn Bauabschnitt 5.
- Baubeginn Betriebshof Nord vor 2023 und keine zeitliche Kollision mit Neubau Sülzebrücke. Oder besser gesagt: Baustelle Nord sollte nicht mit der angekündigten mehrwöchigen (also eher mehrmonatigen ;) ) Sperrung für die Straßenbahn in Südost zusammenfallen.
- Stadtratsbeschluss des "großen Wurf" für Ottersleben (also einer Streckenführung die deutlich über die CDU-Forderung hinausgeht) und nach Möglichkeit auch Baubeginn der Strecke.
- Nach der Fertigstellung Nord (der gern ein ganz bisschen zu klein geplant werden kann, aber püüüüscht!), Umbau der heutigen Hauptwerkstatt zu einer kleinen Abstellanlage für vllt 10 Wagen um die Möglichkeit zu haben, auch zentrumsnah Bahnen einsetzen zu können. Dabei muss der Bau nicht in den kommenden 10 Jahren starten, wichtig ist mir, dass man sich die Möglichkeit nicht verbaut.
Und im Hinblick auf meinen Kritikpunkt:
- Ich würde mir gerne jeden Ausfall, auf den Umlauf genau, in den Kalender eintragen ohne das ich beim Verfassen der Bilanz - hier an der Stelle in 10 Jahren - meinen Jahresurlaub nehmen muss. ;)

Offline Stammfahrgast

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Re: Rückblick 2010er und Ausblick 2020er
« Antwort #2 am: 28. Dezember 2019, 11:25:11 »
Zunächst einmal zwei Anmerkungen:
Die Auswirkungen des Hochwasser in Mitteleuropa 2013, haben heute keine Auswirkungen mehr: Mittlerweile fährt die 10 nur alle 20 Minuten nördlich von Neue Neustadt, weil es Zuwenig Bahnen gibt. Die Infrastruktur gibt es mittlerweile wieder her. Es gab dahingehend einen fließenden Übergang...

Du sagst es: es gibt zu wenig Bahnen. Und die Hälfte der T6 sind dem Hochwasser zum Opfer gefallen.
Darüber hinaus ist die Wendeschleife in Rothensee nicht befahrbar.
Meines Wissens waren auch einige Werkstattgleise in Nord durch das Hochwasser nicht nutzbar, wodurch Bahnen länger auf eine Reparatur warten müssen und somit nicht einsatzbereit sind. Oder ist die Wekstatt in Nord wieder voll einsatzfähig?

Eine weitere kleine Auswirkung spüren wir auf der Anna-Ebert-Brücke. Hier wurde nach dem Hochwasser ein Begegnungsverbot und eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 10 km/h eingerichtet.

Es sind also erst alle Hochwasserauswirkungen beseitigt, wenn folgende Bauprojekte abgeeschlossen wurden:
-Sanierung der Strecke Rothensee mit Wendeschleife
-Neubau der Werkstatt des Betriebshof Nord
-Strombrückenverlängerung

Offline ex-magdeburger

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Re: Rückblick 2010er und Ausblick 2020er
« Antwort #3 am: 28. Dezember 2019, 19:47:34 »
Stimmt. Gedanklich war ich einzig bei der Stromversorgung zum Barleber. Wobei die Schleife Rothensee doch bereits seit Jahren wieder nutzbar ist. Es gab meiner Erinnerung nach auch bereits Bahnen die im Zuge einer Wartung der Strecke zum Barleber See dort gedreht haben.

Zum Betriebshof Nord: Da bin ich nicht genau im bilde, allerdings hat ein Neubau in erster Linie etwas mit den Arbeitsbedingungen der Leute zu tun, nicht mit der Strecke. Wobei die Arbeitsbedingungen zweifellos besser werden müssen. Als Argument für eine Taktausdünnung lasse ich es allerdings nur in so fern zu tun, dass es bei mangelnder Werkstattkapazität Auswirkungen auf das gesamte Netz haben müsste.

Zur Brücke: Da hast du recht, allerdings ist das nur eine überschaubare Größe: Der Fahrplan muss berücksichtigen, dass sich Bahnen nicht auf der Brücke begegnen und es brauch zwischen Zollhaus und der nächsten Haltestelle eine Minute mehr.

Offline Albis

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Re: Rückblick 2010er und Ausblick 2020er
« Antwort #4 am: 29. Dezember 2019, 01:35:53 »
Mein Positiverlebnis des Jahrzehnts war der spontane Einsatz von vier historischen Fahrzeugen auf der Linie 1 zwischen Diesdorf und Olvenstedter Platz, als aufgrund eines Wasserrohrbruchs auf der Halberstädter Straße bei gleichzeitiger Sperrung der Ernst-Reuter-Allee der westliche Netzteil nur von Sudenburg aus erreichbar war. Ich meine, das war 2016.

Mein Negativhighlight ist das gleiche wie das von ex-Magdeburger.

Für die 20er Jahre wünsche ich mir eine zügige Fertigstellung der aktuellen und geplanten Großbaustellen und dann auch wieder steigende Fahrgastzahlen, welche in den letzten Jahren eher rückläufig waren.

Offline MalteFr

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Re: Rückblick 2010er und Ausblick 2020er
« Antwort #5 am: 29. Dezember 2019, 12:53:17 »
Stimmt. Gedanklich war ich einzig bei der Stromversorgung zum Barleber. Wobei die Schleife Rothensee doch bereits seit Jahren wieder nutzbar ist. Es gab meiner Erinnerung nach auch bereits Bahnen die im Zuge einer Wartung der Strecke zum Barleber See dort gedreht haben.
Es gibt regelmäßig -- bei Betriebsstörungen, aufgrund von erheblichen Verspätungen etc. -- Bahnen der Linie 10, die nach Rothensee geschildert sind und ich gehe davon aus, dass diese dann dort auch wenden :) (Ich wohne an der Linie 10, deswegen sehe ich das relativ häufig.) Als mir das zum ersten mal auffiel, war das ganz ungewohnt, ist es doch schon so lange her, dass dies vorne an der Bahn zu lesen war …

Offline Stammfahrgast

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Re: Rückblick 2010er und Ausblick 2020er
« Antwort #6 am: 29. Dezember 2019, 14:22:46 »
Stimmt. Gedanklich war ich einzig bei der Stromversorgung zum Barleber. Wobei die Schleife Rothensee doch bereits seit Jahren wieder nutzbar ist. Es gab meiner Erinnerung nach auch bereits Bahnen die im Zuge einer Wartung der Strecke zum Barleber See dort gedreht haben.
Es gibt regelmäßig -- bei Betriebsstörungen, aufgrund von erheblichen Verspätungen etc. -- Bahnen der Linie 10, die nach Rothensee geschildert sind und ich gehe davon aus, dass diese dann dort auch wenden :) (Ich wohne an der Linie 10, deswegen sehe ich das relativ häufig.) Als mir das zum ersten mal auffiel, war das ganz ungewohnt, ist es doch schon so lange her, dass dies vorne an der Bahn zu lesen war …

Okay, Danke für die Richtigstellung. Ich dachte die Wendeschleife sei immer noch nicht befahrbar. Da habe ich mich scheinbar geirrt.