Autor Thema: Trassenführung für den BA 5 und 6 zum Neustädter Feld / Kannenstieg  (Gelesen 25044 mal)

Offline NGT8D

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Lieber NGT8D,

Die Buslinie 69 wird definitiv wegfallen. Von diesen Plan wird die MVB nicht abzubringen sein.
Dann eben ohne Abstecher und die Fahrgäste müssen eben umsteigen, wie an vielen anderen Stellen der Stadt auch.

du bist offenbar gut informiert. Hast Du auch eine Meinung dazu?

Sicher habe ich auch eine Meinung dazu.

Eine Straßenbahn der Linie 1 und (wahrscheinlich) 8 sowie die Buslinie 71 halte ich für vollkommen ausreichend für die Anbindung von Neustädter Feld und Kannenstieg an die Stadtteile von Magdeburg. Das es keine Anbindung mehr geben wird über die Mittagstraße halte ich für vertretbar. Diese hat es vor dem Bau der Brücke Mittagstraße über den Magdeburger Ring auch nicht gegeben.

Offline Thyristor

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Der Mensch ist ein Gewohnheitstier.

Richtig. Die Verbindung Hermann-Brise-Platz <> Neustädter Friedhof ist eine gewachsene Verbindung. Die Bewohner können sich zu recht nur schwer vorstellen, auf diese zu verzichten. Vielleicht muss man sie umgewöhnen. Vielleicht auch sollte man trotzdem diese Busverbindung anbieten - von mir aus auch nur bis Mittagstraße und weiter Richtung Wasserkunststraße zur Alten oder Neuen Neustadt. Das nur ein Gedankenspiel.

c) Gesetzt den Fall, dass die SL 4 von Olvenstedt in das Neustädter Feld (Kannenstieg) gelegt wird, ergibt sich eine Entlastung des Streckenastes nach Olvenstedt und vom Neustädter Feld her eine direkte Verbindung mit der Innenstadt.

Diese Verbindung wird es nicht geben, da am Damaschkeplatz kein vollständiges Gleisviereck gebaut wird. Die Verbindung Olvenstedter Straße - Editharing fehlt.

Zum Fahrzeugpark:
Bei dem jetzigen Takt von 10-Minuten kann ich mir nur sehr schwer vorstellen, dass das Zielnetz der Straßenbahn mit den jetzt vorhanden Wagen ausreichend bedient werden kann. Die Einsparungen im Bussektor werden bestimmt nicht dazu genutzt, neue Linien aufzubauen, ggf. sind Verstärkerlinien durchaus sinnvoll, siehe die heutige BL 53 nach Ottersleben. Für mich als möglicher Nutzer stellt sich jedoch die Frage, ob wieder Fahrzeuge vom Typ NGT8D mit einer Länge von ca. 30 m beschafft werden müssen oder ob nicht kürzer, kuppelbare Fahrzeuge beschafft werden können, die in verkehrsschwächeren Zeiten als Solowagen den Verkehr abwickeln. Zum Transport von überwiegend warmer Luft muss man keine ca. 30 m Fahrzeuge auf manchen Linien in den Abendstunden oder am Wochenende einsetzen. Eine gute Energiebilanz sollte vor Typenreinheit stehen.

Aus den Unterlagen der Stadtratsvorlage zu entnehmen ist, dass die Linie 8 (Hauptbahnhof) - Neustädter Feld - LERCHENWUHNE alle 15 Minuten verkehren soll, die Linie 1 KANNANSTIEG - Lübecker Str. - Sudenburg alle 10 Minuten. Ich denke mit diesem Angebot wird es kein Problem sein, auf den vorhanden Wagenpark zu setzen.
Nichts destotrotz sind die ersten NGTS jetzt 20 Jahre hier und man sollte sich demnächst überlegen, ob man neue kauft.

Offline Tw1380

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c) Gesetzt den Fall, dass die SL 4 von Olvenstedt in das Neustädter Feld (Kannenstieg) gelegt wird, ergibt sich eine Entlastung des Streckenastes nach Olvenstedt und vom Neustädter Feld her eine direkte Verbindung mit der Innenstadt. Die Linienführung könnte auch im Nachtverkehr betrieben werden. (Anmerkung: Die Linien Olvenstedt - Leipziger Straße - Reform, Sudenburg - Barleber See bilden im Tag- und Nachtverkehr Kontinuität.) Die SL 8 könnte somit in Spitzenzeiten zwischen Neustädter See und Olvenstedt verkehren, eine Linienführung, die sich bis Mai 1998 bewährt hat. (Anmerkung auch dazu: Im Zuge der Linienpassung soll auch die SL 3 zwischen Olvenstedt und Westerhüsen verkehren, eine Linienführung die bis 1998 von SL 12 vollständig abgedeckt worden ist).
sprich: SL 4 statt Olvenstedt - Cracau -> (Kannenstieg/Lerchenwuhne) - Cracau.

Aus den Unterlagen der Stadtratsvorlage zu entnehmen ist, dass die Linie 8 (Hauptbahnhof) - Neustädter Feld - LERCHENWUHNE alle 15 Minuten verkehren soll, die Linie 1 KANNANSTIEG - Lübecker Str. - Sudenburg alle 10 Minuten. Ich denke mit diesem Angebot wird es kein Problem sein, auf den vorhanden Wagenpark zu setzen.
Nichts destotrotz sind die ersten NGTS jetzt 20 Jahre hier und man sollte sich demnächst überlegen, ob man neue kauft.
Bei der bislang gedachten Linienführung der SL 8 bis Hauptbahnhof ist ein 15 Minutentakt möglich, sobald die Linie aber über die Innenstadt hinaus verlängert wird, gibt es mit dem angedachten 15 Minutentakt fahrplanmäßige Schwierigkeiten mit den anderen Linien. Von daher wird es wohl auch ins Neustädter Feld einen regulären 10 oder 20 Minutentakt geben.

Offline C0py

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c) Gesetzt den Fall, dass die SL 4 von Olvenstedt in das Neustädter Feld (Kannenstieg) gelegt wird, ergibt sich eine Entlastung des Streckenastes nach Olvenstedt und vom Neustädter Feld her eine direkte Verbindung mit der Innenstadt. Die Linienführung könnte auch im Nachtverkehr betrieben werden. (Anmerkung: Die Linien Olvenstedt - Leipziger Straße - Reform, Sudenburg - Barleber See bilden im Tag- und Nachtverkehr Kontinuität.) Die SL 8 könnte somit in Spitzenzeiten zwischen Neustädter See und Olvenstedt verkehren, eine Linienführung, die sich bis Mai 1998 bewährt hat. (Anmerkung auch dazu: Im Zuge der Linienpassung soll auch die SL 3 zwischen Olvenstedt und Westerhüsen verkehren, eine Linienführung die bis 1998 von SL 12 vollständig abgedeckt worden ist).
sprich: SL 4 statt Olvenstedt - Cracau -> (Kannenstieg/Lerchenwuhne) - Cracau.


Da eine Verbindung fehlt kann man zur not auch Olvenstedt - Große Diesdorfer - Kannenstieg fahren.

Offline Tw1380

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Wenn die Linienführung von Kannenstieg/Lerchenwuhne -> Neustädter Feld mit der Innenstadt verbunden werden soll, macht eine Weiterführung der Linie vom Damaschkeplatz nach Olvenstedt absolut keine Sinn.

Offline Stammfahrgast

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Re: Trassenführung für den BA 5 und 6 zum Kannenstieg
« Antwort #20 am: 12. April 2015, 17:55:03 »
Nach meinem bisherigen Kenntnisstand soll das Straßenbahn-Zielnetz mit dem aktuell vorhandenen Fahrzeugbestand betrieben werden. Wenn das funktioniert, könnte der Wegfall des Neunundsechzigers in seiner bisherigen Linienführung genutzt werden, um ÖPNV-Wüsten in Magdeburg anzuschließen. Nachdenkenswert ist da eine Buslinie von irgendwo im Neustädter Feld über die Mittagstraße und Wasserkunststraße entweder in Richtung Rothenseer Straße/Pettenkoferstraße oder Rogätzer Straße.

Eine Aufrechterhaltung der Busverkehrs auf der Mittagsstraße und die Verlängerung der Linie 69 wird auch in einem Antrag von Bündnis90/ Die Grünen gefordert.

http://ratsinfo.magdeburg.de/vo0050.asp?__kvonr=221281&voselect=118676

Offline Tatra-Fan

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ob wieder Fahrzeuge vom Typ NGT8D mit einer Länge von ca. 30 m beschafft werden müssen oder ob nicht kürzer, kuppelbare Fahrzeuge beschafft werden können, die in verkehrsschwächeren Zeiten als Solowagen den Verkehr abwickeln. Zum Transport von überwiegend warmer Luft muss man keine ca. 30 m Fahrzeuge auf manchen Linien in den Abendstunden oder am Wochenende einsetzen. Eine gute Energiebilanz sollte vor Typenreinheit stehen.

Der Typ NGT8D ist was Neubeschaffungen angeht nicht mehr Verfügbar. Alstom wollte bereits seit 2008 keine Fahrzeuge mehr vom Typ NGT8D produzieren, die Verbindlichkeit des Kaufvertrages mit den MVB hat dazu geführt das eben noch diese letzten 11 Wagen der letzten Serie gebaut wurden, danach wurde der Typ NGT8D seitens Alstom eingemottet und wird auch nicht mehr produziert werden. Wer sich noch zurück erinnert der wird noch wissen das ursprünglich mal 120 NGT8D angedacht waren für MD, nur der Verlauf der 90ger Jahre und der damals drastische Rückgang der Fahrgastzahlen korrigierte das Maß nach unten. Der anstoß mit kürzeren Wagen die zur Auslastung in Traktion fahren ist auch aus meiner Sicht der richtige Ansatz.
Optimal wären 22 Meter Fahrzeuge die gekuppelt halt die 44 Meter ergeben und damit dem klassischen Tatra Großzug ebenbürtig sind oder Solo durchaus auf vielen Linien ausreichen. Bestes Beispiel ist die aktuelle Linie 5, wer da mal drauf achtet wie oft da Bahnen fahren wo vlt 1/4 des Wagen belegt ist. Nun gut nun soll die SL 5 im angedachten Zielnetz ja nicht mehr auf ihrem aktuellen Weg fahren.


@Waldmeister: Wo fange ich da an. Sicherlich bin ich großer Fan der Straßenbahn, zeigt ja auch wie ich ein Teil meiner Freizeit verbringe. ABER...man findet bei mir auch Bilder/ Bücher, Modelle der Eisenbahn. Im Bussektor bin ich auch sehr gut bewandert da ich mich auch für Omnisbusse interessiere, dazu kommt das ich auch einen Führerschein und die Lizenz zum Befördern von Personen besitze und eben auch diese Gummibereiften Irrenhäuser fahre. Daher kann ich bewusst sagen: NEIN ICH SAGE DAS NICHT AUS REINER STRAßENBAHN LIEBE! Aber und das sind FAKTEN: Busse beeinträchtigen die Luftqualität, ein Bus ist im Schnitt teurer als ne Bimmel, die Faktoren dafür jetzt hier alle aufzuzählen wäre zu lang.

Offline NGT8D

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Offline NGT8D

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« Letzte Änderung: 15. April 2015, 10:30:22 von NGT8D »

Offline Tatra-Fan

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Interessanterweise wurde jetzt eine mögliche Linienführung vom Kannenstieg zum Milchhof und von dort zur Lübecker/ Kastanienstraße vorgestellt. Bisher war mir nur die angedachte Linie 8 über die neuen
Abschnitte BA 4/ 5/ 6 zum Dammi geläufig. Mit einer solchen Linie, evtl. zweiten Linie, zum Kannenstieg sind die Nörgler das man nicht mehr zur Lübecker kommt völlig überflüssig :) Ich lasse mich mal überraschen.

Offline NGT8D

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Neue Straßenbahnstrecke zum Kannenstieg präsentiert

Gestern stellten das beauftragte Planungsbüro und wir auf einer Bürgerinformationsveranstaltung einen der nächsten Bauabschnitte des Großprojekts 2. Nord-Süd-Verbindung für die Straßenbahn in Magdeburg vor. Baustart könnte 2017 sein.
Der Bauabschnitt 6 umfasst den Neubau einer ca. 1 km langen Straßenbahnverbindung zwischen Ebendorfer Chaussee und Kannenstieg entlang der Johannes-R.-Becher-Straße. Wir haben im Zusammenwirken mit der Stadtverwaltung die Vorplanung für diesen Bauabschnitt beendet. Der Magdeburger Stadtrat soll am Donnerstag, den 16. April über die Vorzugsvariante abstimmen.

Die neue Straßenbahnstrecke schließt an der Kreuzung Ebendorfer Chaussee / Milchweg an. Dort soll ein neues Gleisviereck entstehen. Die Neubaustrecke verläuft dann nördlich entlang der Johannes-R.-Becher-Straße.

„Mit dieser neuen Strecke erhält der Kannenstieg endlich eine Straßenbahnanbindung. Für die Anwohner wird damit das Reisen mit dem ÖPNV deutlich einfacher und schneller. Ein Umstieg vom Bus in die Straßenbahn, um in die Innenstadt zu gelangen, wird dann nicht mehr nötig sein“, freut sich Birgit Münster-Rendel, Geschäftsführerin der MVB, bei der Präsentation des Bauvorhabens. Denn die neu zu bauende Straßenbahnverbindung soll nicht nur die stark ausgelastete Buslinie 69 ersetzen, sondern auch eine direkte Anbindung in die Innenstadt gewährleisten. Damit entfällt der Umstieg für die Fahrgäste vom Bus in die Straßenbahn.

Insgesamt sollen vier neue Haltestellen barrierefrei gebaut werden. Ältere Fahrgäste, Rollstuhlfahrer und Fahrgäste mit Kinderwagen profitieren vom sicheren und stufenlosen Einstieg in die Straßenbahn.

Nach derzeitigem Planungsstand soll eine Straßenbahnlinie vom Kannenstieg kommend über die Lübecker Straße weiter in die Innenstadt geführt werden.


Der Bauabschnitt 6 befindet sich derzeit in der Vorplanung – sie stellt erst die Grundlagenanalyse dar aufgrund derer die weitere Planung zur Erlangung des Baurechts aufbauen wird. Bestimmte Details konnten daher noch nicht vollumfänglich in der Bürgerinformationsveranstaltung dargestellt werden. Wenn der Stadtrat am Donnerstag der Trassenführung zustimmt, soll mit der Entwurfsplanung begonnen werden. Der Bau der Trasse wäre theoretisch ab Ende 2017 möglich.

Vorschläge und Kritik können eingebracht werden

Ungefähr 50 interessierte Bürger nahmen an der Informationsveranstaltung am Dienstag teil und nutzen die Chance, Fragen zu stellen oder Kritik zu äußern. Erfreulich war, dass einige Interessierte die Chance nutzen, um ihre Unterstützung zu dem Neubauprojekt zu bekunden und auf die positiven Erfahrungen aus den bereits fertig gestellten Bauabschnitten der 2. Nord-Süd-Verbindung, allen voran die Verlängerung nach Reform, verwiesen. Kritik gab es unter anderem wegen des Wegfalls einiger Garagenplätze in Höhe der heutigen Buswendeschleife. Einige Bürger stellten außerdem den Nutzen der neuen Straßenbahntrasse infrage. Dem konnten die Verantwortlichen aber entgegen, da der Nutzen der Trasse grundsätzlich durch die Standardisierte Bewertung nachgewiesen werden konnte. Immerhin erhalten über 5.000 Menschen einen direkten Anschluss an das Straßenbahnnetz. Bei der Veranstaltung wurde eins jedoch immer betont: Der vorgestellte Bauabschnitt befindet sich erst in der Vorplanung. Deshalb können einzelne Details, wie z.B. die Lage der Haltestellen, noch verändert werden. Deswegen kann jeder noch Verbesserungsvorschläge und Anregungen im Zusammenhang mit dem Projekt an die MVB senden. „Wir werden jeden Vorschlag in der weiteren Planung beachten und prüfen“, versprach Birgit Münster-Rendel.

Bauabschnitt 5 wird heute vorgestellt

Die neue Strecke zum Kannenstieg bildet zusammen mit den Bauabschnitten 4 und 5 die Nordtrasse der 2. Nord-Süd-Verbindung für die Straßenbahn. Der Bauabschnitt 4 vom Damaschkeplatz zum Hermann-Bruse-Platz befindet sich derzeit in der Planfeststellung. Der Bauabschnitt 5 (BA 5) bildet die Verbindung zwischen Hermann-Bruse-Platz und Ebendorfer Chaussee und wird am 15. April in einer gesonderten Bürgerinformationsveranstaltung präsentiert.

Die volks- und betriebswirtschaftliche Sinnhaftigkeit des Großprojekts wurde durch die „Standardisierte Bewertung“ (Bewertung der volkswirtschaftlichen Aspekte) und durch eine bestandsdatenorientierte Folgekostenrechnung (Bewertung der betriebswirtschaftlichen Aspekte) nachgewiesen. So ist allein der volkswirtschaftliche Nutzen der 2. Nord-Süd-Verbindung fast anderthalb mal höher als Investitions- und Betriebskosten zusammen. Der Bund und das Land Sachsen-Anhalt übernehmen deshalb 90 % der Kosten.

Quelle: http://www.mvbnet.de/neue-straszenbahnstrecke-zum-kannenstieg-praesentiert/
« Letzte Änderung: 15. April 2015, 19:58:17 von NGT8D »

Offline NGT8D

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Interessanterweise wurde jetzt eine mögliche Linienführung vom Kannenstieg zum Milchhof und von dort zur Lübecker/ Kastanienstraße vorgestellt. Bisher war mir nur die angedachte Linie 8 über die neuen
Abschnitte BA 4/ 5/ 6 zum Dammi geläufig. Mit einer solchen Linie, evtl. zweiten Linie, zum Kannenstieg sind die Nörgler das man nicht mehr zur Lübecker kommt völlig überflüssig :) Ich lasse mich mal überraschen.


Wenn man sich den am Donnerstag im Stadtrat zur Debatte stehenden Plan genau anschaut gibt es keine Möglichkeit, dass die Straßenbahn von der Johannes-R-Becher-Straße (aus Richtung Kannenstieg) nach rechts in die Ebendorfer Chaussee (in Richtung Lerchenwuhne) abbiegen kann. Dasselbe gilt auch für die Gegenrichtung.

Aber lassen wir uns überraschen, ob der Plan geändert und ein vollständiges Gleisviereck gebaut werden wird.

siehe hierzu den Plan: DS0014/15 Anlage 3b Lageplan Bauabschnitt 6, Vorzugsvariante
zu finden hier: http://ratsinfo.magdeburg.de/vo0050.asp?__kvonr=220908&voselect=118676

Offline Tatra-Fan

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Also ich habe heute dazu in einer Diskussion bei Facebook auf der MVB Seite gelesen( Nachricht stammt von Tim) Das dort ein Gleis Viereck entstehen soll, damit wäre ein abbiegen in alle Richtungen möglich.
Ich zitiere mal aus dem Text und das ist auch das gleiche was auf Facebook stand: "Die neue Straßenbahnstrecke schließt an der Kreuzung Ebendorfer Chaussee / Milchweg an. Dort soll ein neues Gleisviereck entstehen. Die Neubaustrecke verläuft dann nördlich entlang der Johannes-R.-Becher-Straße."

Laut dem Text in dem Beitrag soll eine Linie vom Kannenstieg kommend in Richtung Ebendorfer Chaussee -> Lübecker Straße geplant sein. Die bisher immer als SL 8 gedachte Linie soll ja aber vom Dammi über den gesamten Neubau zum Kannenstieg fahren. Ergo lässt daraus schließen das noch eine Linie zum Kannenstieg geplant wird die wie die 1 über die Lübercker kommt und dann am Milchhof zum Kannenstieg abbiegt...vlt eine neue SL 11 ;) ?

Siehe Zitat aus dem Text. "Nach derzeitigem Planungsstand soll eine Straßenbahnlinie vom Kannenstieg kommend über die Lübecker Straße weiter in die Innenstadt geführt werden."
« Letzte Änderung: 15. April 2015, 19:30:05 von Tatra-Fan »

Offline NGT8D

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Neue Straßenbahnstrecke durch Birkenweiler präsentiert

Heute stellten Vertreter der Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbH & Co. KG (MVB) und des beauftragten Planungsbüros auf einer Bürgerinformationsveranstaltung den Bauabschnitt 5 des Großprojekts 2. Nord-Süd-Verbindung für die Straßenbahn in Magdeburg vor. Baustart könnte 2017 sein.
Der Bauabschnitt 5 umfasst den Neubau einer ca. 1,5 km langen Straßenbahnverbindung zwischen Hermann-Bruse-Platz und Ebendorfer Chaussee entlang des Burgstaller Wegs und Milchwegs. Der Bauabschnitt ist Teil der neuen zusätzlichen Nordtrasse im Rahmen des Projekts 2. Nord-Süd-Verbindung für die Straßenbahn in Magdeburg. Die MVB hat im Zusammenwirken mit der Stadtverwaltung die Vorplanung für diesen Bauabschnitt beendet. Der Magdeburger Stadtrat soll am Donnerstag, den 16. April über die Vorzugsvariante abstimmen.

„Mit dieser neuen Strecke erhält der Birkenweiler eine Straßenbahnanbindung. Für die Anwohner wird damit erstmals eine direkte Anbindung an die Innenstadt geschaffen. Ein Umstieg vom Bus in die Straßenbahn wird dann nicht mehr nötig sein“, erklärt Birgit Münster-Rendel, Geschäftsführerin der MVB.

Die neu zu bauende Straßenbahnverbindung soll die stark ausgelastete Buslinie 69 ersetzen und zudem eine direkte Anbindung an die Innenstadt gewährleisten. Damit entfällt der Umstieg für die Fahrgäste vom Bus in die Straßenbahn.
Insgesamt sollen in diesem Bauabschnitt zwei neue Haltestellen barrierefrei gebaut werden. Ältere Fahrgäste, Rollstuhlfahrer und Fahrgäste mit Kinderwagen profitieren vom sicheren und stufenlosen Einstieg in die Straßenbahn.

Nach derzeitigem Planungsstand soll eine Straßenbahnlinie von der Lerchenwuhne kommend über die neue Straßenbahntrasse im Birkenweiler und Neustädter Feld zum Hauptbahnhof und weiter in die Innenstadt geführt werden. Das endgültige Liniennetz steht aber noch nicht fest.

Der Bauabschnitt 5 befindet sich derzeit in der Vorplanung – sie stellt erst die Grundlagenanalyse dar, aufgrund derer die weitere Planung zur Erlangung des Baurechts aufbauen wird. Bestimmte Details konnten daher noch nicht vollumfänglich in der Bürgerinformationsveranstaltung dargestellt werden. Wenn der Stadtrat am Donnerstag der Trassenführung zustimmt, soll mit der Entwurfsplanung begonnen werden. Der Bau der Trasse wäre theoretisch ab Ende 2017 möglich.

Vorschläge und Kritik können eingebracht werden

Bei der Veranstaltung wurde eins jedoch immer betont: Der vorgestellte Bauabschnitt befindet sich erst in der Vorplanung. Deshalb können einzelne Details, wie z.B. die Lage der Haltestellen, noch verändert werden. Deswegen kann jeder noch Verbesserungsvorschläge und Anregungen im Zusammenhang mit dem Projekt an die MVB senden. „Wir werden jeden Vorschlag in der weiteren Planung beachten und prüfen“, versprach Andreas Busch, Betriebsleiter der MVB, auf der Veranstaltung.

Bauabschnitte 4, 5 und 6 bilden die neue Nordtrasse

Die neue Strecke durch den Birkenweiler bildet zusammen mit den Bauabschnitten 4 und 6 die Nordtrasse der 2. Nord-Süd-Verbindung für die Straßenbahn. Der Bauabschnitt 4 vom Damaschkeplatz zum Hermann-Bruse-Platz befindet sich derzeit in der Planfeststellung. Der Bauabschnitt 6 (BA 6) schließt an der Ebendorfer Chaussee an und führt nördlich entlang der Johannes-R.-Becher-Straße zum Kannenstieg. Der BA 6 befindet sich ebenfalls noch in der Vorplanung.

Die volks- und betriebswirtschaftliche Sinnhaftigkeit des Großprojekts wurde durch die „Standardisierte Bewertung“ (Bewertung der volkswirtschaftlichen Aspekte) und durch eine bestandsdatenorientierte Folgekostenrechnung (Bewertung der betriebswirtschaftlichen Aspekte) nachgewiesen. So ist allein der volkswirtschaftliche Nutzen der 2. Nord-Süd-Verbindung fast anderthalb mal höher als Investitions- und Betriebskosten zusammen. Der Bund und das Land Sachsen-Anhalt übernehmen deshalb 90 % der Kosten.

Quelle: http://www.mvbnet.de/neue-straszenbahnstrecke-durch-birkenweiler-praesentiert/