Autor Thema: Sanierung Nordabschnitt Breiter Weg  (Gelesen 14107 mal)

Offline ex-magdeburger

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Re: Sanierung Nordabschnitt Breiter Weg
« Antwort #105 am: 04. Juli 2019, 23:09:56 »
Der Wahnsinn nimmt seinen Lauf. Inzwischen verkehrt Linie 9 durch Ostelbien.

Wenn ab nächste Woche nun noch die Kreuzung B1/Gustav-Adolf-Straße gebaut wird, ist das Chaos perfekt. Dann hilft nur noch Fahrradfahren und die Elbe im Herrenkrug überqueren...

Naja, wie soll die 9 denn sonst fahren? ;)
Auf deutsch gesagt: Die MVB wirtschaften vier Wochen am Gleisdreieck unweit der Haltestelle Listemannstr?!? Vor einiger Zeit wurde doch der Straßenbelag an der Ernst-Reuter-Allee Ecke Otto-von-Guericke-Straße repariert. Ich habe nicht in Erinnerung, dass es dort vier Wochen gedauert hat. Frage in die Runde: Täuscht mich meine Erinnerung? Ich frage mich was da so lange dauert.


Ansonsten erscheint auch die SEV-Linie 41, welche mit zweitürigen Standardbussen gefahren wird, überlastet.

Wenn die zweitürigen Busse überlastet sind sollte die MVB mit dem Busunternehmen verhandeln, ob sie evtl. auf einer regulären MVB-Linie fahren und im Gegenzug fährt die MVB die Linie 41 mit eigenen Gelenkbussen.

Ich finde es bemerkenswert: In der Nörgel-Gruppe auf Facebook steht noch nichts von überlasteten Bussen der 41 (was aber auch nur ein Indiz und kein Beweis ist). Selbst als einer zur Auslastung der 9 und 41 nachgefragt hat, kam bisher nur etwas zur 9. Dann habe ich eine Verständnisfrage: Sind denn tatsächlich auf der 41 Leute nicht mitgekommen? Zwischen gut voll und überlastet ist für mich schon ein Unterschied.

Und zu der Idee der MVB-Gelenkbusse auf der 41: Das könnte jetzt noch gehen, allerdings werden die Gelenkbusse nach den Sommerferien sicher wieder dort gebraucht, wo sie im Moment auch fahren. Es hat schon seinen Grund warum z.b. auf der 69 Gelenkbusse fahren, auch wenn jetzt vllt ein normaler Bus reichen würde. Und da habe ich nicht mal angefangen über die Bürokratie nachzudenken die diese Einsätze mit sich bringen. 😉

Offline NGT8D

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Re: Sanierung Nordabschnitt Breiter Weg
« Antwort #106 am: 05. Juli 2019, 06:35:27 »

Offline NGT8D

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Re: Sanierung Nordabschnitt Breiter Weg
« Antwort #107 am: 05. Juli 2019, 06:45:28 »
MVB-Großbaustelle angelaufen / Kein Baustellenfrust: Mit der Rikscha durch den Breiten Weg

https://www.magdeburger-news.de/?this=frame&c=20190704163347

Offline ex-magdeburger

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Re: Sanierung Nordabschnitt Breiter Weg
« Antwort #108 am: 05. Juli 2019, 11:27:45 »
Zum ersten der beiden Artikel: Dort wird angemerkt, das der Bus dann voll war, wenn er Verspätung hatte. Es ist aber schon etwas anderes, wenn der Bus deswegen voll ist, weil er das einsammelt was zwei Straßenbahnen aus dem Norden "ausspucken". Da käme dann wahrscheinlich auch ein Gelenkbus an seine Grenzen. Dieses Phänomen gibt es auch im Alltag: Nach einer Störung drängeln sich alle in die erste Bahn, auch wenn die nächste in die gleiche Richtung schon dahinter wartet. Diese ist dann total leer.
Um meinen Frage von gestern zu konkretisieren: Sind tatsächlich Leute in der 41 nicht mitgekommen weil der Takt nicht ausreicht?
Außerdem wird in der Facebookgruppe angemerkt, dass in der 41 die Leute nicht durchgehen. Das ist ein Phänomen welches es vermutlich weltweit gibt. Ich habe in einer anderen Stadt mal erlebt, dass ein Busfahrer eine Durchsage gemacht hat "Wenn Sie nicht durchgehen fahre ich nicht los!", plötzlich war doch noch Platz für die paar Leute die noch draußen standen. ;)

Offline Albis

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Re: Sanierung Nordabschnitt Breiter Weg
« Antwort #109 am: 05. Juli 2019, 14:48:27 »
Eine stundenlange Erhebung über Auslastung und Verspätung der 41 hab ich nicht gemacht, da lasse ich Euch den Vortritt. Ich kann nur sagen, dass ich, als ich an der Listemannstraße einsteigen wollte, mehrere Minuten warten musste, bis alle Aussteiger raus waren.

Offline ex-magdeburger

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Re: Sanierung Nordabschnitt Breiter Weg
« Antwort #110 am: 05. Juli 2019, 15:26:07 »
Eine stundenlange Erhebung über Auslastung und Verspätung der 41 hab ich nicht gemacht, da lasse ich Euch den Vortritt. Ich kann nur sagen, dass ich, als ich an der Listemannstraße einsteigen wollte, mehrere Minuten warten musste, bis alle Aussteiger raus waren.

Wobei, da brauch es dann aber keinen Gelenkbus, sondern ein 12-Meter 3-Türer würde die ganze Sache schon deutlich verbessern. Aber dennoch will ich das nicht abwiegeln. Aber das in der Ausschreibung zu fordern, wäre es wahrscheinlich teurer geworden...
Zum einen ist der Fahrplan Makulatur (vorgesehen ist eigentlich, dass der Bus noch in der selben Minute von der Listemannstr. wieder abfährt), außerdem werden die Straßenbahnen ausgebremst. Es wird lustig, wenn ein voller Bus in die Haltestelle eingefahren ist, und genau in dem Moment die 9 mit Anhänger ebenfalls von Ostelbien rumkommt, die steht erstmal die Minuten - in denen der Bus noch seinen Fahrgastwechsel macht - nicht vollständig in der Haltestelle und kann den eigenen Fahrgastwechsel nicht starten.

Offline Ditmar

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Re: Ottersleben
« Antwort #111 am: 05. Juli 2019, 17:14:00 »
Warum also keine Kurve bauen und die östliche Königstraße und westliche Salbker Chaussee auch per Straßenbahn erschließen? 

Weil es dort vor allem in Richtung Salbke viel zu eng ist. Man kann annehmen, daß es so sicher wie das Amen in der Kirche ist, daß die Strecke wie vorgesehen, das Stück hinter der Kreuzung enden wird. Ein Buslinie wird die Bedienung in Ottersleben und Umgebung übernehmen, denke ich mal, als Zubringer zur Bahn quasi.

Offline NGT8D

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Re: Sanierung Nordabschnitt Breiter Weg
« Antwort #112 am: 05. Juli 2019, 18:01:14 »
Kein Baustellenfrust: Mit der Rikscha durch den Breiten Weg

Wir haben mit der Schienenerneuerung auf dem Nordabschnitt des Breiten Wegs begonnen. Statt Straßenbahnen, verbinden Shuttlebusse die Strecke. Und als besonderen Service auch Rikschas.



Da staunten die Fahrgäste gestern früh nicht schlecht: Statt mit der Straßenbahn, ging es per Rikscha vom Opernhaus in die Innenstadt. An den ersten beiden Tagen der Baustellen-Sperrung auf dem Nordabschnitt des Breiten Wegs bieten wir diesen besonderen Service allen Fahrgästen an. Von 7.30 Uhr bis 11.30 Uhr und von 14 Uhr bis 18 Uhr sind die kostenlosen Velotaxis auf dem Nordabschnitt Breiter Weg unterwegs. „Besser geht’s ja nicht!“, sagte eine Nutzerin und hatte sichtlich Spaß.
Aber auch abseits des Rikscha-Service gab es wenig Grund für Baustellenstress. An allen Haltestellen im Umfeld der Baustelle – am Opernhaus, an der Listemannstraße, am Alten Markt und am City Carré – sind die Mobilitätsberater der MVB im Einsatz. Mehr als 20 Mitarbeiter helfen beim Umsteigen und geben Auskunft, wie trotz Baustelle die persönlichen Ziele erreicht werden können. Dieser Service wird die nächsten Wochen über angeboten. Die Mitarbeiter nehmen auch Hinweise auf und geben sie weiter.Damit jeder Fahrgast möglichst gut über die Linienänderungen informiert ist, hatte wir bereits im Vorfeld eine umfassende Informationskampagne gefahren. Mehr als 20.000 Briefe wurden an Magdeburger verschickt, Plakate und Anzeigen hängen in der gesamten Stadt und machen auf die Veränderungen aufmerksam. In den Fahrzeugen und an den Haltestellen hängen die neuen Liniennetzpläne und die digitalen Anzeigen machen ebenfalls auf die Änderungen aufmerksam.

Aber nicht alles funktioniert am ersten Tag reibungslos. Die Straßenbahnen, die an den Haltestellen City Carré und Listemannstraße einen Linienwechsel durchführen, haben zu spät auf das neue Ziel umgeschildert. Ein Softwareproblem, das umgehend behoben wird, sodass ab morgen die Straßenbahnen bereits bei Einfahrt in die Haltestelle das neue Ziel anzeigen. Auch bei den Shuttlebussen der Linie 41 kam es zu kleineren Verzögerungen, da diese im normalen Verkehr mit rollen. An einigen Ampeln hat es länger gedauert, als eigentlich vorgesehen. Hier bitten wir um Verständnis, wenn es einmal länger dauert, bis ein Bus kommt. Normalerweise ist in den Ferien ein 7-Minuten-Takt vorgesehen.

MVB-Großbaustelle angelaufen

Unterdessen geht es auf der Baustelle selbst schon richtig voran. Heute wurde mit dem Herausreißen der alten Straßenbahnschienen und dem Rückbau der Haltestellen begonnen. Wegen des engen Baufelds und des Baustellenverkehrs ist eine Querung der Baustelle jedoch nicht möglich. Bis Oktober wird die Strecke auf dem Nordabschnitt Breiter Weg auf 450 Metern von Grund auf neu gebaut. Dabei wird Rasengleis verlegt, die Übergänge und die Haltestellen Opernhaus und Am Katharinenturm barrierefrei ausgebaut. Wir investieren 4,5 Millionen Euro, wovon das Land Sachsen-Anhalt 3,2 Millionen Euro übernimmt.
Alle Informationen zu den geänderten Linienführungen und zur Baustelle gibt es unter www.mvbnet.de/nordabschnitt sowie an der kostenfreien Service-Hotline 0800 – 548 1245.

Quelle: https://136165.seu2.cleverreach.com/m/11455227/1209138-4177ad82e2cf94cae3fdf27ce930926f

Offline NGT8D

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Re: Sanierung Nordabschnitt Breiter Weg
« Antwort #113 am: 05. Juli 2019, 19:10:49 »
Bilder vom 04.07.2019 auf Facebook

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PS: Leider wurde die Möglichkeit Bilder aus Facebook hier hochzuladen, anscheinend durch die Administratoren, gesperrt


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Re: Sanierung Nordabschnitt Breiter Weg
« Antwort #114 am: 05. Juli 2019, 19:11:23 »
Bilder vom 05.07.2019 auf Facebook

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Offline ex-magdeburger

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Re: Sanierung Nordabschnitt Breiter Weg
« Antwort #115 am: 10. Juli 2019, 12:40:11 »
Was mir jetzt erst aufgefallen ist: Anders als die 69 und 71 (letztere hat über Olvenstedt sowieso Anschluss an den Süden und Westen), die am Streckenverlauf der 9 liegen, hat die 51 besonders schlechte Anschlüsse die südliche Innenstadt. Sinnvoll wäre es, jede fahr der 51 über Arenen zu führen, um auch einen Vernünftigen Anschluss an die 9 herzustellen. Natürlich haben auch noch andere Busse (z.b. die 61) keinen Anschluss an die andere Stadthälfte haben, allerdings ist es bei der 51 besonders einfach den Anschluss an beide Stadthälften herzustellen.
Meine Vermutung: Derzeit ist die Auslastung des 51er grottig. Aber es beschwert sich keiner, weil alle gleich das Auto nehmen...

Aber zur Sache: An mich wurde herran getragen, dass die 41 an der Listemannstraße - zumindest bei starkem Fahrgastandrang - hinten hält, um alle aussteigen zu lassen, dann vorfährt um alle einsteigen zu lassen. Für ein gemeinsames Ein- und Aussteigen am selben Punkt ist die Haltestelle zu klein (daran würden Busse mit mehr Türen nur bedingt etwas ändern). Das Problem ist dann aber: Eine Standzeit ist im Fahrplan nicht vorgesehen, die Busse müssten eigentlich noch in der selben Minute weiterfahren. Wie schon vor ein paar Tagen erwähnt wurde: Der Fahrplan ist im Grunde nur Makulatur. So richtig rund läuft es mit der 41 (noch) nicht. Ich bin gespannt, wie das nach den Ferien läuft. Ob es eine Option ist, dass sich der Fahrplan ändert und eine Minute Standzeit an der Listemannstraße in die Pläne eingespeist wird? Noch ist der Fahrplan des 41 für nach den Ferien für Montags bis Freitags nicht veröffentlicht, auch wenn er Teil der Ausschreibungsunterlagen war, seinerzeit aber meiner Erinnerung nach mit dem Hinweis, dass sich die Pläne noch ändern können.

Offline Michael

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Re: Sanierung Nordabschnitt Breiter Weg
« Antwort #116 am: 10. Juli 2019, 21:35:18 »
Ich habe mir vorhin auf dem Heimweg mal den Umweg über die Innenstadt gewählt um mal selbst zu sehen was da so ist. Es war schon nach 18 Uhr. Die Busse und Fahrer kannte ich schon, sie waren vom Busbetrieb Anger und sind eigentlich in Ordnung. Die Klima lief, der Bus war noch recht sauber und die Fahrweise war gut in dem Bus den ich nutzte. So richtig nach Fahrplan fuhr man aber nicht. Der Fahrer fragte die Mobilitätshelfer einfach wann der Bus vor ihm weg war und passte sich dann an. Fand ich eigentlich in Ordnung, denn Rudelfahren mit großer Lücke ist ja auch doof. An der Listemannstraße wurde erst hinten zum Aussteigen gehalten und dann noch einmal vorn. Auf dem Rückweg wollte ich dann die große Schleife der 9 fahren, was nicht so schön war, denn sie hatte 15 Minuten Verspätung und war entsprechend voll. Noch dazu war es ein Solo-NGT. Den Großzug habe ich nur vor mir wegfahren sehen ( es gibt ihn also wirklich  :) )  Für mich als Fazit bleibt zu sagen die Ausschilderung zum SEV ist gut mit der "Bandenwerbung" an den Haltestellen, das Auskunftspersonal hat sich gekümmert und die Busse waren schön temperiert. Hoffen wir aber trotzdem, dass die Baustelle rechtzeitig fertig wird.

Offline Ditmar

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Re: Sanierung Nordabschnitt Breiter Weg
« Antwort #117 am: 11. Juli 2019, 17:20:10 »
Habe mich heute eine Stunde in der Listemannstraße aufgehalten und gesehen, daß alles recht problemlos läuft. MVBer helfen bei Fragen aus, der 41 wartet auch mal, wenn ihm gerade eine Bahn entgegenkommt. Auf der Rathenaustraße ist allerdings wirklich Chaos und das selbst außerhalb des BV. Ear also richtig, den 73 zu kürzen, da ist man schneller hingelaufen. Heute waren wieder 1283 & Co. auf der 9 (Zug 4), die wechseln sich ab. Ich denke, der Großzug wird auch an den folgenden Werktagen fahren, da ja einige "Gigaliner" in HU sind.

Offline NGT8D

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Re: Sanierung Nordabschnitt Breiter Weg
« Antwort #118 am: 12. Juli 2019, 15:07:01 »
Erste Woche Gleiserneuerung Breiter Weg: Das Fazit

Die erste Woche mit SEV und Umleitungen liegt hinter uns. Was lief gut und was kann optimiert werden? Unser Autor Tim berichtet im Blog.

Seit einer Wochen läuft die Schienenerneuerung am Breiten Weg Nordabschnitt. Ganz klar: Bauarbeiten sind nervig, aber leider nicht vermeidbar. Hätte die MVB jetzt nicht damit begonnen, die Strecke neu zubauen, dann wäre bald gar keine Straßenbahn mehr darüber gerollt. Der schlechte technische Zustand lässt keinen weiteren Aufschub zu.

Die Bauarbeiten



Nach einer Woche ist der Breite Weg fast nicht mehr wiederzuerkennen. Nur noch die Fahrleitungsmaste erinnern daran, dass dort mal Straßenbahnen fuhren. Sämtliche Gleise sind herausgerissen und abtransportiert worden. Das Pflaster ist ebenfalls abgetragen. Sand säumt jetzt den Breiten Weg.
Umständlich ist, dass es keine Querung zwischen Ostseite und Westseite des Breiten Wegs gibt. Man muss einen Umweg um die Baustelle herum laufen. Dies sei nicht anders machbar, erklärt die MVB auf Nachfrage. Würden Querungen eingerichtet, würde sich die Bauzeit mehr als verdoppeln. Okay, das klingt plausibel. Lieber knapp vier Monate in den sauren Apfel beißen, als über ein halbes Jahr auf die Straßenbahn zu verzichten.
Die Geschäfte sind übrigens trotzdem gut erreichbar, da es keine Einschränkungen auf den Fußwegen gibt. Man kann also nicht nur shoppen, sondern auch gleich den Bauarbeitern zu gucken.

Der Ersatzverkehr



Ganz großes Lob geht an die vielen Mobilberater der MVB an den Umsteigepunkten City Carré und Listemannstraße. Die helfen einem beim Umsteigen und können jede Frage beantworten, z. B. wie es mit dem Ersatzbus weiter geht. Falls auch ihr fragen habt, traut euch ruhig, die netten Frauen und Männern mit den orangen Westen anzusprechen.
Die Ausschilderung ist auch gut. Am Geländer an den Haltestellen steht, wo der Shuttlebus abfährt. Das ist wirklich nicht zu übersehen. Ihr fahrt also mit der Straßenbahn bis zur Listemannstraße (oder zum City Carré), wartet dort auf den Shuttlebus SEV 41 und steigt in diesen um. Dieser bringt euch dann weiter zum City Carré (oder eben Listemannstraße) und von dort geht es dann mit der gewohnten Straßenbahnlinie weiter.



Im morgendlichen Berufsverkehr läuft allerdings nicht alles ganz glatt. Im Shuttlebus ist es recht voll – dafür sind die Busse aber klimatisiert. Man muss also nicht schwitzen. Auf der Strecke kommt es durch den Stau auf den Straßen manchmal zu Verspätungen. Die gute Nachricht ist aber: Die MVB stimmt sich mit dem Ampeldienst der Stadt ab. Eventuell können die Grünphasen verlängert werden, sodass sich der Stau schneller auflöst. Mal sehen, ob es klappt.

An den Haltestellen City Carré und Listemannstraße wechseln die Straßenbahnlinien. Die 1 wird zur 6, die 2 wird zur 10 und umgekehrt. Am ersten Tag konnte man als Fahrgast aber nicht rechtzeitig erkennen, um welche Linie es sich denn nun handelt, da die Zielanzeige an den Bahnen zu spät umschaltete. Dies hat die MVB aber bereits am letzten Freitag behoben. Daumen hoch für die schnelle Behebung des Fehlers! Jetzt sieht man schon bei Einfahrt der Straßenbahn in die Haltestelle, um welche Linie es sich handelt.

Für euch getestet habe ich auch die Umfahrung des Breiten Wegs mit der Straßenbahnlinie 9, die über die Nord- und Strombrücke fährt. Dies ist eine sehr bequeme Lösung, da man nicht umsteigen muss. Dauert aber auch etwa 15 Minuten länger, als sonst. Jedoch haben viele Fahrgäste denselben Gedanken, weswegen es mitunter etwas voller werden kann. Aber auch hier hat die MVB nachgesteuert: Es gibt seit Montag etwas mehr Platz auf der Linie 9, da zusätzliche Züge mit Beiwagen (also einem Extra-Waggon) bereitgestellt wurden. Hier kann aber auch ein Tatra-Zug zum Einsatz kommen.

Fahrkarte länger als 60 Minuten gültig?

Okay, zugegeben: Durch den Umstieg von der Bahn in den Bus 41 oder 73 und dann wieder umsteigen in die Bahn verliert man Zeit. Genauso mit der Umwegefahrt mit der Linie 9.
Reicht da noch mein Einzelfahrschein aus? Der ist doch nur 60 Minuten gültig?! Ganz einfache Antwort: Ja, ein Fahrschein reicht aus! Ist die gewünschte Verbindung nicht in 60 Minuten zu schaffen und gibt es keine schnellere Alternative (z.B. mit der S-Bahn), dann gilt der Fahrschein trotzdem weiter. So einfach.

Das Fazit

Mein Fazit: Bauarbeiten sind notwendig, damit auch in Zukunft noch eine Straßenbahn durch Magdeburg rollt. Da müssen wir nun durch. Die MVB hat versucht, das beste daraus zu machen. Die Verbindungen funktionieren soweit ganz gut, man sollte aber definitiv mehr Zeit als sonst einplanen.
Alle Informationen zum Verkehr hat die MVB unter www.mvbnet.de/nordabschnitt zusammengestellt.

Quelle: https://www.mvbnet.de/erste-woche-gleiserneuerung-breiter-weg-das-fazit/

Offline NGT8D

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