Autor Thema: Straßenbahnverkehr nach Reform rollt...  (Gelesen 13317 mal)

Offline 386

  • Immerfahrer
  • ***
  • Danke
  • -Gegeben: 19
  • -Bekommen: 19
  • Beiträge: 199
Re: Straßenbahnverkehr nach Reform rollt...
« Antwort #45 am: 03. September 2013, 17:47:47 »
Für dieses große Wohngebiet finde ich es erstaunlich, wie wenig Fahrgäste teilweise mitfahren. Dafür dass die Bahn in ein so großes Wohngebiet fährt, fahren relativ wenige mit.

Man hat doch auch die Straßenbahnstrecke bis nach Reform erweitert weil man den Bördepark besser erreichen wollte, ohne mit den Bus umzusteigen. Aber scheinbar nutzen die Fahrgäste wohl doch lieber das Auto bis zum Bördepark anstatt mit der Straßenbahn dorthin zu fahren.

Übrigens ist die Straßenbahnstrecke nach Herrenkrug auch nicht gut ausgelastet. Das war schon vor der Hochwasserflut so.
Ohne die Studenten bis zur Breitscheidtstraße/Fachhochschule würde man sonst nur 5 bis 6 Fahrgäste dorthin mit der Straßenbahn täglich transportieren.

Offline Albis

  • Hin- und Herfahrer
  • ****
  • Danke
  • -Gegeben: 71
  • -Bekommen: 97
  • Beiträge: 267
Re: Straßenbahnverkehr nach Reform rollt...
« Antwort #46 am: 08. September 2013, 17:09:12 »
Das die 3 so leer war, lag sicherlich auch daran, dass die 9 immer kurz davor fährt. Der Großteil der Fahrgäste fährt dann logischerweise dort mit.

Was heißt denn "immer kurz davor"?
Ich habe mal nachgeschaut und den Fahrplänen entnommen, dass beide Linien (wie eig. auch vorher schon) um fünf Minuten versetzt fahren. Oder hat wirklich jede 9 vier Minuten Verspätung? Das wäre entgegen meinen Beobachtungen.


Nach meinen Beobachtungen ist die 9 Richtung Reform durchaus verspätungsanfällig, auch durch den Einsatz von Zügen mit Beiwagen. Bei der 3 ist der Fahrplan eher lasch, so dass es auf dieser auch zu Verfrühungen kommt.

Offline magdeburger

  • Immerfahrer
  • ***
  • Danke
  • -Gegeben: 83
  • -Bekommen: 164
  • Beiträge: 243
Re: Straßenbahnverkehr nach Reform rollt...
« Antwort #47 am: 08. September 2013, 19:56:16 »
Nach meinen Beobachtungen ist die 9 Richtung Reform durchaus verspätungsanfällig, auch durch den Einsatz von Zügen mit Beiwagen. Bei der 3 ist der Fahrplan eher lasch, so dass es auf dieser auch zu Verfrühungen kommt.

Korrekt, dass ist auch meine Beobachtung (im Berufsverkehr). Bei mehreren Fahrten habe ich die 3 wirklich kurz hinter der 9 gesehen (Abstand max. 2 Haltestellen), bei zwei Fahrten war die 3 sogar vor der 9.

Offline NGT8D

  • Abokunde
  • *****
  • Danke
  • -Gegeben: 195
  • -Bekommen: 558
  • Beiträge: 2.879
Re: Straßenbahnverkehr nach Reform rollt...
« Antwort #48 am: 08. September 2013, 20:44:44 »

Nach meinen Beobachtungen ist die 9 Richtung Reform durchaus verspätungsanfällig, auch durch den Einsatz von Zügen mit Beiwagen. Bei der 3 ist der Fahrplan eher lasch, so dass es auf dieser auch zu Verfrühungen kommt.

Die Linie 9 ist sicher anfälliger für Verspätungen, da Sie mehr genutzt wird und sich dazu auch noch Ihre Strecke mit vielen anderen Linien teilen muss. Als Beispiel kann man hier den Nordabschnitt des Breiten Wegs nennen, dort verkehren auch noch die Linie 1, 2, 5, 8 und 10. Da ist es vorprogrammiert, dass die Bahnen mal hinter anderen warten oder langsamer machen müssen. Des Weiteren müssen Sie oft zwei Ampelphasen an der Haltestelle Alter Markt warten. Obwohl dort eine Doppelhaltestelle existiert darf immer nur eine Bahn die Kreuzung passieren. Was die Verspätungen mit den Beiwagen zu tun haben soll kann ich nicht nachvollziehen.


Korrekt, dass ist auch meine Beobachtung (im Berufsverkehr). Bei mehreren Fahrten habe ich die 3 wirklich kurz hinter der 9 gesehen (Abstand max. 2 Haltestellen), bei zwei Fahrten war die 3 sogar vor der 9.

Dann sind es aber Fahrten die früher oder später als der Fahrplan stattfinden.

Wenn man z.B. die aktuellen Fahrpläne der Linie 3 und 9 vergleicht fahren die Bahnen meistens in einen Abstand von 5 Minuten.

siehe hierzu die Fahrpläne der Haltestelle Freibad Süd Richtung Reform:

http://www.mvbnet.de/fahrplanauskunft/isoli/2013/afp/data/afp_1012__9.pdf
http://www.mvbnet.de/fahrplanauskunft/isoli/2013/afp/data/afp_1012__3.pdf
« Letzte Änderung: 08. September 2013, 20:56:55 von NGT8D »

Offline Ex-Wilhelmstädter

  • Immerfahrer
  • ***
  • Danke
  • -Gegeben: 39
  • -Bekommen: 68
  • Beiträge: 196
Re: Straßenbahnverkehr nach Reform rollt...
« Antwort #49 am: 13. Dezember 2013, 14:10:13 »
Und morgen ist der "Eröffnungssamstag" nun schon wieder ein Jahr her.

Offline Maik11

  • Regelmäßigfahrer
  • **
  • Danke
  • -Gegeben: 8
  • -Bekommen: 14
  • Beiträge: 90
Re: Straßenbahnverkehr nach Reform rollt...
« Antwort #50 am: 14. Dezember 2013, 15:50:55 »
Heute genau 1 Jahr her...man, die Zeit vergeht  ::)!

Offline NGT8D

  • Abokunde
  • *****
  • Danke
  • -Gegeben: 195
  • -Bekommen: 558
  • Beiträge: 2.879
Re: Straßenbahnverkehr nach Reform rollt...
« Antwort #51 am: 14. Dezember 2017, 20:13:08 »
5 Jahre Straßenbahn nach Reform: Eine Erfolgsgeschichte



Im Dezember 2012 wurde Straßenbahngeschichte in Magdeburg geschrieben: Die MVB eröffnete ihre jüngste Neubaustrecke. Eine Bilanz nach 5 Jahren.

Am 15. Dezember 2012 wurde die Neubaustrecke nach Reform eröffnet. Die bestehende Straßenbahnstrecke zur Leipziger Chaussee wurde um 3,5 Kilometer bis zur Großwohnsiedlung Reform im Süden Magdeburgs verlängert. „Die Bauarbeiten gingen in nur 15 Monaten über die Bühne, das ist rekordverdächtig“, berichtet MVB-Geschäftsführerin Birgit Münster-Rendel.
Seit dem ist die Strecke, die ein Teil des Projekts „2. Nord-Süd-Verbindung für die Straßenbahn“ ist, für viele Magdeburger nicht mehr wegzudenken.




















6.255 Fahrgäste täglich

Heute nutzen über 6.250 Fahrgäste täglich die verlängerte Strecke, die nicht nur den Stadtteil Reform, das Einkaufszentrum Börde-Park und den Flugplatz, sondern auch die Wohngebiete Hopfengarten und die Planetensiedlung anbindet. An der Haltestelle Bördepark haben sich seit der Eröffnung die Fahrgastzahlen verdreifacht. Im gesamten Erschließungsgebiet nutzen mittlerweile doppelt so viele Fahrgäste die Straßenbahn wie die alten Buslinien. „Ein schöner Erfolg der ganz klar zeigt, dass eine Straßenbahnverbindung für den Großteil der Menschen attraktiver ist, als ein Bus“, so Birgit Münster-Rendel.

14 Minuten schneller in die Innenstadt

Mit der Eröffnung der Straßenbahnstrecke vor 5 Jahren wurde auch das Liniennetz umgestellt. Statt des notwendigen Umstiegs in den Bus, können Anwohner nun direkt mit der Straßenbahn in die Innenstadt und nach Reform fahren. Die Straßenbahnlinie 9 ist dabei bis zu 14 Minuten schneller, als die alte Busverbindung. Die Trasse wurde komplett unabhängig vom Autoverkehr gebaut, sodass die Straßenbahnen störungsfrei fahren können. Intelligente Ampelschaltungen sorgen zudem für freie Fahrt. In nur acht Minuten absolvieren die Bahnen der Linie 9 die 3,5 km lange Strecke.

Insgesamt sind acht neue Haltestellen für die Straßenbahnlinie 9 hinzugekommen. Alle sind nach modernen Standards gebaut worden, sodass sie barrierefrei sind. Ein wichtiger Vorteil vor allem für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste wie Rollstuhlfahrer, ältere Personen mit Gehhilfen und Fahrgäste mit Kinderwagen, die so problem- und vor allem stufenlos in die Straßenbahn einsteigen können.

Inzwischen entstehen rund um die Neubaustrecke auch immer mehr Einfamilien- und Wohnhäuser. Für die MVB-Chefin nicht überraschend: „Die Straßenbahn hat Zugkraft und wirkt wie ein Magnet auf die sich entwickelnde Stadt. Eine gute Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist für die Wohnungswirtschaft von immenser Bedeutung, gerade auch vor dem Hintergrund der immer älter werdenden Bevölkerung“.

Ein „Wald“ für neue Strecke

Dass das Umfeld von dem Neubau profitiert, zeigt auch der Blick auf die vielen Neupflanzungen im Umfeld der Trasse. „Für den Bau mussten 99 Bäume weichen, was anfangs zu viel Unverständnis in der Bevölkerung geführt hat. Fünf Jahre später zeigt sich aber, dass sich die vielen Neupflanzungen gut entwickelt haben und die Trasse wunderbar in das Stadtbild integriert wurde“, so Birgit Münster-Rendel.
Insgesamt sorgen die 519 neu gepflanzten Bäume, 8.500 m² angelegten Blühwiesen für Bienen sowie die 6.434 m² gepflanzten Stauden- und Gehölzflächen für eine grünes Wohnumfeld.

Am Projekt „2. Nord-Süd-Verbindung für die Straßenbahn“ wird weiter fleißig gearbeitet. Der Bauabschnitt Wiener Straße wird im kommenden Jahr eröffnet. Für den Folgeabschnitt Raiffeisenstraße sind bereits die Bauarbeiten gestartet und für den neuen Nordast (Verbindung Damaschkeplatz – Hermann-Bruse-Platz) beginnen im kommenden Jahr die Arbeiten. Ausführliche Informationen zum Projekt gibt es unter www.mvbnet.de/netzausbau

Zahlen – Daten – Fakten

Bauzeitraum: September 2011 bis Dezember 2012
Eröffnung: 15.12.2012
Investitionssumme: 22,2 Millionen Euro
Streckenlänge: 3,5 Kilometer
Haltestellen: 8
Fahrzeit: 8 Minuten
Fahrgäste: 6.255 (durchschnittlicher Werktag, zwischen (H) Reform und (H) Weinbrenner Allee)
Anzahl der angebotenen Fahrten: 120 (Werktag)
Bedienung: 4.30 Uhr bis 23 Uhr

Gewinnspiel zum Jubiläum:



Am 15.12.2012 feierte die MVB die Eröffnung der Strecke mit einem großen Bürgerfest. Zu diesem Anlass gab es kostenfreie grüne MVB-Einkaufstaschen mit dem Aufdruck „Beutezug: Die neue Neun“. Wer eine solche Einkaufstasche fünf Jahre später immer noch besitzt, kann diese gegen eine Wochenkarte der Preisstufe MD im Wert von 18,30 Euro eintauschen. Dazu muss man sich einfach mit dem Beutel im MVB-Kiosk am Hasselbachplatz melden. Die ersten 20 Personen gewinnen. Viel Glück!

Quelle: http://www.mvbnet.de/5-jahre-straszenbahn-nach-reform-eine-erfolgsgeschichte/