Autor Thema: ÖPNV in Braunschweig  (Gelesen 28641 mal)

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Re: ÖPNV in Braunschweig
« Antwort #135 am: 12. Februar 2021, 19:43:02 »
Und was machen eigentlich Bus- und Straßenbahnfahrer, wenn Busse und Bahnen wegen zugeschneiter Straßen und Gleise nicht fahren können? Sie greifen zur Schaufel und packen mit an - weil wir alle wollen, dass der Betrieb bald wieder richtig läuft. Vielleicht habt ihr es heute schon gesehen, an verschiedenen Stellen in der Stadt sind gerade einige unserer Kolleginnen und Kollegen im Schichtbetrieb dabei, die Gleise und die Haltestellen von Eis und Schnee zu befreien, damit wir den Trambetreib sobald wie möglich wieder aufnehmen können. Einige von ihnen gehören zum klassischen Winterdienst, zur Gärtnerei oder arbeiten in der Werkstatt, andere sitzen sonst selbst am Steuer von Bus und Bahn. Alle packen nun mit an - so wie hier zB. am Stadion. 🙂









Quelle: https://www.facebook.com/deineBSVG/photos/pcb.508663853862947/508661910529808

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Re: ÖPNV in Braunschweig
« Antwort #136 am: 12. Februar 2021, 19:43:48 »
Gute Nachrichten zum Wochenende: Ab Betriebsbeginn morgen früh fährt die 1 wieder komplett auf der Schiene zwischen Stöckheim und Wenden und die 2 zwischen Stadion und Heidberg. Und auch sonst nehmen wir morgen wieder alle Linien in Betrieb und fahren Samstag und Sonntag nach Sonntagsfahrplan. Ab Montag gibt es nochmal mehr Angebot: Dann fahren wir nach dem Ferienfahrplan. Auf einigen Linien gibt es noch kleinere Anpassungen wegen der Straßenverhältnisse und weil wir nach wie vor Busse für den SEV brauchen. Alle Infos zum Angebot am Wochenende und ab Montag findet ihr hier: https://bit.ly/BSVGWintereinbruch



+++ Nachtrag: Weil uns immer wieder Nachfragen erreichen, ob einzelne Buslinien wieder fahren: Morgen und übermorgen fahren ➡️ALLE⬅️ Linien nach Sonntagsfahrplan, ab Montag fahren ➡️ALLE⬅️ Linien nach Ferienfahrplan. Es gibt wenige kleine Anpassungen (Linie 427, 413, 426, 431, 436, 442, 461), die findet ihr unter dem Link. Zusätzlich zum Ferienfahrplan fahren die Linien 437, 464 und 481+++

Quelle: https://www.facebook.com/deineBSVG/photos/a.157436745652328/509423880453611/
« Letzte Änderung: 13. Februar 2021, 07:15:20 von NGT8D »

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Re: ÖPNV in Braunschweig
« Antwort #137 am: 13. Februar 2021, 18:12:56 »
Leidenschaft Linienbus: Durch Braunschweig im Minutentakt | Die Nordreportage | NDR Doku


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Re: ÖPNV in Braunschweig
« Antwort #138 am: 15. Februar 2021, 17:51:53 »
Gute Nachrichten: Die Schienen und Straßen sind frei. Deshalb können wir ab Betriebsbeginn morgen, 16. Februar, den Verkehr regulär wieder aufnehmen. Das heißt: Ab morgen gilt der normale Fahrplan für ALLE Linien.

Einzige Einschränkungen bleiben die Tram 3, die weiterhin zwischen Rathaus und Volkmarode als SEV im 15-Minuten-Takt verkehrt, und die Buslinie 437 die in Klein Schöppenstedt und Cremlingen die Nebenstraßen nicht befahren kann.



Quelle: https://www.facebook.com/deineBSVG/photos/a.157436745652328/511410936921572/

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Re: ÖPNV in Braunschweig
« Antwort #139 am: 18. Februar 2021, 18:34:09 »
Mit großer Freude haben wir nun auch die Stadtbahnlinie 3 wieder komplett auf die Schiene schicken können. Damit können wir nach dem Wintereinbruch unser Fahrplanangebot wieder vollumfänglich und ohne Einschränkungen fahren.

Hinter uns liegen kräftezehrende Tage: Seit der starken Schneefälle in der vergangenen Woche waren Mitarbeiter der BSVG Tag und Nacht im Einsatz, um die Schienen der Straßenbahn von Eis und Schnee zu befreien. Die Teams wurden von Bus- und Straßenbahnfahrern unterstützt, die wegen der Straßenverhältnisse nicht fahren konnten. Das Freilegen der Schienen war ein Knochenjob, vor allem bei den eisigen Temperaturen. 14 Stunden hat es allein gebraucht, den Streckenabschnitt zwischen Hauptbahnhof und Inselwall wieder freizulegen.

Unser Dank gilt allen Fahrgästen: Eine solche Situation, in der uns die Menschen, die auf uns angewiesen sind, nicht in vollem Umfang nutzen können, ist sehr ärgerlich. Wir danken allen Fahrgästen für ihre Geduld und ihr Verständnis. Ihr könnt euch darauf verlassen, dass wir alles gegeben haben, um schnellstmöglich wieder für euch da zu sein!

Gleichzeitig gilt unser Dank natürlich auch den Mitarbeitern, die ununterbrochen unterwegs waren, um Schienen und Straßen zu prüfen, um Fahrpläne anzupassen und Dienstpläne neu aufzustellen, um stets das bestmögliche Fahrplanangebot auf die Beine stellen zu können und um unsere Fahrgäste so gut wie möglich über die sich schnell verändernde Lage zu informieren.



Quelle: https://www.facebook.com/deineBSVG/photos/a.157436745652328/513326256730040/

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Re: ÖPNV in Braunschweig
« Antwort #140 am: 03. März 2021, 18:16:20 »

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Re: ÖPNV in Braunschweig
« Antwort #141 am: 23. März 2021, 11:30:38 »
Osterferien: SEV mit Bus in Richtung Weststadt

Die Bauarbeiten beginnen am Freitag, 26. März um 15 Uhr.

Ab Freitag, 26. März, 15 Uhr, nimmt die BSVG Sanierungsarbeiten an den Straßenbahngleisen in Richtung Weststadt vor. Die Tramlinien 3 und 5 werden daher bis voraussichtlich Samstag, 3. April, zwischen „Friedrich-Wilhelm-Platz“ und Weststadt bzw. Broitzem durch einen Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen ersetzt.

Die Arbeiten beginnen am Freitag, 26. März, um 15 Uhr, so dass der letzte Schultag vor den Osterferien von den Einschränkungen weitgehend unbelastet ist. Bis 15 Uhr verkehrt die Tramlinie 3 nach dem regulären Fahrplan, mit Beginn der Bauarbeiten enden die Bahnen am „Friedrich-Wilhelm-Platz“. Die Rückfahrt führt vom „Friedrich-Wilhelm-Platz“ über den „John-F.-Kennedy-Platz“, zurück nach Volkmarode, die Haltestelle „Friedrich-Wilhelm-Straße“ wird in Richtung Volkmarode nicht bedient. Ab „Friedrich-Wilhelm-Platz“ wird ein SEV mit Bussen eingesetzt, dieser verkehrt werktags in der Hauptverkehrszeit mindestens alle 15 Minuten, sonntags alle 30 Minuten. Die Busse enden und beginnen in der Weststadt bereits an der Haltestelle „Saalestraße“, die Endhaltestelle „Weserstraße“ kann im Bauzeitraum nicht bedient werden.

Die Tramlinie 5 wird zwischen Freitag, 26. März, um 15 Uhr und Samstag, 3. April, auf ihrem gesamten Linienweg mit Bussen ersetzt. Die Busse verkehren ab „Hauptbahnhof“ über die Haltestellen „Campestraße“, „John-F.-Kennedy-Platz“ und „Schloss“ weiter über die Friedrich-Wilhelm-Straße in Richtung Broitzem und zurück. Die Halte auf dem regulären Linienweg über die Georg-Eckert-Straße können baustellenbedingt weiter nicht angefahren werden. Der SEV der Tramlinie 5 verkehrt in der Hauptverkehrszeit werktags alle 15 Minuten sowie sonntags alle 30 Minuten.

Auch bei den Buslinien 445 und 455 kommt es zu leichten Fahrzeitveränderungen. Die Buslinien, die regulär über den Cyriaksring bzw. die Luisenstraße verkehren, umfahren die Baustelle mit einer kleineren Umleitung. Hierdurch entfallen jedoch keine Haltestellen.

Alle Ersatzfahrpläne stehen hier auf www.bsvg.net unter "Fahrpläne aktuell" https://www.bsvg.net/fahrplan/fahrplaene-aktuell.html zum Download zur Verfügung und sind auch in der Elektronischen Fahrplanauskunft (EFA) und der App „MEINE BSVG“ hinterlegt. Auch die Servicehotline unter (0531) 383 2050 steht für Auskünfte zur Verfügung. Die BSVG bittet alle Fahrgäste, sich vor Fahrtantritt erneut zu informieren.

Hintergrund der Sperrung sind zwei Arbeiten, die die BSVG parallel in den Osterferien an den Gleisen der Tramlinie 3 vornimmt. So wird im Bereich Cyriaksring/Luisenstraße die Gleisüberfahrt saniert, während zeitgleich im Abschnitt Donauknoten und Weserstraße Stopfarbeiten am Gleis stattfinden. Hierbei wird der Schotter rund um das sogenannte Querschwellengleis neu verdichtet.



Quelle: https://www.bsvg.net/startseite/aktuelles-detailansicht/article/osterferien-sev-mit-bus-in-richtung-weststadt.html

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Re: ÖPNV in Braunschweig
« Antwort #142 am: 01. Juni 2021, 18:26:08 »

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Re: ÖPNV in Braunschweig
« Antwort #143 am: 07. Juni 2021, 17:49:23 »
Mehr Fahrgäste erwartet: Stadtbahnen sollen breiter werden


© stadt Braunschweig/ Foto: Daniela Nielsen

Die Braunschweiger Stadtbahnen sollen künftig eine Fahrzeugbreite von 2,65 Metern haben. Die Verwaltung schlägt dem Rat zu seiner Juli-Sitzung vor, einen Grundsatzbeschluss zu fassen, auf dessen Basis Stadtverwaltung und Verkehrs-GmbH bis 2022 ein Konzept erarbeiten. Bisher sind die Straßenbahnen in Braunschweig 2,30 breit. Es werden in den kommenden Jahren deutlich mehr Fahrgäste erwartet.

Bis 2030 ist das in den Planungen zum Stadtbahnausbaukonzept bereits berücksichtigt. Klimaschutz und Mobilitätswende werden aber auch nach 2030 zu wachsenden Fahrgastzahlen führen. Der bestehende Fahrzeugpark mit 2,30 Meter breiten Fahrzeugen wird die Fahrgäste bei der derzeitigen Taktung langfristig nicht aufnehmen können. Breitere Fahrzeuge können mehr Fahrgäste aufnehmen. Somit lassen sich zusätzliche Fahrzeugbeschaffungen und zusätzlicher Personalbedarf vermeiden oder diese, sofern eine Beschaffung langfristig dennoch nötig wird, besser optimieren. 

Auswirkungen hätte ein solcher Grundsatzbeschluss auf das Schienennetz. Die in Braunschweig bestehende Spurweite von 1.100 mm bliebe bestehen. Breitere Fahrzeuge können auf dieser Spurweite fahren. Für den Einsatz breiterer Fahrzeuge müssen aber die Lage und der Abstand der Gleise passen. Bei über 15 Kilometern des Stadtbahnnetzes ist das bereits gewährleistet. Das Konzept soll ermitteln, wie die Anpassungen im Gleisnetz und in den betroffenen Straßen konkret realisiert und finanziert werden können. Dabei werden auch Fördermöglichkeiten berücksichtigt. Bei den Neubaustrecken für den Stadtbahnausbau und bei aktuellen Sanierungsmaßnahmen wird bereits der mögliche Einsatz breiterer Fahrzeuge berücksichtigt. 

Verwaltung und BSVG müssen außerdem die Weichen für künftige Neuanschaffungen von Straßenbahnen stellen. Stadtbahnfahrzeuge sind in der Regel 30 Jahre im Einsatz. Entsprechend lange wirken Entscheidungen von heute in die Zukunft nach. Außerdem hat die Bestellung von Stadtbahnen eine lange Vorlaufzeit. So steht bereits 2027 der Kauf von zwölf neuen Stadtbahnen an, optional kommen sieben weitere mit dem angestrebten Stadtbahnausbau dazu. Ab 2037 ist der nächste Austausch von zwölf älteren Fahrzeugen vorgesehen. 

„Wir rechnen auch für die Zeit nach 2030 dank Angebotsverbesserungen und Stadtbahnausbau mit einer Zunahme des ÖPNV“, erläutert Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer. Schon jetzt sei die Entwicklung dynamisch, zwischen 2009 und 2019 seien die Nutzerzahlen von 35,5 auf 41,1 Millionen gestiegen. „Bis 2030 werden wir die stärkere Nutzung mit den derzeitigen Fahrzeugen auffangen können. Danach kommen wir an Kapazitätsgrenzen und stehen angesichts der langen Vorlaufzeiten schon jetzt vor der Aufgabe, uns darauf vorzubereiten.“ Daher bereits jetzt der Vorschlag für ein Konzept.

Die Möglichkeit, statt breiterer Fahrzeuge längere Fahrzeuge zu kaufen sei nicht praktikabel, erläuterte BSVG-Geschäftsführer Jörg Reincke. Es fehle in der Stadt schlichtweg der Platz, die Haltestellen zu verlängern. Auch der Werkstattbereich des Stadtbahnbetriebshofs müsste dann grundlegend umgebaut werden. Taktverdichtungen, die ebenfalls denkbar wären, führten zu höherem Fahrzeugbedarf und höheren Betriebskosten, nicht zuletzt durch mehr Personal. Die Anschaffung von breiteren Fahrzeugen würde ebenfalls zu Mehrkosten führen, diese würden im Vergleich allerdings geringer ausfallen, so Reincke.

Die Verkehrs-GmbH rechnet mit etwa 10 Prozent Mehrkosten für breitere Stadtbahnfahrzeuge gegenüber den derzeitigen 2,30 m breiten Fahrzeugen. Insgesamt sei diese Lösung jedoch wirtschaftlicher, so der Stadtbaurat, das zeichne sich jetzt bereits deutlich ab. Am deutlichsten zeige sich dies bei der jetzt vorgeschlagenen Verbreiterung auf 2,65 Meter. Auch 2,40 und 2,50 Meter sind geprüft worden.

Möglichst frühzeitig ein Konzept zu entwickeln sei dabei auch aus Fördergesichtspunkten zwingend, so der Stadtbaurat. Liege ein solches Konzept vor, wird der Kauf von Fahrzeugen zu 50 Prozent vom Land gefördert und auch die Umbauten könnten dann grundsätzlich bezuschusst werden. Zusätzlich würde eine Förderung über den Regionalverband geprüft.

Bisher seien etwa 15 von insgesamt etwa 40 Kilometern Stadtbahnnetz für Fahrzeuge mit einer Breite von 2,65 Metern ausgelegt, sagte Reincke. Dabei spiele die Braunschweiger Besonderheit einer Spurbreite von 1.100 mm keine Rolle. Die künftigen Fahrzeuge hätten eine besondere „Taillierung“, verbreiterten sich nach oben hin und bieten damit dort mehr Raumvolumen, wo es für die Fahrgäste gebraucht wird. In Höhe der Schienen und Bordsteinkanten sind die Fahrzeuge weiterhin 2,30 Meter breit.   

In den bisher nicht angepassten Gleisabschnitten können sich die breiteren Fahrzeuge nicht begegnen, weil der Abstand zwischen den beiden Gleiskörpern („Lichtraum“) zu schmal ist. Beispiele sind die Gliesmaroder Straße oder die Leonhardstraße. Diese Stellen müssten bei künftigen Sanierungen über die Jahre entsprechend umgebaut werden, um nach und nach das ganze Netz anzupassen. 

Im Rahmen des Fahrzeug- und Infrastrukturkonzepts solle geprüft werden, auf welchen Abschnitten idealerweise begonnen werden solle mit einem Umbau solcher Stellen, damit dort ab 2027 dann die ersten neuen Bahnen fahren können, so Leuer. Ersten Überlegungen zufolge könnten das insbesondere die Nord-Süd-Linien 1, und 10 sowie die von den ersten Abschnitten des Stadtbahnausbaus voraussichtlich betroffenen Linien 2 (Verbindung zur Campusbahn) und 4 Radeklint – Rautheim) sein, die gemeinsame Abschnitte mit den Linien 1 und 10 sowie die Anbindung des Betriebshofs sicherstellen. 

Es sei möglich, dass die Umbaumaßnahmen dazu führten, dass in den Straßenraum eingegriffen werde, sagte Heinz-Georg Leuer. Alle solche Vorhaben würden im Rahmen der üblichen Straßen- und Verkehrsplanung dem Rat und der Öffentlichkeit vorgelegt. Nicht eingeschränkt werde die nach wie vor gemäß Ratsbeschluss bestehende Option, für eine eventuelle Reaktivierung der Pläne für eine Regiostadtbahn zwischen Gifhorner Straße mit einer Spurbreite von 1.435 mm zu bauen. Diese Option bleibe bestehen, so Leuer.

Verwaltung will im Rahmen von "Stadt.Bahn.Plus." Anbindung nach Querum weiter prüfen

Die Verwaltung schlägt dem Rat vor, die Untersuchungen und die Bürgerbeteiligung für den künftigen Verlauf der sogenannten Campusbahn ins Jahr 2023 hinein fortzuführen. Im Rahmen der Stadtbahnplanung „Stadt.bahn.plus.“ für das Zielnetz 2030 soll diese  das nördliche Ringgebiet, die TU-Campus Nord und Ost sowie Querum an das Stadtbahnnetz anschließen.

Dabei ist die zuletzt in Teilen der Öffentlichkeit favorisierte Variante einer verkürzten Campus-Bahn, die vor dem Landschaftsschutzgebiet am Campus Ost endet, bezüglich ihrer Wirtschaftlichkeit und damit einer möglichen Förderfähigkeit noch nicht ausreichend geprüft. Dies solle in den kommenden Monaten geschehen, um dem Rat klare Entscheidungsoptionen für den künftigen Streckenverlauf vorlegen zu können, erläuterten Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer und der Geschäftsführer der Braunschweiger Verkehrs-GmbH, Jörg Reincke, in einem Pressegespräch. 

Zudem schlägt die Verwaltung vor, die bisher als nicht förderfähig bewertete Variante einer Streckenführung, die Querum unabhängig von der Campusbahn über die Querumer und Bevenroder Straße erschließt, in die Untersuchungen einzubeziehen. Diese Alternative könnte einen Anschluss Querums über eine Brücke über das Landschaftsschutzgebiet von Wabe und Mittelriede ersetzen, sofern sie förderfähig würde. 

Die Verwaltung hatte in ihrer bisherigen Prüfung bereits ermittelt, dass eine solche Neubaustrecke mit einem Abzweig nach Querum, wenn sie im Zuge oder direkt im Anschluss an den Bau der Strecke nach Volkmarode und Rautheim gebaut wird, nicht förderfähig wäre. Die bisherigen Untersuchungen ergaben im Gesamtliniensystem kein positives Kosten-Nutzen-Verhältnis für diesen Streckenabschnitt.

Weiterführende Untersuchungen der vergangenen Monate hätten gezeigt, dass ein Abzweig nach Querum auf der bestehenden Strecke nach Volkmarode in Höhe der künftigen Wendeschleife an der Querumer Straße in dem Moment förderfähig sein könnte, wenn die Neubaustrecken Volkmarode, Rautheim und Heidberg/Salzdahlumer Straße – Campusbahn (bis TU-Campus Ost) fertig gebaut sind, erläuterte Heinz-Georg Leuer. Grund sind mögliche Optimierungen von Fahr- und Wendezeiten.

Zur Erläuterung: Mit der Umsetzung des Teilprojektes Heidberg/Salzdahlumer Straße – Campusbahn –  Querum würden grundsätzlich zusätzliche Stadtbahnfahrzeuge notwendig werden. Die mögliche Verkürzung der Campusbahn bis zum Campus Ost würde demgegenüber jedoch nicht dazu führen, dass die neu dorthin verkehrende Linie 4 ein Fahrzeug weniger für den Betrieb braucht. In dieser Hinsicht würde eine Verkürzung keinen Vorteil bringen. Wohl aber würden die Fahrzeuge auf dieser Linie aufgrund der kürzeren Strecke Fahrzeitreserven haben und diese als Wendezeiten am Campus Ost abwarten. 

Diese Fahrzeitreserven könnten nun wiederum genutzt werden, um die Wirtschaftlichkeit eines Abzweigs nach Querum zu erhöhen. Das könnte so geschehen: Die Fahrzeit aus der Innenstadt zur Wendeschleife Querumer Straße der Linie 3 (die keine Fahrzeitreserven hat) und die Fahrzeit aus der Innenstadt zur Wendeschleife TU-Campus Ost (Linie 4) sind identisch. Deshalb wurde in ersten Überlegungen geprüft, ob die beiden Linien 3 und 4 ihren Linienweg tauschen könnten. Die Linie 3 führe dann zum TU-Campus Ost und die Linie 4 nach Gliesmarode. Somit würden die Fahrzeitreserven nach Gliesmarode verlagert.  Die somit hierher verlagerten Fahrzeitreserven könnten genutzt werden, um ohne zusätzlichen Fahrzeugeinsatz eine Neubaustrecke zwischen Gliesmarode nach Querum zu bedienen.  Damit würden keine zusätzlichen Betriebskosten für diesen Abzweig entstehen, was sich positiv auf den Nutzen-Kosten-Indikator auswirken kann.

„Rund um die Frage „Wie weit fährt die Campusbahn“ sind also noch eine Reihe von Punkten zu klären, damit wir Klarheit über die Förderfähigkeit bekommen“, sagte der Stadtbaurat. „Deshalb erbitten wir vom Rat die Zustimmung, die Prüfungen für dieses besonders komplexe Teilprojekt noch nicht abzuschließen und natürlich bei der weiteren Untersuchung die Bürgerinnen und Bürger wie gewohnt einzubeziehen.“

Das Stadtbahnausbaukonzept sieht für das Braunschweiger Stadtbahnnetz sechs neue Trassen vor. Diese sind in drei Teilprojekte aufgeteilt, die zeitlich aufeinander folgen. Es gibt im Rahmen der Untersuchungsprozesse jeweils intensive Bürgerbeteiligungen. Die ersten Beschlüsse des Rates für die Planungsverfahren auf Grundlage dieser umfangreichen Voruntersuchungen liegen bereits vor, nämlich für das Projekt Volkmarode Nord.

Weitere Informationen

Stadt.Bahn.Plus https://www.stadt-bahn-plus.de/
Campusbahn http://www.braunschweig.de/politik_verwaltung/nachrichten/medien/2021-06-07_Campusbahn.pdf
Stadtbahn: Fahrzeug- und Infrastrukturkonzept http://www.braunschweig.de/politik_verwaltung/nachrichten/medien/2021-06-07_Stadtbahn.pdf

Quelle: http://www.braunschweig.de/politik_verwaltung/nachrichten/stadtbahnen_sollen_breiter_werden.php

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Re: ÖPNV in Braunschweig
« Antwort #144 am: 07. Juni 2021, 17:52:26 »
Erste neue Echtzeit-Anzeiger hängen im Stadtgebiet

242 neue "DFI-Anzeiger" sollen bis Ende 2022 in Betrieb genommen werden.

Seit März laufen an Bus- und Stadtbahnhaltestellen die vorbereiten Tiefbauarbeiten für die neuen Anzeiger zur dynamischen Fahrgastinformation (DFI). In einer Auftaktveranstaltung im vergangenen Herbst war bereits der erste neue Anzeiger am Friedrich-Wilhelm-Platz präsentiert worden. Jetzt werden nach und nach die ersten Anzeiger im weiteren Stadtgebiet aufgehängt. „Für uns ist das natürlich ein ganz besonderer Schritt. Mit den neuen Anzeigern wird das Projekt Echtzeit für unsere Fahrgäste sicht- und erlebbar“, freut sich BSVG-Geschäftsführer Jörg Reincke.


Am "Stöckheimer Markt" ist ein neuer "Dynamischer Fahrgastinformationsanzeiger" bereits in Betrieb gegangen.

Neue Anzeiger hängen unter anderem bereits an den Haltestellen „Gliesmaroder Straße“, „Marienstift“, „Stöckheimer Markt“, „Hagenmarkt“, „Siekgraben“ und „Richmondweg“. „Das ist natürlich nur der Startschuss. Wir bekommen jetzt nach und nach mehrere Lieferungen, die wir dann an den bereits vorbereiteten Haltestellen installieren. Allein in dieser Woche gehen mehrere weitere Anzeiger in Betrieb“, so Reincke. Bis 2022 werden dann im gesamten Stadtgebiet 242 neue Anzeiger hängen, die den Fahrgästen die Abfahrtzeiten der Busse und Stadtbahnen in Echtzeit anzeigen. Gleichzeitig machen die DFI-Anzeiger den ÖPNV auch barrierefreier nutzbar. Denn alle neuen Anzeiger verfügen am Mast über einen Taster. Fahrgäste, die diesen betätigen, bekommen die angezeigten Zeiten und Linien vorgelesen.

Die Zahl der neuen Anzeiger wird kontinuierlich wachsen. Unter www.bsvg.net/dfi bietet die BSVG gemeinsam mit dem Regionalverband Region Braunschweig (RGB) eine Karte, die fortlaufend aktualisiert wird. Auf ihr sind geplante Standorte mit einem roten Punkt markiert und Haltestellen, an denen bereits neue Anzeiger hängen, mit einem grünen.

Im Rahmen des Projekts Echtzeit sollen bis Mitte 2022 in 20 Kommunen der gesamten Region 457 neue DFI-Anzeiger aufgehängt werden, 242 davon in Braunschweig. Der Regionalverband Großraum Braunschweig koordiniert das Gesamtprojekt. Die Kosten liegen bei 10,4 Millionen Euro. 75 Prozent fördert das Land Niedersachsen, weitere 12,5 Prozent der Regionalverband.

Quelle: https://www.bsvg.net/startseite/aktuelles-detailansicht/article/erste-neue-echtzeit-anzeiger-haengen-im-stadtgebiet.html

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Re: ÖPNV in Braunschweig
« Antwort #145 am: 12. Oktober 2021, 18:21:16 »
18 Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Melverode haben bei uns einen besonderen Einsatz geprobt. Mit einem Hebekissen und einem hydraulischen Rettungszylinder haben sie eine unserer gut 50 Tonnen schweren Stadtbahnen angehoben und den Ernstfall "Person unter Stadtbahn" geübt. Für die Feuerwehrleute auch kein alltäglicher Einsatz. Danke für Euer Engagement! Ein paar Eindrücke von der spannenden Übung seht ihr hier:













Quelle: https://www.facebook.com/deineBSVG/photos/pcb.734864047909592/734859764576687

 

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