Autor Thema: Ansichtskartenreise mit der Magdeburger Straßenbahn  (Gelesen 3524 mal)

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Re: Ansichtskartenreise mit der Magdeburger Straßenbahn
« Antwort #45 am: 12. August 2021, 06:24:06 »
Den Abschluss der Bebauung der nördlichen Karl-Marx-Straße (heute Breiter Weg) bildete das CENTRUM-Warenhaus (das heutige Warenhaus GALERIA Karstadt Kaufhof), errichtet in den Jahren 1970 – 73, als zweitgrößtes Warenhaus der DDR.

Urhebervermerk: PLANET-VERLAG Berlin | Foto: Biscan | Magdeburg – CENTRUM-Warenhaus | undatiert, ca. 1976 | Sammlung Ralf Kozica



Quelle: https://www.facebook.com/IGNah.net/photos/pcb.2038884482943459/2038882489610325/

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Re: Ansichtskartenreise mit der Magdeburger Straßenbahn
« Antwort #46 am: 12. August 2021, 06:24:49 »
1972: Freude beim Einkauf – CENTRUM. Die Magdeburgerinnen und Magdeburger, die im Juli 1972 mit der Straßenbahn durch den Nordabschnitt der Karl-Marx-Straße fuhren, freuten sich bestimmt auf das neue Warenhaus. 1973 eröffnete das CENTRUM und setzte damit auch einen architektonischen Akzent bei der Neugestaltung der kriegszerstörten Magdeburger Innenstadt.

Etwas altmodisch vor der modernen Aluminiumfassade des Warenhauses wirkt der Straßenbahnzug der Linie 2, der aus sogenannten Aufbauwagen besteht. Diese Fahrzeuge entstanden auf noch brauchbaren Fahrgestellen kriegsbeschädigter Wagen. Der Triebwagen 171 wurde 1951 im Waggonbau Gotha gefertigt, auch die Beiwagen entstanden dort. Diese Fahrzeuge wurden 1975 und 1976 ausgemustert und verschrottet.

Foto: Rudolf Grunig/Sammlung Ralf Kozica



Quelle: https://www.facebook.com/IGNah.net/photos/pcb.2038884482943459/2038882469610327

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Re: Ansichtskartenreise mit der Magdeburger Straßenbahn
« Antwort #47 am: 12. August 2021, 06:25:25 »
2. Juli 1977: Zum Jubiläum »100 Jahre Straßenbahn in Magdeburg« veranstaltete die MVB Magdeburger Verkehrsbetriebe eine Fahrzeugschau auf dem Alten Markt. Im Hintergrund ist das CENTRUM-Warenhaus zu sehen.

Damals war der Linieneinsatz von Altbaufahrzeugen bereits eineinhalb Jahre Geschichte. Dass neben Tatra- und Gotha-Wagen auch fünf als »Traditionswagen« bezeichnete Altbaufahrzeuge bei der Fahrzeugschau gezeigt werden konnten, war unermüdlichen Straßenbahnenthusiasten zu verdanken. Sie erreichten durch ihre Beharrlichkeit, dass die alten Bahnen erhalten wurden. Heute sorgen wieder engagierte Männer und Frauen des Vereins IGNah und Kolleginnen und Kollegen der MVB dafür, dass wir uns immer noch über die Flotte der historischen Straßenbahnen in Magdeburg freuen können.

Foto: Wolfgang Schreiber/Sammlung IGNah



Quelle: https://www.facebook.com/IGNah.net/photos/pcb.2038884482943459/2038882442943663

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Re: Ansichtskartenreise mit der Magdeburger Straßenbahn
« Antwort #48 am: 13. August 2021, 17:22:31 »
Die Gebäude am Alten Markt wurden ab 1950 nach einem Entwurf von Johannes Kramer und Max Wiegleb in einem traditionellen Verständnis völlig neu errichtet, wobei die Traufhöhe (vier Geschosse) und die Verwendung von Steildächern vorgegeben wurden. Der Alte Markt behielt nach dem Wiederaufbau seine ursprüngliche Größe und erfuhr eine Öffnung nach Westen hin zur Karl-Marx-Straße.

Die Südseite des Alten Marktes wurde ab 1954 gemeinsam mit dem Block A (»Stadt Prag«) an der Wilhelm-Pieck-Allee/Karl-Marx-Straße errichtet.

Nachdem finanzielle Gründe einer Verlegung des Rathauses in ein neues Gebäude am Zentralen Platz entgegenstanden, wurde 1965 die Enttrümmerung und der Wiederaufbau des alten Rathauses mit historischer Fassade auf dem Alten Markt beschlossen.

Der Straßenbahnverkehr in die östlich der Elbe gelegenen Stadtteile Brückfeld und Cracau wurde bis zur Inbetriebnahme der neuen Strombrücke im Jahr 1965 über den Alten Markt geführt. Danach wurden die Gleise zu einer Blockumfahrung umgestaltet.

Auf dem Alten Markt waren Straßenbahnen dann nur noch bei der Präsentation neuer Fahrzeuge, anlässlich des 100jährigen Bestehens der Magdeburger Straßenbahn und bei Sonderfahrten zu sehen. Gelegentlich wurden hier auch schadhafte Züge ausgesetzt und kurzzeitig abgestellt.
Seit Juli 1997 sind keine Straßenbahnfahrten über den Alten Markt mehr möglich, Weichen und Gleise wurden bis auf ein Stumpfgleis an der Hartstraße entfernt.

Urhebervermerk: Verlag Willy Klautzsch I.V. Magdeburg | Foto: unbekannt | Magdeburg – Alter Markt | undatiert, ca. 1958 | Sammlung Ralf Kozica



Quelle: https://www.facebook.com/IGNah.net/photos/pcb.2040087476156493/2040080719490502/

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Re: Ansichtskartenreise mit der Magdeburger Straßenbahn
« Antwort #49 am: 13. August 2021, 17:23:07 »
Die Gebäude am Alten Markt wurden ab 1950 nach einem Entwurf von Johannes Kramer und Max Wiegleb in einem traditionellen Verständnis völlig neu errichtet, wobei die Traufhöhe (vier Geschosse) und die Verwendung von Steildächern vorgegeben wurden. Der Alte Markt behielt nach dem Wiederaufbau seine ursprüngliche Größe und erfuhr eine Öffnung nach Westen hin zur Karl-Marx-Straße.

Nachdem finanzielle Gründe einer Verlegung des Rathauses in ein neues Gebäude am Zentralen Platz entgegenstanden, wurde 1965 die Enttrümmerung und der Wiederaufbau des alten Rathauses mit historischer Fassade auf dem Alten Markt beschlossen.

Die bronzene Rathaustür, die 1970 eingebaut wurde und die Szenen der Magdeburger Geschichte zeigt, schuf der Bildhauer Heinrich Apel.
Am 28. September 1974 wurde aus Anlass des 25-jährigen Jubiläums der DDR ein Glockenspiel im Turm des Rathauses eingeweiht.

Der Eulenspiegelbrunnen erinnert an eine in Magdeburg spielende Episode der Eulenspiegelsage und wurde im Jahr 1970 vom Magdeburger Bildhauer Heinrich Apel geschaffen.

Urhebervermerk: PLANET-VERLAG BERLIN | Foto: Biscan | Magdeburg – Alter Markt – Hasselbachplatz – Aussichtsturm im Kulturpark Rotehorn – Blick zum CENTRUM-Warenhaus (mit Eulenspiegelbrunnen) | undatiert, ca. 1974 | Sammlung Ralf Kozica



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Re: Ansichtskartenreise mit der Magdeburger Straßenbahn
« Antwort #50 am: 13. August 2021, 17:23:43 »
Die Gebäude am Alten Markt wurden ab 1950 nach einem Entwurf von Johannes Kramer und Max Wiegleb in einem traditionellen Verständnis völlig neu errichtet, wobei die Traufhöhe (vier Geschosse) und die Verwendung von Steildächern vorgegeben wurden. Der Alte Markt behielt nach dem Wiederaufbau seine ursprüngliche Größe und erfuhr eine Öffnung nach Westen hin zur Karl-Marx-Straße.

1952 konnte der erste Wohnblock auf der Nordseite des Alten Marktes bezogen werden.
Der Eulenspiegelbrunnen erinnert an eine in Magdeburg spielende Episode der Eulenspiegelsage und wurde im Jahr 1970 vom Magdeburger Bildhauer Heinrich Apel geschaffen.

Nachdem finanzielle Gründe einer Verlegung des Rathauses in ein neues Gebäude am Zentralen Platz entgegenstanden, wurde 1965 die Enttrümmerung und der Wiederaufbau des alten Rathauses mit historischer Fassade auf dem Alten Markt beschlossen.
Die bronzene Rathaustür, die 1970 eingebaut wurde und die Szenen der Magdeburger Geschichte zeigt, schuf der Bildhauer Heinrich Apel.
Am 28. September 1974 wurde aus Anlass des 25-jährigen Jubiläums der DDR ein Glockenspiel im Turm des Rathauses eingeweiht.

Urhebervermerk: PLANET-VERLAG BERLIN | Foto: Biscan | Magdeburg – Magdalenenkapelle – Karl-Marx-Straße – Alter Markt (Nordseite mit Eulenspiegelbrunnen) – Das alte Rathaus | undatiert, ca. 1973 | Sammlung Ralf Kozica



Quelle: https://www.facebook.com/IGNah.net/photos/pcb.2040087476156493/2040080682823839

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Re: Ansichtskartenreise mit der Magdeburger Straßenbahn
« Antwort #51 am: 13. August 2021, 17:24:48 »
Der Straßenbahnverkehr in die östlich der Elbe gelegenen Stadtteile Brückfeld und Cracau wurde bis zur Inbetriebnahme der neuen Strombrücke im Jahr 1965 über den Alten Markt geführt. Danach wurden die Gleise zu einer Blockumfahrung umgestaltet. Auf dem Alten Markt waren Straßenbahnen dann nur noch bei der Präsentation neuer Fahrzeuge, anlässlich des 100jährigen Bestehens der Magdeburger Straßenbahn und bei Sonderfahrten zu sehen. Gelegentlich wurden hier auch schadhafte Züge ausgesetzt und kurzzeitig abgestellt.

Seit Juli 1997 sind keine Straßenbahnfahrten über den Alten Markt mehr möglich, Weichen und Gleise wurden bis auf ein Stumpfgleis an der Hartstraße entfernt.

Urhebervermerk: Foto: Rudolf Poprawa | Fahrt mit einem Tatrawagen aus der Karl-Marx-Straße auf den Alten Markt | undatiert, ca. 1975 | Sammlung IGNah



https://www.facebook.com/IGNah.net/photos/pcb.2040087476156493/2040080656157175

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Re: Ansichtskartenreise mit der Magdeburger Straßenbahn
« Antwort #52 am: 14. August 2021, 08:10:41 »
Durch die Hartstraße führte die Straßenbahntrasse vom Alten Markt eingleisig auf die Wilhelm-Pieck-Allee. Die Gebäude an der Südseite des Alten Marktes und in der Hartstraße wurden ab 1954 gemeinsam mit dem Block A (»Stadt Prag«) an der Wilhelm-Pieck-Allee/Karl-Marx-Straße errichtet.

In Ermangelung einer Ansichtskarte gibt es hier das Foto zu sehen, das es nicht auf den Titel der Ansichtskartenserie des Planet-Verlags Berlin »100 Jahre Straßenbahn Magdeburg« von 1977 geschafft hat. Im Kino »Theater des Friedens« läuft gerade der Spielfilm »Cabaret«, der am 16. Mai 1975 in der DDR Kinostart hatte. Und der Aufnahmezeitpunkt des Fotos dürfte tatsächlich im Frühling 1975 liegen, denn die Tatra-T4D-Doppeltraktion ist noch fabrikneu und wurde 1975 von den ČKD-Werken geliefert.

Foto: Sammlung IGNah



Quelle: https://www.facebook.com/IGNah.net/photos/pcb.2040454066119834/2040451516120089/

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Re: Ansichtskartenreise mit der Magdeburger Straßenbahn
« Antwort #53 am: 14. August 2021, 08:11:19 »
Die Haltestelle Hartstraße ist mit dem Jubiläum »40 Jahre Tatra-Wagen in Magdeburg« am 18. April 2009 »wiederbelebt« worden und seitdem wieder beliebter Ausgangspunkt für Sonderfahrten mit den Fahrzeugen der historischen Straßenbahnflotte von MVB und IGNah.

Foto: Ralf Kozica, 18. April 2009



Quelle: https://www.facebook.com/IGNah.net/photos/pcb.2040454066119834/2040451566120084

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Re: Ansichtskartenreise mit der Magdeburger Straßenbahn
« Antwort #54 am: 14. August 2021, 08:11:56 »
Insbesondere anlässlich historischer Linienverkehre mit der »77« oder auch bei Themenfahrten wie den »Ausflügen in den Herrenkrug« ist die Hartstraße ein Publikumsmagnet.

Der Hechtwagen 70 und Triebwagen 23 sind abfahrbereit, sofern die beiden Fahrer ihr Schwätzchen beenden.

Foto: Ralf Kozica, 9. Juni 2019



Quelle: https://www.facebook.com/IGNah.net/photos/pcb.2040454066119834/2040451586120082

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Re: Ansichtskartenreise mit der Magdeburger Straßenbahn
« Antwort #55 am: 15. August 2021, 20:47:58 »
Nachdem am Ende des 2. Weltkrieges 1945 die alte Strombrücke zerstört in der Elbe lag, konnte sie sehr schnell durch eine Behelfsbrücke ersetzt werden. Am 29. April 1946 fuhr die Straßenbahn auf der provisorischen Strombrücke wieder über die Elbe.

Als Fortführung der neuen, großzügigen Ost-West-Straße quer durch die Innenstadt (ab Januar 1956 Wilhelm-Pieck-Allee, seit 1990 Ernst-Reuter-Allee) war für die neue Strombrücke offizieller Baubeginn am 15. April 1962. Ursprünglich mit vier Fahrspuren für den Autoverkehr, davon zwei Spuren gemeinsam mit der Straßenbahn zu nutzen, und mit breiten Bürgersteigen und Radwegen versehen überspannt sie seit Oktober 1965 mit 30 Metern Breite und 258 Metern Länge und ohne Stützpfeiler im Flussbett die Stromelbe.

Die Ansichtskarte zeigt einen Hechtwagen-Zug, der auf der Linie 4 die neue Strombrücke befährt.

Urhebervermerk: VEB BILD UND HEIMAT REICHENBACH I.V. | Foto: Schlegel, Lunzenau | Magdeburg – Neue Strombrücke | undatiert, ca. 1969 | Sammlung Ralf Kozica



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Re: Ansichtskartenreise mit der Magdeburger Straßenbahn
« Antwort #56 am: 15. August 2021, 20:49:15 »
Als Fortführung der neuen, großzügigen Ost-West-Straße quer durch die Innenstadt (ab Januar 1956 Wilhelm-Pieck-Allee, seit 1990 Ernst-Reuter-Allee) war für die neue Strombrücke offizieller Baubeginn am 15. April 1962. Ursprünglich mit vier Fahrspuren für den Autoverkehr, davon zwei Spuren gemeinsam mit der Straßenbahn zu nutzen, und mit breiten Bürgersteigen und Radwegen versehen überspannt sie seit Oktober 1965 mit 30 Metern Breite und 258 Metern Länge und ohne Stützpfeiler im Flussbett die Stromelbe. Die Weiterführung des Brückenzuges nach Osten über Zoll- und Alte Elbe, Ende der 1970er Jahre projektiert und begonnen, wurde wegen fehlender Finanzen und Baukapazitäten bald wieder eingestellt.

Die Ansichtskarte zeigt einen Hechtwagen-Zug, der auf der Linie 4 die neue Strombrücke befährt.

Urhebervermerk: konsum fotocolor magdeburg | Foto: fotocolor, Rogge | Magdeburg – Neue Strombrücke | undatiert, ca. 1971 | Sammlung Ralf Kozica



Quelle: https://www.facebook.com/IGNah.net/photos/pcb.2042123895952851/2042115832620324

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Re: Ansichtskartenreise mit der Magdeburger Straßenbahn
« Antwort #57 am: 15. August 2021, 20:50:03 »
Ursprünglich mit vier Fahrspuren für den Autoverkehr, davon zwei Spuren gemeinsam mit der Straßenbahn zu nutzen, und mit breiten Bürgersteigen und Radwegen versehen überspannt die neue Strombrücke seit Oktober 1965 mit 30 Metern Breite und 258 Metern Länge und ohne Stützpfeiler im Flussbett die Stromelbe.

Aktuell wird dem Autoverkehr nur eine Fahrspur je Richtung gewährt, der Gleisbereich ist ausschließlich der Straßenbahn vorbehalten.

Der Hechtwagen 70 fährt am 3. Oktober 2018 über die Strombrücke anlässlich eines historischen Linienverkehrs auf der »77«.
Foto: Ralf Kozica



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Re: Ansichtskartenreise mit der Magdeburger Straßenbahn
« Antwort #58 am: 20. August 2021, 13:53:11 »
Im Mai 1953 erfolgte die Grundsteinlegung für die Bebauung der Ost-West-Straße und des Zentralen Platzes im Stil »Nationaler Tradition«.

Ein erstes Ergebnis war der Block A an der Nordseite des Zentralen Platzes, der gleichzeitig die Südseite des Alten Marktes darstellte. Im Block A befand sich die HO-Großgaststätte »Stadt Prag« am wichtigsten Knotenpunkt der Magdeburger Hauptgeschäftsstraßen an der Ecke Wilhelm-Pieck-Allee (heute Ernst-Reuter-Allee) und Karl-Marx-Straße (heute Breiter Weg).

Das am 30. Dezember 1955 eröffnete Nationalitätenrestaurant sollte den Gästen Einblicke in die landestypische Küche des sozialistischen Bruderlandes ČSSR geben. Das »Stadt Prag« zählte viele Jahre lang zu den besten gastronomischen Adressen Magdeburgs.

Das Speise- und Tanzlokal erstreckte sich über 2 Stockwerke. Die Gaststätte »Stadt Prag« befand sich im Erdgeschoss. Eine Etage höher gab es das »Café Moldau« und eine Bar mit ausladender Außenterrasse. Von Mittwoch bis Sonntag konnte hier zu Livemusik geschwoft werden. Schautänzer wurden oft von der beliebten Willi-Swietek-Combo begleitet. Die Bandmitglieder waren Berufsmusiker und tourten durch die DDR. Sie fühlten im Kristallpalast, im Stadt Prag, in der Eulenspiegelbar in der Karl-Marx-Straße und in der Juanita-Bar des Hotels International wie zu Hause.

Urhebervermerk: VEB BILD UND HEIMAT REICHENBACH I.V. | Foto: Müller, Hainichen | Magdeburg – HOG „Stadt Prag“ in der Karl-Marx-Straße | undatiert, ca. 1966 | Sammlung Ralf Kozica



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Re: Ansichtskartenreise mit der Magdeburger Straßenbahn
« Antwort #59 am: 20. August 2021, 13:54:24 »
Im Mai 1953 erfolgte die Grundsteinlegung für die Bebauung der Ost-West-Straße und des Zentralen Platzes im Stil »Nationaler Tradition«.

Ein erstes Ergebnis war der Block A an der Nordseite des Zentralen Platzes, der gleichzeitig die Südseite des Alten Marktes darstellte. Im Block A befand sich die HO-Großgaststätte »Stadt Prag« am wichtigsten Knotenpunkt der Magdeburger Hauptgeschäftsstraßen an der Ecke Wilhelm-Pieck-Allee (heute Ernst-Reuter-Allee) und Karl-Marx-Straße (heute Breiter Weg).

Das am 30. Dezember 1955 eröffnete Nationalitätenrestaurant sollte den Gästen Einblicke in die landestypische Küche des sozialistischen Bruderlandes ČSSR geben. Das »Stadt Prag« zählte viele Jahre lang zu den besten gastronomischen Adressen Magdeburgs.

Das Speise- und Tanzlokal erstreckte sich über 2 Stockwerke. Die Gaststätte »Stadt Prag« befand sich im Erdgeschoss. Eine Etage höher gab es das »Café Moldau« und eine Bar mit ausladender Außenterrasse. Von Mittwoch bis Sonntag konnte hier zu Livemusik geschwoft werden. Schautänzer wurden oft von der beliebten Willi-Swietek-Combo begleitet. Die Bandmitglieder waren Berufsmusiker und tourten durch die DDR. Sie fühlten im Kristallpalast, im Stadt Prag, in der Eulenspiegelbar in der Karl-Marx-Straße und in der Juanita-Bar des Hotels International wie zu Hause.

Urhebervermerk: GEBR. GARLOFF KG MAGDEBURG | Foto: unbekannt | Magdeburg – Blick auf die Wilhelm-Pieck-Allee | undatiert, ca. 1965 | Sammlung Ralf Kozica



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